Nicht schießen - ich bin kein Brasilianer!

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    • Ja, leider sorgen solche Ereignisse immer auch dafür, das du Polizei übernervös wird und auch die Leute überall Terroristen sehen. X(

      Ich glaube irgendwo im Teletext hab ich (heute?) gelesen, das ein 13jähiger in Bayern mit einer Spielzeugpistole einen Polizeieinsatz ausgelöst hat. Das ist noch nicht mal das Problem. Die Leute meldeten aber der Polizei ein 2 Meter (!!!) großer Amokläufer würde die Straße englang laufen. Der Junge war 1,50 !!!

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    • Das ist doch Wahnsinn!
      Man kann doch nicht jeden abknallen, weil er verdächtig ist, oder sich so benimmt.
      Verständnis für den Druck, unter dem die Beamten stehen, äußerte dagegen die "Mail on Sunday". Nach ihren Worten fordert niemand "im London des Juli 2005 von der Polizei, Risiken einzugehen": "Hätte der Verdächtige von Stockwell einen Sprengstoffgürtel getragen, wären die Polizisten, die ihn erschossen haben, als Helden gefeiert worden", bemerkte der Kommentator des Blatts.

      Hätte? Ja, geht es denn noch? X(
    • Original von catho
      Hätte? Ja, geht es denn noch? X(


      Ja, weil der Kommentator schlicht Recht hat. Wenn sie eine weitere Explosion verhindert hätten wären sie Helden. Der Typ ist im Juli mit einem Wintermantel durch die Londoner Underground gezogen, klar in Brasilien ist es wärmer aber das macht ihn einfach mal verdächtig! Wenn er dann noch vor der Polizei flieht ist augenscheinlich alles klar. Vor allem weil nach der Anschlagsserie gegenwärtig jederzeit mit neuen Bomben gerechnet werden muss. Und wie willst du jemanden stoppen der vermutlich Sprengstoff um den Körper trägt und einen Zünder dabei hat? Da bleiben nur gezielte Kopfschüsse. Alles andere ist ein enormes Risiko für die Beamten und Umstehende.
      Die Umstände seines Todes werden untersucht und geklärt werden müssen. Letztlich haben die Beamten imho ihren Job gemacht.

      Mit dieser Art von Terror erreichen die Terroristen ihr Ziel. Die Unbeschwertheit und des westlichen Lebens zu torpedieren. Es wird uns nicht viel übrig bleiben als von den Israelis zu lernen. Wenn sich solche Anschläge verhindern ließen wüssten die es.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ergänzung: Zu dem Wintermantel und dem fliehen vor den Beamten kommt noch das er auf den ersten Blick nicht europäisch sondern als Brasilianer eher dunkel aussieht. Also ins "Täterprofil" passen würde.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ne, du. Das ist mir zu einfach.
      Einen Todesschuß zu legimitieren - nur auf Verdacht hin - ist ein Freibrief.

      Und was spielt die Hautfarbe dabei für eine Rolle?
      In England gibt es Millionen Menschen mit dunklerer Hautfarbe.
      Sind das alles potentielle Verdächtige?
      Oder nur wenn sie dicke Jacken tragen?

      Wieso der Mann weggelaufen ist, kann man nur vermuten.
      Vielleicht hatte er schlichtweg Angst vor seinen (bewaffneten?) Verfolgern.
      Immerhin waren die in Zivil.
    • Doch es ist so "einfach". Man kann sich vor Selbstmordbombern nicht schützen. Man kann nur das Risiko minimieren. Und da gibt es eben ein Täterprofil.
      1. Taschen
      Rucksäcke, Taschen und weite Klamotten sind momentan verdächtig da mögliche Versteckmöglichkeiten für Bomben. In New York wird laut Fernsehbericht in der U-Bahn in jede Tasche geschaut. Das Opfer trug im Sommer einen weiten Wintermantel.
      2. Aussehen
      Klar sind arabisch oder eben südländisch Menschen oder Bartträger in London in der Subway per se verdächtig. Kann das jemand verübeln? Nach den Anschlägen mit über 50 Toten mustert man die Leute. Und auch die Polizei tut das.
      3. Fliehen
      Er wird aufgefordert stehen zubleiben und rennt los. In dem glauben einen Attentäter vor sich zu haben mussten sie schießen.
      Die Diskussion warum er rannte, weil er die Sprache nicht verstand, Panik vor der Polizei hatte oder nur die Bahn nicht erreichte ist zweitrangig. Die Beamten glaubten das er eine Bombe haben könnte und haben entsprechend reagiert.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Steuerzahler1
      Ein Selbstmordattentäter oder Bombenleger würde sicherlich nicht im Sommer im Wintermantel durch die Gegend rennen.



      „Gehen Sie weg von jedem, der im Sommer einen Mantel anhat oder sonst unzeitgemäß gekleidet ist. Schauen Sie um sich nach Jugendlichen, die sich in eine Menge zu mischen suchen, zu der sie offenbar nicht gehören. Achten Sie auf unnatürlich dicke Hüften. Nehmen Sie sich in acht, wenn jemand vor Ihnen plötzlich anfängt, zu schwitzen, langsam zu gehen oder nervös an seiner Kleidung zu zupfen. Vor allem aber passen Sie auf, wenn jemand anfängt, mit sich zu murmeln. Das könnte sein Todesgebet sein.” .


      Sicherheitstipps der israelischen Polizei. Das lernen die Kinder dort in der Schule.
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      Benjamin Franklin
    • Diese Ratschläge können nicht ernst gemeint sein. Das hat nichts mit Sicherheit, sondern mit Hysterie zu tun.

      Kennen Sie den Film "Sonnenallee" ? Dort entpuppte sich der Stasi-Mitarbeiter auch als Bestatter.


      Die Täter des 11.09. wären mit diesen Tipps übrigens nicht zu fassen gewesen, da sie sich äußerst westlich verhalten haben.
    • Richtig, Herr Steuerzahler.
      Bei einer Handlung, die nicht wieder gut zu machen ist, muß man restlos überzeugt sein und nicht etwas glauben oder vermuten.

      Die Sicherheitstipps der israelischen Polizei verhindern aber keine oder wenig Anschläge.
      Wie viele Bomben sind denn dort in den letzten Jahrzehnten hochgegangen?
      So dämlich ist doch kein Attentäter und läuft im israelischen Sommer mit einer dicken Jacke rum.

      Fabian, das heißt mit anderen Worten, daß man dort jede Sekunde damit rechnen muß, einem Anschlag zum Opfer zu fallen.

      Oder damit rechnen muß erschossen zu werden, wenn man sich nicht konform benimmt und kleidet.
    • Original von Orthogräfin
      Fabian, das heißt mit anderen Worten, daß man dort jede Sekunde damit rechnen muß, einem Anschlag zum Opfer zu fallen.


      Genau das.

      Ein Profil gibt es offensichtlich nicht. Die meisten Menschen, die zur Arbeit fahren haben eine Tasche dabei. Somit wären auch meine Nachbarn alles Terrorverdächtige.


      Das ist das perverse an dieser Art des Terrors. Deswegen schaffen sie es ja unbeheligt in Busse, Bahnen und mitten in Menschenmassen ohne das es auffällt.
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      Benjamin Franklin
    • Original von catho
      So dämlich ist doch kein Attentäter und läuft im israelischen Sommer mit einer dicken Jacke rum.



      23.5.04 Orthodoxe Nachal-Soldaten konnten Selbstmordanschlag abwenden
      An der Bekaot-Straßensperre in der Jordansenke konnte durch die Wachsamkeit der dort dienenden Soldaten der orthodoxen Abteilung der Nachal-Infanteriebrigade ein Blutbad verhindert werden. Ein palästinensischer Selbstmordterrorist, der trotz der Hitze einen Mantel trug und mit schnellen Schritten auf die Straßensperre zuschritt, erregte Verdacht. Trotz Aufrufen stehen zu bleiben, und Schüssen in die Luft, lief der Mann weiter, der sich kurz darauf in einer Entfernung von 30 Metern von den Soldaten in die Luft jagte. Der Kommandeur der Straßensperre wurde leicht verletzt, sowie drei in der Nähe befindliche Palästinenser.


      adf-berlin.de/html_docs/chronologie/nahost_05_04.html

      Nein, sie tun es einfach nicht. Kommt doch solchen Leuten nicht mit Logik. Logisch denkende Leute sprengen sich nicht selbst in die Luft.
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