Was man gelesen haben sollte.

    • wonderland, da hast du etwas missverstanden

      dass verwundete Soldaten auf ALG2 angewiesen wären


      Das waren Zeitsoldaten deren Dienstzeit abgelaufen war, die sich nur für 4. oder 8. Jahre verpflichtet hatten, überwiegend aber Z 4. Soldaten.

      keine Wehrpflichtigen in Auslandseinsätze geschickt


      Davon habe ich auch nichts geschrieben, aber da frage ich mich grade was ist mit den Marine Soldaten die Piraten jagen, das sind bestimmt nicht alles freiwillige oder Zeitsoldaten auf den Schiffen.
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Original von Brösel
      Davon habe ich auch nichts geschrieben, aber da frage ich mich grade was ist mit den Marine Soldaten die Piraten jagen, das sind bestimmt nicht alles freiwillige oder Zeitsoldaten auf den Schiffen.


      Doch. Die brauchen da unten kein Kanonenfutter sondern ausgebildete Marinesoldaten. Wir haben 9 Monate Wehrpflicht, davon 3 Monate Grundausbildung und anschließend Spezialausbildung. Rechnet man dann noch den Urlaub dazu bleiben effektiv ein paar Wochen um die Leute in Afrika einzusetzen. Das geht nicht, das sind Freiwillige die länger bleiben, Zeit- und Berufssoldaten.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Brösel
      Das waren Zeitsoldaten deren Dienstzeit abgelaufen war, die sich nur für 4. oder 8. Jahre verpflichtet hatten, überwiegend aber Z 4. Soldaten.


      Und warum sollte jemand, der sich bewußt (!) für eine befristete Beschäftigung mit recht kurzer Laufzeit entscheidet, dann lebenslang versorgt werden? Bei anderen Personengruppen, die in irgendeiner Weise mit dem Staat zu tun haben, hält man die Versorgung üblicherweise eher für übertrieben.
    • Die Dienstzeit ist auf Grund ihrer Erkrankung nicht verlängert worden, es war der BW also bekannt das diese durch den Einsatz im Ausland zumindest Psychisch einen Knacks weg hatten. Oder anders gesagt, man hat sie Krank nach Hause geschickt, sich somit eines Problems entledigt
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Aha, das widerspricht nun aber deiner ersten Aussage, wonach sich die Betroffenen nur für 4 oder 8 Jahre verpflichtet hatten. Wenn diese Soldaten aus psychischen Gründen keiner Arbeit mehr nachgehen können, müssten/dürften sie doch im Grunde aber nicht ALG2 beziehen - das ist ja eigentlich für arbeitsfähige Personen gedacht.

      Wen überhaupt, besteht hier also kein Problem der Gesetzgebung, sondern der Umsetzung, habe ich das nun richtig verstanden?
    • Widerspricht sich nicht wirklich, weil es durchaus üblich ist das manche BW Soldaten sich oft erst nur für 4 Jahre verpflichten um zu sehen wie es dort ist und ob ihnen das ganze zusagt. Und sich erst dann entscheiden für 12 Jahre oder ewig bei der Bundeswehr zu bleiben.

      Sie sind ja nur für die BW untauglich, nicht für den anderen Arbeitsmarkt, weil ihre Krankheit ja nicht als Krankheit anerkannt wird um es mal ganz krass zu sagen.
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Original von Brösel
      für 4 Jahre verpflichten um zu sehen wie es dort ist und ob ihnen das ganze zusagt.


      Soso. Mal ganz ehrlich: Ich kann absolut nicht den Hauch von Verständnis dafür aufbringen, dass man vier Jahre Zeit braucht, um zu merken, ob einem ein Job zusagt, bei dem man dafür ausgebildet wird, in der Wüste alte Männer umzubringen.

      weil ihre Krankheit ja nicht als Krankheit anerkannt wird


      DAS ist dann allerdings wirklich ein Problem, das sehe ich ein.
    • Original von Brösel
      Widerspricht sich nicht wirklich, weil es durchaus üblich ist das manche BW Soldaten sich oft erst nur für 4 Jahre verpflichten um zu sehen wie es dort ist und ob ihnen das ganze zusagt. Und sich erst dann entscheiden für 12 Jahre oder ewig bei der Bundeswehr zu bleiben.

      Sie sind ja nur für die BW untauglich, nicht für den anderen Arbeitsmarkt, weil ihre Krankheit ja nicht als Krankheit anerkannt wird um es mal ganz krass zu sagen.


      X(Hm...da habe ich von meinem Big Brother andere Informationen.
      Aber macht ja nix... :))
      Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,wird es dir sein,als lachten alle Sterne,
      weil ich auf einem von ihm wohne,weil ich auf einem von ihnen lache.
    • Wenn sich ein normaler Wehrpflichtiger zu einem Einsatz wie z.B. nach Afghanistan freiwillig meldet, dann geht das nur, wenn er weitere 2 Jahre zu seiner normalen Wehrpflicht anhängt.
      Ich würde meinem Sohn den Hosenboden stramm ziehen, wenn er so etwas tun würde.

      Logisch hat er nicht die Absicherung , die ein Zeit- bzw. Berufssoldat hat. Würde er beispielsweise im Einsatz fallen, würde seine Familie zwar eine lächerliche Abfindung bekommen, aber die Angehörigen mit Sicherheit keine solziale Absicherung. Auch wenn so ein Mensch dann gesundheitliche Schäden davonträgt, wird sich so ein Einsatz mit Sicherheit nicht für ihn auszahlen. Ich verstehe überhaupt nicht, dass solchen Kriegsfreiwilligen überhaupt der Einsatz erlaubt wird. Warum tut jemand sowas überhaupt freiwillig? Wegen der Zulagen? Aus Überzeugung? Dann könnte er ja gleich Berufssoldat werden. Tut mir leid, ich versteh es nicht.

      Soso. Mal ganz ehrlich: Ich kann absolut nicht den Hauch von Verständnis dafür aufbringen, dass man vier Jahre Zeit braucht, um zu merken, ob einem ein Job zusagt, bei dem man dafür ausgebildet wird, in der Wüste alte Männer umzubringen.


      Für so einen Satz habe ich allerdings auch kein Verständnis. Es gibt auch andere Gründe, warum Männer zur Bundeswehr gehen, nicht nur, alte Männer in der Wüste umzubringen. (So einen blödsinnigen Ausspruch hätte ich von Dir nie erwartet) Sei es nun, wegen eines Studiums, das man dort finanziert bekommt, wenn man sich länger verpflichtet. Wegen eines sicheren Arbeitsplatzes. Auch vielleicht in der Hoffnung, dass es zu solchen Ernstfällen nicht kommt wird und vielleicht auch, in Krisengebieten zu helfen. Die reine Mordgier ist sicher nicht das Hauptmotiv.
    • Liebe cosgan,

      die Bundeswehr ist KEINE Institution zur Finanzierung eines Studiums. Ich würde Worte wie "blödsinnig" gerne vermeiden, aber genau diese Annahme ist es. Die Bundeswehr hat einen ziemlich genau definierten Auftrag, den sie unter anderem im Rahmen der NATO wahrnimmt; diese wiederum hat nach wie vor nicht einmal die Option eines atomaren Erstschlages aufgegeben. Wer meint, man geht mal eben zur Bundeswehr, um zu studieren, und sonst ist das ja ein ganz netter Verein, in dem man lustige Uniformen tragen kann, ist bestenfalls naiv.

      Und was ist an einem Arbeitsplatz besonders sicher, der von vornherein befristet ist?

      edit: Und in Krisengebieten kann man auch ohne Waffe in der Hand helfen, bei Ärzte ohne Grenzen, dem Roten Kreuz, dem THW usw. Nun kann man sagen, dass diese Leute durch Soldaten geschützt werden müssen, das mag sein, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Soldaten zum Dienst an der Waffe ausgebildet werden. Und darüber muss man sich um Klaren sein, BEVOR man sich verpflichtet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wonderland ()

    • Lieber wonderland,

      es braucht keiner zur Waffe greifen, wenn er das nicht will, das ist richtig. Deshalb gab es schon in der Vergangenheit die Wahl, zur Bundeswehr zu gehen oder Zivildienst abzuleisten.

      Hier ging es um die Absicherung von Soldaten, die in Krisengebieten eingesetzt werden.

      Ob man jetzt ein Befürworter der Bundeswehr oder ein Gegner ist, bleibt jedem selbst überlassen.

      Dein Ausspruch aber
      bei dem man dafür ausgebildet wird, in der Wüste alte Männer umzubringen.
      ist eine Frechheit denen gegenüber, die sich für die Bundeswehr entschieden haben. Es hört sich an, als wenn jeder Soldat hurrabrüllend wehrlose Menschen abknallen wollte und nur deshalb diese Laufbahn einschlägt.
    • Original von thejailer
      Die Frage "Bund statt für Zivildienst" stellt sich doch gar nicht. Es geht um Zeitsoldaten.

      Stimmt, da hast du recht. Aber ein Zeitsoldat muß doch erst recht mit der Möglichkeit rechnen, in ein Krisen- oder Kriegsgebiet geschickt zu werden. Und daß in Krisen- und Kriegsgebieten Waffen eingesetzt werden, ist auch nicht neu.

      Und In Kriegsgebiete geschickt zu werden ist also gleichbedeutend mit wehrlose Menschen erschießen?

      Genau deswegen habe ich die Frage gestellt, welche Gründe es - neben dem Dienst an der Waffe - noch geben könnte, die jemanden dazu bringen, Zeitsoldat zu werden.

      Der bloße Wille zur humanitären Hilfe kann es nicht sein - Zeitsoldaten entscheiden sich ja bewußt dafür, dort mit der Waffe zu kämpfen. Alternativen hat wonderland ja schon genannt.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Aber ein Zeitsoldat muß doch erst recht mit der Möglichkeit rechnen, in ein Krisen- oder Kriegsgebiet geschickt zu werden.

      Sicher, ich behaupte auch nichts anderes.
      Wenn sich jemand für eine Laufbahn in der Bundeswehr entscheidet, muss er damit rechnen, auch in Krisengebiete geschickt zu werden. Aber was hat das mit "wehrlose Menschen erschießen" zu tun? Und nur um das klar zu stellen, ich bin gegen einen Bundeswehreinsatz in Afghanistan, aber das ist eine Entscheidung der Politik und nicht die der Soldaten. Deswegen Zeit oder Berufssoldaten als Mörder zu bezeichnen geht eindeutig zu weit.
    • Meines Wissen nach wird kein Bundeswehrsoldat ohne seine Einwilligung in einen Auslandseinsatz geschickt.
      Info hierüber liegt mir aus persönlichen gesprächen vor.

      Wer nicht will wird auch nicht geschickt.
      Noch melden sich ausreichend freiwillige, solche die sich mit Kampferfahrung im Lebenslauf eine bessere Karriere erhoffen bzw solche die sich von der Zulage blenden lassen oder die die einfach helfen möchten und dies als ihr persönliches risiko ansehen.

      Das die Nachbehandlung von seelichen schäden irgendwo verschwiegen wird und kleingeredet wird steht auf einem anderen Blatt.
      Der Reichtum gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man. (Schopenhauer, Arthur)
    • Auch ich bin gegen den Einsatz unserer Soldaten in Afghanistan und ich war auch gegen den Krieg im Irak.


      Welchen Grund könnte es denn geben, sich für den Bund statt für Zivildienst zu entscheiden, wenn man nicht bewaffnet in Krisen- und Kriegsgebieten geschickt werden will?


      Wir hatten hier bei uns glücklicherweise seit 1945 keinen Krieg mehr.

      Wissen wir aber mit Sicherheit, dass wir in Zukunft keine Bundeswehr mehr brauchen? Dazu braucht die Aggresivität nicht von unserem Land auszugehen, der Angriff kann von außen kommen. Im Moment haben wir kein Feindbild und wenn, ist es es weit weg, aber muss das zwangsläufig so bleiben? Wissen wir, wie sich der Terrorismus weiter entwickelt? Können wir heute wissen, ob nicht irgendein Idiot wieder durchdreht wie damals Hitler? Ein Land sollte im Ernstfall nicht wehrlos sein. Dafür ist die Bundeswehr gedacht. Dafür müssen Soldaten ausgebildet werden. Mir gibt diese Vorsorge ein kleines Gefühl der Sicherheit.

      Ich könnte jetzt ganz makaber werden und sagen, wenn es bei uns nur die Zivildienstleistenden gäbe und keine Soldaten mehr, hätten wir im Ernstfall vielleicht mehr Sanitäter. Denn alle anderen Länder haben ihre Armee behalten, warum wohl?
    • Original von thejailer
      Und In Kriegsgebiete geschickt zu werden ist also gleichbedeutend mit wehrlose Menschen erschießen?


      Deswegen Zeit oder Berufssoldaten als Mörder zu bezeichnen


      Ich schrieb weder was von "wehrlos" noch habe ich das Wort "Mörder" benutzt, und zwar ganz bewußt nicht. Würdet ihr sagen, Herr Bin Ladin ist ein junger Mann, und deutsche Soldaten sind dort, um mit ihm über Weltpolitik zu plaudern?

      Ich finde es doch sehr erstaunlich, dass man offensichtlich nicht aussprechen darf, was deutsche Soldaten in einem Kriegseinsatz tun: Sie bringen Leute um, darunter auch alte Männer. Das ist eine Tatsache, die man vielleicht verdrängen, aber nicht ernsthaft leugnen kann. Und eine politisch vermeintlich korrektere Bezeichnung dieser Handlungen ändert daran auch nichts.