Was man gelesen haben sollte.

    • Um mal wieder den Blick auf das tatsächliche Post zurückzulenken:

      Ich kann absolut nicht den Hauch von Verständnis dafür aufbringen, dass man vier Jahre Zeit braucht, um zu merken, ob einem ein Job zusagt, bei dem man dafür ausgebildet wird, in der Wüste alte Männer umzubringen.


      Ich weiß, dass du bewusst krass formulierst und ich halte auch diese -in Foren oft übliche- Wortklauberei für ätzend. Aber im Kontext dieser Satzbildung kann ich durchaus nachvollziehen, dass der ein oder andere hier allergisch reagiert.

      Erstens geht die Ausbildung bei der Bundeswehr deutlich weiter, als in die Richtung Menschen zu töten (zu meiner Zeit als Wehrpflichtiger machte das vielleicht 5 % aus) und zweitens verbinde ich mit der Vokabel "umbringen" eher den Terminus Mord als z. B. mit der Vokabel "töten" (wobei das Ergebnis für die Betroffenen natürlich gleich problematisch ist).

      Und warum überhaupt soll das nicht 4 Jahre dauern? Ich weiß heute -nach 31 Jahren- manchmal noch nicht, ob ich den richtigen Job gewählt habe.
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • Wobei du bei deinen Job eher weniger Menschen physisch vernichtest - oder irre ich mich da?

      Und mit Verlaub - der Ausgangspunkt war eigentlich das hier:

      Original von Orthogräfin
      Wer die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigt, darf sich nicht darüber wundern, dass es dann auch Personen gibt, die darüber nachdenken die Freiheit Afghanistans am Wannsee verteidigen zu wollen.
      Quelle: Spiegel Online Forum

      Diese Feststellung finde ich einigermaßen bemerkenswert.


      Leider hat darauf niemand reagiert.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

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    • Wobei du bei deinen Job eher weniger Menschen physisch vernichtest - oder irre ich mich da?


      Nein, obwohl ich manchmal bei dem ein oder anderen Kunden...

      Aber glaubt ihr denn im Ernst, dass ein in Deutschland behütet aufgewachsener 19 oder 20jähriger sich großartig Gedanken über diese Problematik macht? Ich behaupte mal, dass diese Entscheidungen oft viel banaler gefällt werden.
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • Lieber wonderland,

      man darf schon aussprechen, dass Soldaten in Kriegseinsatz auch töten müssen. Du hast allerdings die anderen Aufgaben, die sie dort auch noch erledigen und dabei ihr Leben riskieren, vergessen zu erwähnen. Gäbe es bei der Bundeswehr nicht vielfältigere Aufgaben, wie in einem normalen Berufsleben auch, gäbe es nämlich, außer ein paar Rambos, keine Berufssoldaten mehr.

      Ich habe was dagegen, dass man Berufs- oder Zeitsoldaten nur aufs Töten reduziert.

      Ich kann mich der Meinung von Pete nur anschließen.

      Zu dem Zitat von Spiegel online kann ich nur sagen, dass das zwar ein gute Bemerkung ist, aber ein junger Soldat nicht danach gefragt wird. Er würde mit Sicherheit lieber in der Kaserne bleiben als in ein Krisengebiet geschickt zu werden.
    • Original von pete
      Ich behaupte mal, dass diese Entscheidungen oft viel banaler gefällt werden.


      Sicherlich. Und warum? Meines Erachtens unter anderem deshalb, weil in Deutschland diese sprachliche Verdruckstheit herrscht, die auch hier gewünscht wird. Man spricht nicht von Krieg, nicht von Umbringen, nein, die "Verteidigung der Freiheit" hört sich ja viel besser an. Die NATO berichtet stolz, wenn wieder einmal Al Qaida-Führer getötet wurden. Unabhängig mal davon, was für finstere Gestalten das waren, es wird vergessen, dass hier Menschen sterben.

      Andere Aufgaben, Töten nur ein Teil der Ausbildung? Sicher, im Detail. Der Auftrag der Bundeswehr nach Art. 87a ist die Verteidigung. Das ist der Hauptauftrag. Nicht Ärzte schützen, nicht Sandwälle bei Hochwasser bauen.

      Gräfin, dem Zitat kann man vordergründig zustimmen - wenngleich man nicht vergessen darf, dass unprovozierte Terroranschläge auch keine zivilisierte Form der Konfliklösung sind. Insofern ist das Zitat natürlich wiederum eine grobe Verkürzung der Tatsachen und die Ursachen der ganzen Problematik weit komplexer, als dass man sie in eineinhalb Zeilen packen kann.
    • Original von wonderland
      Gräfin, dem Zitat kann man vordergründig zustimmen - wenngleich man nicht vergessen darf, dass unprovozierte Terroranschläge auch keine zivilisierte Form der Konfliklösung sind. Insofern ist das Zitat natürlich wiederum eine grobe Verkürzung der Tatsachen und die Ursachen der ganzen Problematik weit komplexer, als dass man sie in eineinhalb Zeilen packen kann.

      Selbstverständlich wollte ich mit dem Zitat keine Terroranschläge gutheißen - ich lehne Gewalt generell ab. Ich halte den Afghanistan-Einsatz der Bundeswhr nicht nur für falsch, sondern für verfassungswidrig, aber auch dieser Einsatz kann und darf keine Rechtfertigung für Terroranschläge sein.

      Ich fand die Analogie der beiden Ereignisse, die der Spon-Forist aufgezeigt hat, bemerkenswert. Oder um es mal mit Volker Pispers zu sagen: "Sie wundern sich, daß wir Bomben unter den Arsch gelegt kriegen? Wann fangen Sie an, sich zu wundern, daß wir so wenige Bomben under den Arsch gelegt kriegen?"
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Schwarzbuch 09

      Modenschau für Tiere

      Verschwendung wegen Staatsbanken auf Höchststand

      Wenn man so liest wie der Staat so mit dem Geld der Steuerzahler umgeht könnte man vor Ärger in den Tischkante beißen. Aber es war oder ist ja bekanntlich immer etwas leichter anderer Leute Geld zu verprassen oder sollte man verplanen sagen.
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Es ist ja schon die 37. Ausgabe des Schwarzbuch. Das Steuergelder verschwendet werden ist nichts Neues.
      Jedesmal wieder kann man nur den kopf schütteln welche krassen Fälle dabei sind. Ich staune nur, daß die
      Macher des Reports immer noch weiter machen und nicht schon aufgegeben haben.
      Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
      Kutte Tucholsky
    • Original von wendland
      Es ist ja schon die 37. Ausgabe des Schwarzbuch. Das Steuergelder verschwendet werden ist nichts Neues.
      Jedesmal wieder kann man nur den kopf schütteln welche krassen Fälle dabei sind. Ich staune nur, daß die
      Macher des Reports immer noch weiter machen und nicht schon aufgegeben haben.


      Man muss ihnen ja schon fast dankbar sei das sie weitermachen, ansonsten würde man ja noch weniger von der Verschwendung mitbekommen die seit 37. Ausgaben von ihnen dokumentiert wird.

      Das dumme, das diese Menschen für ihre Verschwendung nicht grade stehen müssen (welche Krähe hackt der anderen schon ein Auge aus) weil es kommt ja neues Steuergeld. Mein Chef hätte mir was anderes erzählt, bzw. ich hätte mir einen neuen Job suchen müssen wenn ich so mit dem mir anvertrauten Material bzw. Ressourcen umgegangen wäre.
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    • Demnächst rufen wir dann keine Polizei mehr sondern besser gleich die Hells Angels und Bandidos.

      "Haltet euch da raus"

      Quelle t-online

      Hier kommen die eh erst nach einer Stunde angewackelt wenn man sie ruft, vor allen wenn man kurz vor oder kurz nach Schichtwechsel anruft, bzw. es liest sich schon ungeheuerlich wenn in einer Großstadt wie Duisburg gerade mal 20 Streifen unterwegs sind.

      Kein Wunder das man Menschen in der U.Bahn zusammentreten kann wenn der Notarzt und Krankenwagen schneller am Einsatzort sind als die Polizei und die Täter unerkannt mit der nächsten U-Bahn flüchten können, wie vor kurzen bei uns in der U-Bahn passiert. Wobei man noch anmerken muss, das trotz Video Überwachung von Seiten der U-Bahn Betreiber nur der Kommentar kam, das man nur den Bahnsteig überwache also das Ein und Aussteigen.

      Übrigens auch wieder ein schönes Argument um die BW. für die innere Sicherheit Einsätzen zu dürfen.

      Sehe schon die Schlagzeile. Bundeswehr muss die Polizei im Kampf gegen die Hells Angels und Bandidos schützen (unterstützen)
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    • Ich hörte heute Nachmittag im Radio jemanden dagegen sprechen, die beiden Gangs zu verbieten. Man würde sie damit in den Untergrund treiben oder so ähnlich.

      Ist das die neue Strategie? Dann schlage ich vor, die Mafia und ähnliche Einrichtungen offiziell zu erlauben. Man könnte sie ja als E. V. ins Vereinsregister eintragen. Zumindest sind sie dann in der richtigen Gesellschaft...
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • Das ist nicht nur dort so, bei Hoesch (Stahlproduzent) wurde das schon in den 90 Jahren bei Einstellungen durch Betriebsärzte gemacht. Auf einem Seminar für Schwerbehindertenvertreter berichtet uns ein Betriebsarzt (Es ging unter anderen um Drogen am Arbeitsplatz) an vielen Beispielen, das man so verhindern wollte das zb. Alkohol Kranke oder Drogen Konsumenten auf Arbeitsplätze landen (zb. Kranfahrer) die
      Probleme mit Drogen in jeglicher Form haben.

      Der Lehrfilm zeigte dann sehr schön wie Alkohol zb. nach schon wenigen Gläsern Bier das Verhalten beim Transport von Lasten (Kran) verändert.
      Anderes Beispiel war eine Dame die als Sekretärin eingestellt werden sollte, dort stellte man fest das sie wohl Haschisch geraucht hatte. Sie beteuerte noch nie in ihrem Leben irgendwas mit Haschisch zu tun gehabt zu haben. Erzählte aber in nach hinein das sie wenige Tage vorher auf einer Feier in einem Raum gesessen habe in dem unter anderen Haschisch geraucht worden sei. Sie durfte wenige Tage später die Untersuchung nochmal machen.

      Der Arzt hat uns auch erzählt das es regelmäßige Kontrollen gab, wenn sich Personen zb. auffällig benommen hatten oder sonst wie aufgefallen waren, wurden sie zum Medizinischen Test gebeten.
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    • Irgendwie kann ich das schon verstehen. Wenn jemand schwanger ist, braucht er das nicht beim Bewerbungsgespräch anzugeben. Für eine kleine Firma eine Katastrophe. Man lernt jemand ein und bums bekommt sie ein Kind, macht ein Jahr Pause und die Stelle muss freigehalten werden. Da hat man, als man dieses Gesetz durchgedrückt hat, niemanden einen Gefallen getan. Es ist unfair dem Arbeitgeber gegenüber.

      Ebenso ist es bei Schwerbehinderten. Gerade auf dem Bau sieht man es den Leuten oft nicht an. Ist er dann eingestellt, stellt man fest, dass der Arbeiter gerade zum Bierholen taugt. Eine Chance, diesen Menschen zu entlassen, hat man nicht. Er ist praktisch unkündbar.

      Jemand ist Alkoholiker. Dadurch kann soviel passieren und die Zeche zahlt dann der Arbeitgeber.

      Zwischenzeitlich ist es so, dass Arbeitsgerichte meist den Arbeitgebern recht geben und das Geschrei ist groß. Früher war es so, dass der Arbeitnehmer praktisch immer Recht bekam, zumindest musste man eine Abfindung zahlen.

      Ein Beispiel. Wir suchten einen LKW Fahrer. Es stellte sich auch ein Mann vor und er wurde für den nächsten Tag auf den Lagerplatz bestellt. Dort wollte mein Bruder seinen Führerschein sehen. Darauf der Mann: "Führerschein habe ich nicht, aber ich kann natürlich LKW fahren." Mein Bruder gab ihm 10 Mark für seine Heimfahrt, schickte ihn also wieder nach Hause. Der Mann klagte. Eigentlich eine klare Sache, sollte man denken. Nein, es gab 3 Anhörungen. Durch Zufall haben wir dann erfahren, dass dieser Mann einen Jagdschein hatte, also eine Bescheinigung, dass er einen Hau hat. Daraufhin wurde das Verfahren eingestellt. Ich weiß nicht, wie lange das noch weitergegangen wäre, wenn wir das nicht erfahren hätten.

      Es wurde von den Gewerkschaften viele Dinge durchgesetzt und erreicht, was zwischenzeitlich meist wieder Stück für Stück zurückgenommen wird. Heuzutage hat sich das Ganze ins Gegenteil verkehrt.

      Gewerkschaften sind wichtig und sie haben viel für die Leute getan, aber sie sind auch oft übers Ziel hinausgeschossen. Heute bekommt man die Quittung dafür.

      Was soll jetzt zum Beispiel die Protestaktion bei Opel? Was gedenkt man dadurch zu erreichen? Es werden Bedingungen gestellt. Der Schuss geht höchstens nach hinten los. Dadurch wird mit Sicherheit kein einziger Arbeitsplatz gerettet.

      Heutzutage können sich Arbeitgeber fast alles erlauben und der Arbeitnehmer hat kaum noch Rechte. Sollte sich die Arbeitssituation mal wieder ändern, dass wieder Vollbeschäftingung herrscht, (wofür ich eigentlich keine Chance sehe), dann sind die Gewerkschaften wieder die ersten, die zum Streik aufrufen um wieder irgendwas zu erreichen.

      Wer am stärkeren Hebel sitzt, nutzt es aus.

      Irgendwie erinnert mich das ganze stark an den Roman von George Owell, die Farm der Tiere. hier