Job weg, Dispo weg?

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    • Was haben eigentlich diese ganzen, wenn auch amüsanten, Einzelfälle mit dem Thema an sich zu tun? Nur weil einer nicht Auto fahren kann, müssen doch nicht auch alle anderen ihren Führerschein abgeben.

      Übrigens sind die Fälle, in denen echte wirtschaftliche Probleme auftauchen weil das Konto übermäßig in Anspruch genommen wurde, wesentlich geringer, als man meinen könnte. Und da bin ich auch froh drüber, denn das ist das letzte womit du Geld verdienst. Der Arbeitsaufwand ist einfach viel zu hoch.

      Und wenn ich so einen Quatsch höre von wegen "die Bank kann mich erpressen" (sorry für die Wortwahl, gul, aber da kommt mir echt die Galle hoch). Sach ma, wo lebst du eigentlich? Noch verdienen wir unser Geld mit einer für beide Seiten guten Geschäftsbeziehung. Gut, die Deutsche Bank... :rofl: , aber das ist ein anderes Thema.

      Vielleicht mal als Hintergrund: Das Thema Dispo ist ein hochempfindliches. Einräumen kannst du ihn gar nicht schnell genug. Aber wehe, du minderst ihn mal, wenn das Gehalt geringer geworden ist (z. B. wenn die Frau weniger arbeiten geht). Ein riesen Ballyhoo. Dabei ist es völlig uninteressant ob er benötigt wird oder nicht. Das ist ein echtes Statussymbol.

      Ich sage, das System ist so in Ordnung. Ausnahmen gibt es, z. B. das "Vampirbanking" der Citibank.
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • Die machen genau das, was hier angeprangert wird: nicht vertretbare Kreditvergabe. Und wenn das Konto zu ist, wird umgeschuldet. Dann wird das Konto wieder überzogen und wieder umgeschuldet. Natürlich jedesmal mit Zusatzverträgen, die Geld kosten. Das so lange, bis der Fall in die Rechtsabteilung geht. Sprich, die saugen ihre Kunden aus.
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pete ()

    • Ein guter Ruf der Citibank war mir auch nicht bekannt


      Erschreckenderweise haben die bei Beratungstests gut abgeschnitten.

      Übrigens habe ich mal einen -seriösen- Bericht auf ARD gesehen, in dem ein Ex-Citibankmitarbeiter zu Wort kam. Folgender Satz blieb mir in Erinnerung:

      "Man fühlt sich hier nicht als Bankmitarbeiter, sondern wie ein Sektenmitglied."

      U. a. deswegen und auch wegen diverser Tölpeleien der Deutschen Bank werd ich immer etwas elektrisch, wenn alle Kreditinstitute über einen Kamm geschoren werden. Das geht mir dann an die Gangster- oder Kredithai-Ehre. :zlücke:
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • pete, ich dir da ausnahmsweise nur zustimmen. :D
      Ich bin seit Jahren bei einem eher kleinen Kreditinstitut, der GE MoneyBank (ehemals Allbank), und habe noch nie schlechte Erfahrungen gemacht.
      Unfreundliche Angestellte, Getuschelle oder gar "Erpressung" kenne ich dort nicht.
      Auch mein Dispo beläuft sich seit der Kontoeröffnung auf 2500 € (vorher 5000 DM). Und zwar nach Absprache. Nie wurde er gesenkt oder gar selbstständig von der Bank erhöht. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich ihn kaum in Anspruch genommen habe.
      Dazu bin ich viel zu geizig. :zlücke:
    • Original von catho
      Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich ihn kaum in Anspruch genommen habe.


      Auch dazu mal ein paar Hintergründe:

      Dispokredite sind unbefristete Kreditlinien. Hierzu gibt es die gesetzliche Regelung, dass sie einmal jährlich überprüft und ggfs. angepasst werden müssen. Für die Anpassung gibt es bestimmte, von Bank zu Bank ähnliche, aber nicht identische, interne Regelungen. Die Inanspruchnahme ist eher keine davon. Maßgebend sind Gehaltsumsätze, vernünftige Kontoführung, Gesamtverschuldung u.ä.

      Dann kommt es noch darauf an (wie oft im Leben), welcher Kundenbetreuer zuständig ist. Der eine nützt die Grenzen aus, der andere meint, er müsse eigene Beträge einsetzen. Zu letzteren gehöre z. B. ich. :zlücke:
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.