"Dass Fischer heute nicht als Verlierer vom Platz gehen muss, hat verschiedene Gründe. Zum einen haben seine politischen Gegner im Ausschuss die "Smoking Gun" nicht gefunden, die den Grünen wirklich in Erklärungsnot gebracht hätte. Zum anderen sind die Hinweise des Außenministers, seine Vorgänger im Amt, Klaus Kinkel und Hans-Dietrich Genscher, hätten in Mittel- und Osteuropa keine grundsätzlich andere Einreise- und Visapolitik betrieben als er selbst, mehr als geschickte Verteidigungsrhetorik. Wer die Öffnung osteuropäischer Gesellschaften nach Westen will, der bekommt sie nicht zum Selbstkostenpreis - das wusste schon Helmut Kohl.
Als seine Regierung Anfang der neunziger Jahre den visafreien Verkehr mit Polen genehmigte, kamen Hunderttausende. Kein Kinkel wurde damals gefragt, ob er eigentlich noch den Überblick im deutsch-polnischen Grenzverkehr besitzen würde. Dass die Mehrheit der Besucher aus Danzig, Warschau, Krakau, Posen oder Breslau nicht nach Neuschwanstein oder zum Kölner Dom wollte, wusste auch damals jeder, der sich auch nur oberflächlich mit unseren Nachbarn im Osten beschäftigt hatte. Schwarzarbeit war zwar auch damals schon verboten in Deutschland - aber den Bedarf nach Schwarzarbeit im deutschen Billiglohnsegment gab es eben auch.
Die Regierung Kohl hat das in Kauf genommen, weil man wusste: Seit der Öffnung der Grenzen 1989 gehen Reisefreiheit und illegale Beschäftigungspraxis überall in Europa Hand in Hand. Polen pflückten Tomaten in Spanien, Ukrainer bauten Fußballstadien in Portugal. In Brüssel, wo die strengen Richtlinien zum Arbeitsmarkt verwaltet werden, arbeiten Zehntausende illegale Polen und Ukrainer - als Haushaltshilfen, Gärtner, Babysitter - nicht selten bei Angestellten der EU."
[URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,353365,00.html]Spiegel[/URL]
Das spricht mir sowatt von aus der Seele, womit ich nun zu meiner Meinung komme.
Es geht mir nicht mal darum, Fischer zu verteidigen, es geht mir mehr um die ganze Show, die da gemacht wird.
Während ich von der Show letzte Woche nicht soviel mitbekam, habe ich heute gelegentlich zu Fischer-Live geschaltet.
Da sitzt, wie praktisch aber auch kurz vor Landtagswahlen, ein Haufen Politiker aller Parteien seit 12 Stunden um Fischer( ist das nicht schon ein Fall für Amnesty International
?) rum, um ihn immer wieder mit den selben
Fragen zu löchern. Die geben ihren Profilneurosen völlig freien Lauf, ich könnte brechen.
Und dieser Visa-Ausschuß wird den Steuerzahler wohl noch ein paar Monate einen Haufen Geld kosten, weil diese Mitglieder zwangsläufig nicht ihren eigentlichen Job mit voller Aufmerksamkeit nachgehen können. Die Nebenjobs sind ja oft wichtiger.
Somit ist das nur ein Beispiel von vielen, mag sein.
Da könnt ihr mich für beknackt halten, ich empfinde das als völlig lächerlich. Anstatt die mal gepflegt ihren Hintern hochkriegen und sich gemeinsam um die wichtigen Dinge kümmern, ziehen die sich lieber gegenseitig durch den Schlamm X(
Als seine Regierung Anfang der neunziger Jahre den visafreien Verkehr mit Polen genehmigte, kamen Hunderttausende. Kein Kinkel wurde damals gefragt, ob er eigentlich noch den Überblick im deutsch-polnischen Grenzverkehr besitzen würde. Dass die Mehrheit der Besucher aus Danzig, Warschau, Krakau, Posen oder Breslau nicht nach Neuschwanstein oder zum Kölner Dom wollte, wusste auch damals jeder, der sich auch nur oberflächlich mit unseren Nachbarn im Osten beschäftigt hatte. Schwarzarbeit war zwar auch damals schon verboten in Deutschland - aber den Bedarf nach Schwarzarbeit im deutschen Billiglohnsegment gab es eben auch.
Die Regierung Kohl hat das in Kauf genommen, weil man wusste: Seit der Öffnung der Grenzen 1989 gehen Reisefreiheit und illegale Beschäftigungspraxis überall in Europa Hand in Hand. Polen pflückten Tomaten in Spanien, Ukrainer bauten Fußballstadien in Portugal. In Brüssel, wo die strengen Richtlinien zum Arbeitsmarkt verwaltet werden, arbeiten Zehntausende illegale Polen und Ukrainer - als Haushaltshilfen, Gärtner, Babysitter - nicht selten bei Angestellten der EU."
[URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,353365,00.html]Spiegel[/URL]
Das spricht mir sowatt von aus der Seele, womit ich nun zu meiner Meinung komme.
Es geht mir nicht mal darum, Fischer zu verteidigen, es geht mir mehr um die ganze Show, die da gemacht wird.
Während ich von der Show letzte Woche nicht soviel mitbekam, habe ich heute gelegentlich zu Fischer-Live geschaltet.
Da sitzt, wie praktisch aber auch kurz vor Landtagswahlen, ein Haufen Politiker aller Parteien seit 12 Stunden um Fischer( ist das nicht schon ein Fall für Amnesty International
?) rum, um ihn immer wieder mit den selben Fragen zu löchern. Die geben ihren Profilneurosen völlig freien Lauf, ich könnte brechen.
Und dieser Visa-Ausschuß wird den Steuerzahler wohl noch ein paar Monate einen Haufen Geld kosten, weil diese Mitglieder zwangsläufig nicht ihren eigentlichen Job mit voller Aufmerksamkeit nachgehen können. Die Nebenjobs sind ja oft wichtiger.
Somit ist das nur ein Beispiel von vielen, mag sein.
Da könnt ihr mich für beknackt halten, ich empfinde das als völlig lächerlich. Anstatt die mal gepflegt ihren Hintern hochkriegen und sich gemeinsam um die wichtigen Dinge kümmern, ziehen die sich lieber gegenseitig durch den Schlamm X(
Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)


