Wie ihr sicher mitbekommen habt, sind Merkel und Stoiber auf die Idee gekommen, man könne gegen einen möglichen EU-Beitritt der Türkei eine Unterschriftenaktion starten.
[URL=http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,322653,00.html]Spiegel-Artikel[/URL]
SZ-Artikel
Zum einen bin ich in der Sache anderer Meinung: Die Türkei gehört m.E. mittelfristig in die EU, auch wenn vielleicht noch einige Probleme ausgeräumt werden müssen. Die Beziehungen der Türkei zur EU sind viel zu eng, als das man das dauerhaft ausschließen könnte, außerdem kann man m.E. nur durch Integration eine Öffnung erreichen. Und wenn man gegen die Türkei in der EU ist, dann bitte mit sachlichen Argumenten und nicht mit dieser unsäglichen Werte- und Kulturkeule. Ich glaube, daß meine Lebensweise mit der eines türkischen Großstadtbewohners, der einen Bürojob hat und mit Religion vielleicht nicht viel am Hut (ja, solche gibt es) mehr gemeinsam hat als mit der eines südtiroler Bergbauern, der jahrein, jahraus nur Gras und Kühe sieht, um es mal ein bißchen polemisch auszudrücken.
Zum anderen finde ich, daß so eine Unterschriftenaktion ein absolut unerträglicher Populismus ist, mit dem man die dumpfesten Ausländerfeinde anspricht. Wenn die Union mehr Bürgerbeteiligung gewollt hätte, hätte sie die in 16 Jahren Kohl-Regierung problemlos einführen können, aber dann bitte mit verfassungsmäßig geregelten Instrumenten.
Manchmal frage ich mich, ob nicht Teile der CDU und v.a. der CSU gefährlicher sind als NPD und DVU: Bei letzteren weiß man wenigstens, woran man ist, während erstere den entsprechenden Gestalten auch noch das Deckmäntelchen einer demokratischen Volkspartei bieten.
Was meint ihr zu EU-Beitritt und Unterschriftenaktion?
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SZ-Artikel
Zum einen bin ich in der Sache anderer Meinung: Die Türkei gehört m.E. mittelfristig in die EU, auch wenn vielleicht noch einige Probleme ausgeräumt werden müssen. Die Beziehungen der Türkei zur EU sind viel zu eng, als das man das dauerhaft ausschließen könnte, außerdem kann man m.E. nur durch Integration eine Öffnung erreichen. Und wenn man gegen die Türkei in der EU ist, dann bitte mit sachlichen Argumenten und nicht mit dieser unsäglichen Werte- und Kulturkeule. Ich glaube, daß meine Lebensweise mit der eines türkischen Großstadtbewohners, der einen Bürojob hat und mit Religion vielleicht nicht viel am Hut (ja, solche gibt es) mehr gemeinsam hat als mit der eines südtiroler Bergbauern, der jahrein, jahraus nur Gras und Kühe sieht, um es mal ein bißchen polemisch auszudrücken.
Zum anderen finde ich, daß so eine Unterschriftenaktion ein absolut unerträglicher Populismus ist, mit dem man die dumpfesten Ausländerfeinde anspricht. Wenn die Union mehr Bürgerbeteiligung gewollt hätte, hätte sie die in 16 Jahren Kohl-Regierung problemlos einführen können, aber dann bitte mit verfassungsmäßig geregelten Instrumenten.
Manchmal frage ich mich, ob nicht Teile der CDU und v.a. der CSU gefährlicher sind als NPD und DVU: Bei letzteren weiß man wenigstens, woran man ist, während erstere den entsprechenden Gestalten auch noch das Deckmäntelchen einer demokratischen Volkspartei bieten.
Was meint ihr zu EU-Beitritt und Unterschriftenaktion?
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