Rechtschreibreform

    • noch ein kleiner Auszug zum Thema Rechtschreibung...

      Mathematikunterricht im Wandel der Zeiten

      Hauptschule 1960:
      Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,00 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40,00 DM. Berechne den Gewinn!

      Realschule 1970:
      Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,00 DM. Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses.Wie hoch ist der Gewinn?

      Gymnasium 1980:
      Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraler Feldfrüchte für eine Menge Geld (G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente g aus G gilt: g = 1,00 DM. Die Menge H der Herstellerkosten ist um 10 Elemente weniger mächtig als G.
      Zeichne ein Bild der Menge H als Teilmenge von G und gebe die Lösungsmenge L für die Frage an: Wie hoch ist die Gewinnmenge?

      Integrierte Gesamtschule oder Walldorfschule 1990:
      Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,00 DM.
      Die Erzeugerkosten betragen 40,00 DM.
      Der Gewinn beträgt 10,00 DM.
      Aufgabe: Unterstreiche das Wort Kartoffeln und diskutiere mit deinem Nachbarn darüber.

      Schule 2000 nach Rechtschreib- und Bildungsreform:
      Ein kappitalistisch priffigilierter bauer bereichert sich one rechtfertigunk an ein sakk kartoffeln um 10euro. Untersuch das text auf inhaldlich feler, korrigire das aufgabenstellunk fon dein leerer und demonstrire gegen das lösunk.

      Im Jahre 2010:
      Es gibt keine gartoffeln mer, nur noch pom friz bei mäk donalt
      "Ich gebe immer 100% bei der Arbeit:
      Montag: 20%, Dienstag: 14%, Mittwoch: 12%, Donnerstag: 24%, Freitag: 10%, Samstag: 16%, Sonntag: 4%


      <------ mit ohne Smilie
    • Jaja wonderland, das sagen alle hinterher. :zlücke:
      Und was war seinerzeit das?:
      Suche Spirit-Mann mit Interesse an indianischer Kultur, gerne langhaarig, aus dem Schmetterlingsclan. Bin 39/164/59, wohne auf dem Land, liebe Natur, habe zahlreiche Hobbys wie Reiten, Bauchtanz, lesen, Musik, Radfahren etc. Brief mit Bild wäre nett, ist aber nicht zwingend.

      :D :D
    • [URL=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,313039,00.html]Das ist sehr, sehr Furcht erregend[/URL] - und vor allem ist es inkonsequent. Nach den klassischen Regeln der Rechtschreibung heißt es nämlich "furchterregend", nicht "Furcht erregend" - wollte der Spiegel nicht zu diesen Regeln zurückkehren?

      Das ist übrigens nicht der einzige Fehler. Der Artikel ist ein Mischmasch - mal werden die klassischen und mal die neuen Regeln angewendet.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Bei dieser Haltung wundert mich das Schriftbild etlicher meiner Mitmenschen nicht mehr. Und nein, es ist mir nicht egal, ob und wie das, was ich sagen möchte, beim Leser ankommt. Das ist eine Frage der Höflichkeit...

      Und ich finde, es ist von keinem zu viel verlangt, sich einen Brief oder einen Beitrag hier vor dem Abschicken noch einmal durchzulesen und (Tipp)-Fehler zu korrigieren.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Original von Orthogräfin
      Nach den klassischen Regeln der Rechtschreibung heißt es nämlich "furchterregend", nicht "Furcht erregend" - wollte der Spiegel nicht zu diesen Regeln zurückkehren?

      Das ist übrigens nicht der einzige Fehler. Der Artikel ist ein Mischmasch - mal werden die klassischen und mal die neuen Regeln angewendet.



      Da hast du was missverstanden, Springer und Spiegel wollen nicht zur alten Schreibe zurück, dort wird eine Mischung aus beiden Schreibweisen angestrebt, also alte Schreibweise incl. sinnvoller Neuerungen der Reform oder auch neue Regelungen ohne den Blödsinn.

      Das ist ja das Problem was ich damit habe wenn sich jetzt jede Redaktion ihre eigene Rechtschreibung zu legt ist alles zu spät.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Na das wäre ja wirklich der größte Blödsinn überhaupt - und der worst case. Womöglich legt sich dann auch jedes Bundesland seine eigene Orthografie und Grammatik zu?

      Dann gemmor endlisch schreim wie mor wolln. :rolleyes:
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Und wenn wir dann so ein richtiges durcheinander haben, werden sich daraus die ganz neuen Rechtschreibregeln ergeben. :tongue:

      Nee aber mal im Ernst. Die Sprache ist doch einem ständigem Wandel unterlegen. Die Regeln ergeben sich doch im Laufe der Zeit von alleine, oder?

      Wie wird das eigentlich in anderen Sprachen (Ländern) gemacht? Gibts da auch Kommisionen die im stillen Kämmerlein neue Regeln ausbrüten?
      Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.