Was man gelesen haben sollte.

    • Wobei sich da Lanz doch optimal an das Niveau seines Gastes angepasst hat. Ich kann nicht verstehen, warum man in der FDP in Rösler eine Art Heilsbringer gesehen hat...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Lanz, der perfekte Selbstdarsteller und so provokant niveaulos bei vielen seiner Fragen und nachfragen und nochmals nachfragen das man an dem Verstand des Herren zweifeln muss oder an einem Hörfehler seinerseits.

      Wenn mir ein Gast zu erkennen gibt das er über dieses Thema nicht reden oder es nicht vertiefen möchte muss ich das als Moderator akzeptieren.

      Vielleicht kann sich jemand an die Sendung erinnern als der Sänger Bushido, Peter Maffey und Sido bei Lanz waren ( kurz nach der Bambi Verleihung ) Immer wieder die gleiche leier und frage ob er sich an seine Texte und
      Musiker Sünden erinnern kann und die frage ob er sich wirklich geändert habe. Man konnte es am Schluss nicht mehr hören.

      Unmöglich sage ich nur, aber was erwartet man noch von den Deutschen Fernsehsendern
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Was erwartet man??
      Zumindest vom öffentlichrechtlich bezahltem erwartet man einen Rest von Niveau!
      Ein Gelaber von der Qualität hätte mich bei SAT1 oder RTL nicht überrascht, aber in ARD und ZDF erwarte ich mehr.
      Vergeblich offensichtlich.

      Ich fand übrigens dass der Rösler dabei noch eine einigermaßen gute Figur machte, aber das war in Ermangelung eines Gegner keine große Kunst.
      Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
      Kutte Tucholsky
    • Zumindest vom öffentlichrechtlich bezahltem erwartet man einen Rest von Niveau!

      Genauso ist es. :top:

      Aber wie schon ein Kommentator bei Niggemeier anmerkte: seit Sabine Christiansen gibt es eigentlich nur noch sowas. Vielleicht nicht immer ganz so plump und offensichtlich, aber die Richtung ist doch klar.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Erfreulicherweise gibt es in den gebührenfinanzierten Programmen noch immer sehr viel an hervorragender Information, Dokumentation und auch an politischer sowie unpolitischer Diskussion.
      Aber dieser Lanz ist ja an prominenter Stelle beim ZDF und das geht doch nun gar nicht.
      Der soll weiter seine Kochshow machen und gut!
      Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
      Kutte Tucholsky
    • Original von wendland

      Zumindest vom öffentlichrechtlich bezahltem erwartet man einen Rest von Niveau!


      Ich habe es schlicht aufgegeben.

      Die einzige ansehbare Sendung ist die "Heute Show" mit Oliver Welke, die eine (für deutsche Verhältnisse) ganz passable Kopie des amerikanischen Originals ist.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Und die "Anstalt". Ottis Schlachthof, Mitternachtsspitzen, Deutscher Kleinkunstpreis, Pispers und Gäste... den Satiregipfel zähle ich nicht (mehr) zu dieser Reihe.

      Wobei ich sagen muß, daß mir bei der heute show das fortwährende Griechenland-Bashing ganz gehörig auf den Zeiger geht!

      Und was die politische Diskussion im öffentlich-rechtlichen Fernsehen betrifft, ist die meiner Ansicht nicht einmal mehr bei extrem niedrigen Blutdruck zu ertragen. Das ist nämlich systematische Volksverblödung und oft genug sogar hart an der Grenze zur Volksverhetzung. Egal, ob bei Jauch, Illner, Maischberger, Will, Plasberg - oder wie die Klofrauen [und -herren] der öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten (danke an Georg Schramm) auch immer heißen - und dann kommt ja noch der zweite Aufguß. Lanz versucht sich offenbar grad am dritten.

      Das war tatsächlich der Punkt, als ich[...] mich fragte, warum das ZDF sich nicht jeden Tag für diesen Mann und diese Talkshow rechtfertigen muss.

      Da kann man Stefan Niggemeier nur zustimmen.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

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    • Offensichtlich nicht - da scheint er aber nicht der einzige zu sein (ich wusste es auch nicht).

      Aber ändert das etwas an der Kernaussage des Artikels?

      Passt ebenfalls zum Umgang der Politik mit den vom NSU begangenen Morden:
      fixmbr.de/politisch-legitimierte-morde/
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

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    • "Man stelle sich vor, wie es einem Menschen zumute ist, der sich, ob freiwillig oder erzwungen, in einer Polizeidienststelle aufhält und dort eine Karikatur erblicken muss, die ihn selber auf rassistische Weise diffamiert."

      Hier kann man Herrn Jung nur zustimmen. Es wäre aber erfreulich gewesen, wenn der Verfasser auch die Reaktion des Münchner Polizeipräsidenten dem Leser zur Kenntnis gegeben hätte.

      "Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer wies seine Dienststellen inzwischen an, den Kalender nicht mehr aufzuhängen. Solche Karikaturen spiegelten einen Geist wider, der mit dem Selbstverständnis der Münchner Polizei nicht zu vereinbaren sei, sagte Schmidbauer dem Bayerischen Rundfunk."

      fr-online.de/politik/rassistis…der,1472596,11730004.html

      augsburger-allgemeine.de/panor…treit-aus-id19007876.html


      So aber entsteht der Eindruck, dass die Polizei solche Verhaltensweisen tolerieren würden.
    • "Mittlerweile hat sich die CDU Fraktion in Kassel dagegen ausgesprochen, dass die Holländer Straße nach Halit Yozgat benannt werden soll. Ein Umbenennungsverfahren provoziere auch Widersprüche und könne langwierig und unwürdig werden. In Kassel scheinen konservative Politiker den berechtigten Wunsch des Vaters von Halit Yozgat demnach nicht wichtig genug zu nehmen, um für dessen Erfüllung auch nur den geringsten bürokratischen Aufwand auf sich zu nehmen."

      Leider wird auch hier wieder die oberflächliche Behandlung dieses ernsten Themas von Herrn Jung deutlich. Es gibt nämlich sehr wohl durchaus gute Gründe, dem Wunsch des Vaters des ermordeten Herrn Yozgat nicht zu entsprechen.


      Es ist leider traurige Wahrheit, daß allein durch den nationalsozialistischen Terror mehr Menschen ermordet wurden, als es in Deutschland Straßen gibt.

      In der Holländischen Straße (eine Holländer Straße gibt es in Kassel nicht) befand sich zwischen 1940 und 1945 ein Zwangsarbeiterlager, in dem bis zu 2000 Menschen interniert waren.

      uni-kassel.de/fb1/KVilmar/manu…orschung/kassel_lager.htm

      389id.de/Personen/Christian%20…euhaus/Arbeitsdienste.htm

      helgevonhorn.de/publikationen/60jahre.pdf (insbesondere Seite 12)

      Vor diesem Hintergrund erscheint es für mich verständlich, wenn man die Straße nicht umbenennt. Was wollte man den Angehörigen der Zwangsarbeiter entgegnen, wenn diese ebenfalls den Wunsch nach einer Unbennenung vortragen würden?

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    • Es gibt nämlich sehr wohl durchaus gute Gründe, dem Wunsch des Vaters des ermordeten Herrn Yozgat nicht zu entsprechen.

      Und welche sind das?
      ___________________

      Die Kinder stammen fast ausschließlich aus Familien der Mittelschicht und gehobenen Mittelschicht. Die Zahl der alleinerziehenden Mütter und Väter ist, ebenso wie die der Familien mit Migrationshintergrund, minimal.

      Selbstbeschreibung des Röttgener Kindergartens Pusteblume auf der Homepage der Stadt Bonn - hier gefunden
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Ich krieg die Krise, wenn eingeführte und wohl bekannte Straßennamen geändert werden sollen. Man sollte nicht vergessen, dass auch im Zeitalter der Navis Straßennamen primär der Orientierung und erst in zweiter Linie der Sichtbarmachung von irgendwelchen Ansichten dienen. Es gibt genug Neubaugebiete, in denen man das tun kann, ohne die Leute zu verwirren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gjkts ()

    • Original von Orthogräfin
      Es gibt nämlich sehr wohl durchaus gute Gründe, dem Wunsch des Vaters des ermordeten Herrn Yozgat nicht zu entsprechen.


      Und welche sind das?
      ___________________


      Hier die Gründe noch einmal:

      1. Es ist leider traurige Wahrheit, daß allein durch den nationalsozialistischen Terror mehr Menschen ermordet wurden, als es in Deutschland Straßen gibt.

      2. In der Holländischen Straße (eine Holländer Straße gibt es in Kassel nicht) befand sich zwischen 1940 und 1945 ein Zwangsarbeiterlager, in dem bis zu 2000 Menschen interniert waren.

      uni-kassel.de/fb1/KVilmar/man...assel_lager.htm

      389id.de/Personen/Christian%2...eitsdienste.htm

      helgevonhorn.de/publikationen/60jahre.pdf (insbesondere Seite 12)

      Vor diesem Hintergrund erscheint es für mich verständlich, wenn man die Straße nicht umbenennt. Was wollte man den Angehörigen der Zwangsarbeiter entgegnen, wenn diese ebenfalls den Wunsch nach einer Unbennenung vortragen würden?
    • Ich bin durchaus nicht für eine Umbenennung dieser (oder einer anderen) Straße - vor allem aus dem Grund, den auch surfin anführt. Darüber hinaus habe ich bereits eine umfangreiche Umbenennungsaktion miterlebt, die immer noch nicht abgeschlossen ist - und Straßennamen wie "Straße der Waffenbrüderschaft" oder "Straße der Völkerfreundschaft" finde ich einfach nur albern - auch wenn damit in den 1970er Jahren Straßen im neu erbauten Stadtteil Grünau benannt wurden. Aber es gibt auch andere Beispiele - ich meine, es war Anfang der 80er Jahre, als die Manetstraße in Leipzig-Gohlis (Zentrum-Nord) in Trufanowstraße umbenannt wurde und die Manetstraße auf einmal im Stadtteil Zentrum-West zu finden war. Und solche Mätzchen waren keine Seltenheit. Als Kind sollte ich mal was zum Wilhelm-Liebknecht-Platz bringen und habe mich verlaufen, weil ich den nur als Lindenauer Markt kannte... ein weiteres Beispiel für die z.T. völlig widersinnige Umbenennungswut ist der scherzhafte Beiname einer Hauptverkehrsstraße von Leipzig - die heißt im Volksmund Adolf-Südknecht-Straße.

      Mir ist durchaus klar, daß die Holländische Straße in Kasel nicht alle Namen der dort ermordeten Menschen tragen kann - das ist ja logisch. Außerdem fände ich es traurig, wenn sich politische Ansichten ausschließlich in Straßennamen manifestierten. Allerdings verstehe ich nicht, warum die Verantwortlichen in Kassel das dann nicht genauso kommunizieren, sondern daß davon die Rede ist, daß "ein Umbenennungsverfahren auch Widersprüche provoziere und langwierig und unwürdig werden könne".

      Deshalb hatte ich andere Gründe vermutet und nachgefragt.
      ____________________________

      Was übrigens den Kindergarten in Bonn betrifft, habe ich mir einmal dessen Internetpräsenz angeschaut und festgestellt, daß der Text vor Fehlern nur so strotzt. Und ein Satz wie "Unsere Kinder können sich demnach frei und selbstbestimmt gemäß ihren momentanen Präferenzen in den verschiedenen Funktionsbereichen bewegen" würde mich eher davon abhalten, mein Kind dort betreuen zu lassen...
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Orthogräfin ()

    • Original von Rincewind
      Was man gehört haben sollte:
      br.de/radio/bayern2/sendungen/…regener_interview100.html

      Sven Regener (Element of Crime) und Autor der "Herr Lehmann"-Bücher über die kostenlos Kultur im Netz.


      Nachdem der alte Regener für seine Aussagen im Netz wie erwartet Dresche bezogen hat ist beim Freitag ein, wie ich finde, hervorragender Artikel zu der Thematik erschienen.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin