(Noch) mehr Druck auf Hartz-IV-Empfänger

    • Original von gasman

      Zum Thema "Studentenwohnraum": Es gibt doch keine gesetzliche Vorgabe, daß ein Student höchstens soundsoviel Wohnraum nutzen darf, oder?


      Nein gibt es nicht. Man muss es nur finanzieren können...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ein Studium ist unmenschlich? :D

      Ohh man, manche Ausbildungsvergütung ist besser, als das, was man später verdient. Ja sicher muss man eine Ausbildung machen, aber wer sich für ein Studium entscheidet, weiß, worauf er sich einlässt. Wenn man nach zig Jahren arbeitslos wird und einem so gut wie alles genommen wird, weiß man nicht mehr wo einem der Kopf steht. Und davor schützt auch ein Studium nicht.

      Nochmal, wer welche Ausbildung wählt, entscheidet dies nach freien Stücken, das trifft aber nicht auf jemanden zu, der arbeitslos wird. Dem wird erstmal jede Entscheidung abgenommen.

      Wenn Azubis oder Studenten nicht mehr zuhause wohnen, müssen sie wissen, worauf sie sich einlassen, das Geld fällt nicht vom Himmel und schonmal garnicht aus den Staatskassen.
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)
    • Mein Gott gasman, freilich nicht, aber es gibt Vorschriften, wann man Bafög bekommt und wann nicht. Ein bedürftiger Student kann sich vom Bafög halt auch keine 100qm-Wohnung leisten, und wenn er sich die leisten kann, kriegt er kein Bafög. Und jemand der sich eine 100qm-Wohnung leisten kann, bekommt kein Hartz IV, und wenn er Hartz IV bekommt, kann er sich halt so eine Wohung nicht leisten. Das kommt doch aufs selbe raus.

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    • Original von gasmanDie Begründung "Wir wollen sehen, ob Sie nicht unbefugt den stillgelegten Raum nutzen" reicht aber doch wohl nicht für ein regelmässiges Eindringen in die Mietwohnung.


      Das ist anscheinend keine Zwangsmassnahme vom Amt das Zimmer absperren zu lassen, sondern ein Angebot der Wohnungsgesellschaft um in der gegenwärtigen Wohnung innerhalb des Zulässigkeitsrahmens zu kommen, ansonsten muss man die Differenz der tatsächlichen Miete zu dem was das Amt trägt wohl selbst zahlen.


      Das wird dann öfter passieren. In Zukunft wird nicht die Tür abgeschlossen sondern eine Wand hochgezogen und schon können einstmals zu große und zu teure leerstehende Wohnungen wieder angeboten werden... Das nennt sich dann Rückbau...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • "Ja sicher muss man eine Ausbildung machen, aber wer sich für ein Studium entscheidet, weiß, worauf er sich einlässt. "

      Eben, und wer den Beruf des Malers oder Schreiners ergreift erfährt dann wohl auch die gerechte Strafe, dass er sich später die Krankenversicherung für seine Familie nicht leisten kann ?

      Ich kann mich gelinde gesagt nur wundern, was hier alles zu "Papier" gebracht wird.
    • Ja, diese Thesen sollte man mal beispielweise den 16, 17jährigen Azubis der Münchner Metzger-Schule nahebringen, die häufig aus den neuen Bundesländern nach München kommen, weil sie keine Lehrstelle gefunden haben, und die dann zum ersten Mal in einer Großstadt leben, plötzlich allein, mit Ausbildungs-Bafög und ein paar hundert Eumel Vergütung eine Wohnung bezahlen müssen und sich vielleicht auch was zum Essen kaufen. Oder eben auch Studis, die mal eben quer durch Deutschland verfrachtet werden, weil sie zu Hause weder Ausbildungs- noch Studienplatz bekommen haben.

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    • Ich will hoffen deine Frage war genauso wenig ernst gemeint wie meine Antwort, wonderland :baby:

      Ich kenne genug Leute, die gerne einen anderen Job machen würden, aber keinen anderen bekommen und nicht kündigen, weil es eine dreimonatige Arbeitslosengeldsperre nach sich zieht. Die Gründe, warum jemand einen Job nicht machen will, sind vielfältig, aber wenn jeder nach Gusto kündigen würde wie er lustig ist, hätten wir ein Problem mehr in der Staatskasse.

      Der Staat kann nicht für alles verantwortlich sein. Wenn jemand unverschuldet in eine Zwangslage kommt ist dasfür mich etwas anderes, tut mir ja leid, dass euch meine Meinung dazu nicht gefällt.
      Geht auf die Straße, geht wählen, gründet eine Partei oder sonst was.

      Eben, und wer den Beruf des Malers oder Schreiners ergreift erfährt dann wohl auch die gerechte Strafe, dass er sich später die Krankenversicherung für seine Familie nicht leisten kann ?


      Wie meinen Herr Steuerzahler?
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)
    • Doch, die Frage war ernstgemeint, überzeichnet, aber ernst gemeint. Wenn man die Zumutbarkeitskriterien an der Freiwilligkeit festmacht, muß man konsequenterweise auch Arbeitslose, die gekündigt haben, entsprechend behandeln.

      Damit habe ich nicht gesagt, daß jeder "nach Gusto" kündigt. Aber ich streite auch ab, daß jeder "nach Gusto" studiert oder eine Ausbildung macht.
    • Das ist doch ganz einfach.

      Fast jeder, der einen handwerklichen Beruf ergreift, wäre als Alleinverdiener nicht in der Lage, die Kosten der Krankenkasse für sich und seine Familie aufzubringen (damit meine ich die tatsächlichen Kosten pro Kopf). Warum sollten andere für dessen freiwillige Berufswahl (er wußte, auf was er sich einläßt) die Konsequenzen tragen.
    • Eben, somit ist diese Sperre auch berechtigt.

      Wenn noch was zum Thema kommt, könnt ihr ja Bescheid sagen.
      Die Diskussion hatten wir hier schonmal als es um Hartzler ging. Nachher gings dann doch wieder nur um Studenten und jetzt um Azubis.

      Ich bleibe dabei, das sind zwei verschiedene Schuhe.


      damit meine ich die tatsächlichen Kosten pro Kopf
      ?(

      Ich weiß immernoch nicht was Sie meinen, die Familie ist doch über den Arbeiter mitversichert.
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)
    • Eines an der ganzen Diskussion irritiert mich doch.
      Hier wird teilweise versucht Äpfel mit Birnen in einen Topf zu geben.

      Wenn ich studieren will, mache ich mich vorher über konsequenzen und Belastungen schlau. Ich fange auch nicht an ein Haus zu bauen und denke dann darüber nach, wie ich es bezahle. Wenn ich als Studi mir keine Bude oder WG leisten kann, muss ich im Hotel Mama oder Oma wohnen oder es sein lassen. Das gleiche gilt für mich für Arbeitnehmer, die freiwillig... d.h. ohne Grund ihren Job kündigen.
      Menschen die unverschuldet in Notlage kommen, sollen von unserem Sozialsystem aufgefangen werden... auch sie haben und müssen mit erheblichen Einschnitten rechnen... und wenn in meinem Lebensraum nur ne Wohnung mit Etagenklo da ist, muss ich mich damit abfinden...

      Damit will ich nicht den vielen Argumenten widersprechen, die aufgeführt wurden was an H4 richtig oder falsch ist.
      Aber der Vergleich mit den Studis ist hergeholt.
      "Ich gebe immer 100% bei der Arbeit:
      Montag: 20%, Dienstag: 14%, Mittwoch: 12%, Donnerstag: 24%, Freitag: 10%, Samstag: 16%, Sonntag: 4%


      <------ mit ohne Smilie
    • Original von dj-dyna

      Wenn ich studieren will, mache ich mich vorher über konsequenzen und Belastungen schlau. Ich fange auch nicht an ein Haus zu bauen und denke dann darüber nach, wie ich es bezahle. Wenn ich als Studi mir keine Bude oder WG leisten kann, muss ich im Hotel Mama oder Oma wohnen oder es sein lassen.


      Was ist wenn Hotel Mama über 100 Kilometer vom ersten möglichen Ausbildungs oder Studiumsplatz weg ist? Ist das dann Pech? Und mal ganz ehrlich wer mit 17-19 Hotel Mama verlässt weil er auswärts lernt oder studiert ist meist zuerst noch ziemlich blauäugig, weil schlicht die Erfahrung fehlt. Das mit einem Häuslebauer zu vergleichen hat was von Äpfel und Birnen.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von gasman
      Original von Traumtänzer
      ... Das mit einem Häuslebauer zu vergleichen hat was von Äpfel und Birnen.
      Aber Studenten und H4er sind gleichzustellen? 8o




      Wo mache ich das??? Ich habe nur gesagt das ich bei den gesetzlichen Wohraumgrenzen das Problem nicht sehe.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Da:

      Du beklagst dich bitter über Erniedrigung von Hartz 4 Empfängern und menschenunwürdige Zustände aber bei Studis ist das ein paar Jahre lang nicht so schlimm, komische Logik


      Da:
      Ich argumentiere nicht mit der schlimmen Situation von Studenten, ich wunder mich nur über verschobene Grenzen der Unmenschlichkeit.


      Und der passt nicht, aber der war schon wieder so gut, dass ich fast grinsen muss:
      Vor allem wenn alle Abiturienten auf den Ausbildungsmarkt strömen, wer leidet dann darunter?
      :zlücke:
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