Spiegel online - Auch nicht mehr das was es mal war.

    • Original von Rincewind
      Im Onlinejournalismus werden insbesondere zwei Wörter inflationär gebraucht. "Sogenannt" und "angeblich", beides oft hilflose und ungelenk wirkende Abgrenzungsversuche von der Story. SpOn schafft es bei "sogenannt" eine neue Stilblüte zu finden.


      Ich ergänze um "soll" und "demnach".
      spiegel.de/sport/sonst/rassism…t-in-dujour-a-967358.html

      Über Schwarze soll Sterling demnach zu Stiviano gesagt haben: "Du kannst mit ihnen schlafen, du kannst machen, was du willst. Ich bitte dich nur, das nicht zur Schau zu stellen und sie nicht mit zu meinen Spielen zu bringen."


      Es gibt a) einen problemlos verständlichen Mitschnitt des Gespräches und b) beide Personen haben bereits bestätigt, dass die Aufnahmen echt sind und sie die zu Hörenden sind.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • spiegel.de/wirtschaft/soziales…lle-genutzt-a-967478.html
      Überschrift:
      Neues Buch: Anwälte nutzen Hartz-IV-Klagen als lukrative Geldquelle

      Unterüberschrift.
      Ein neues Buch deckt auf, dass die Bundesagentur für Arbeit 2012 fast 40 Millionen Euro für Honorare der Anwälte von Hilfsempfängern ausgegeben hat

      Wenn man dann den Text liest steht da:
      wenn sie gewinnen, zahlt das Jobcenter ihr Honorar, verlieren sie, zahlt die Justizkasse.

      Wenn sauber gearbeitet wurde, lässt das doch nur den Schluss zu, dass die 40 Mio. nur für die Fälle sind, in denen die Rechtsanwälte gewonnen haben. Daran kann ich nichts verwerfliches sehen. Auch wenn es z.T. nur um geringe Beträge gehen soll.

      Ich bin bestimmt kein Freund der Rechtsanwälte und will auch nicht ausschließen, dass tatsächlich viele ihre Kanzlei aus HartzIV-Mandanten finanzieren. Aber der Artikel stützt diese Thesen nur unzureichend, bzw. lässt die Verwerflichkeit vermissen.
    • Ein neues Buch deckt auf, dass die Bundesagentur für Arbeit 2012 fast 40 Millionen Euro für Honorare der Anwälte von Hilfsempfängern ausgegeben hat.

      Sehe ich das richtig, daß diese Kosten von 40 Millionen Euro vermeidbar gewesen wäre, wenn die Bundesagentur für Arbeit es schaffen würde, Bescheide zu erstellen, die den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Original von Orthogräfin
      Ein neues Buch deckt auf, dass die Bundesagentur für Arbeit 2012 fast 40 Millionen Euro für Honorare der Anwälte von Hilfsempfängern ausgegeben hat.

      Sehe ich das richtig, daß diese Kosten von 40 Millionen Euro vermeidbar gewesen wäre, wenn die Bundesagentur für Arbeit es schaffen würde, Bescheide zu erstellen, die den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen?


      Nicht zwingend.

      An dem Vorwurf im Artikel ist schon etwas dran.

      Zum einen findest du als Anwalt mit der richtigen Akquise in deiner "Zielgruppe" viele potenzielle Mandanten, die exakt das gleiche Problem haben. Du machst als einmal einen Schriftsatz fertig und der Rest ist ne vernünftig eingerichtete Serienbrieffunktion bei Word. Ein Mandant mag da eigentlich nur "Kleinvieh" sein und die Bearbeitung des Falles wäre bei den Gebühren schlicht nicht wirtschaftlich, wenn sie das sammelt macht "Kleinvieh" eben auch Mist...
      Zum anderen gibt es für den Hartz4 Empfänger in der regel kein Prozesskostenrisiko und der Anwalt bekommt mit Sicherheit sein Geld aus der Staatskasse. Gerichtskosten werden von H4 Empfängern nicht erhoben und für den Rest gibt es, durch die schwere Rechtsmaterie, regelmäßig Beratungs- und Prozesskostenhilfe. Durch das fehlende Risiko wird teilweise wirklich aus Prinzip auf Peanuts geklagt...

      Verwerflich ist das aber nicht unbedingt...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • @Orthogräfin: Das ist ja der Punkt, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob der Artikel konsquent durchgehalten ist. So wie es da steht, hast Du Recht. Die Frage ist dann allerdings, wem man den Vorwurf machen muss. Natürlich zunächst prima facie der BA.

      Wenn das Rechtsgebiet aber so unübersichtlich ist und so häufig geändert wird, sollte man vielleicht mal unsere glorreichen Abgeordneten fragen....

      Ich bin mir aber nicht sicher, ob die hier bei den 40 Mio nicht doch den Betrag mit reingerechnet haben, der auf die abgewiesenen Fälle entfällt, die via PKH letztlich auch wieder vom Steuerzahler getragen werden.

      Original von Rincewind
      Verwerflich ist das aber nicht unbedingt...

      Das ist ja das, was ich auch meinte.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von surfin ()

    • Original von gasman
      Das schliesst ja die PKH für die Fälle aus, bei denen die BfA gewonnen hat?

      Das ist ja der Punkt, bei dem ich mir nicht sicher bin, wie sauber die Darstellung ist. Gerade weil es im Artikel sonst eher um den Missbrauch durch die Rechtsanwälte geht, wäre die Summe passender, die über PKH wegen abgewiesener Klagen bezahlt wird.
    • Original von surfin
      Original von gasman
      Das schliesst ja die PKH für die Fälle aus, bei denen die BfA gewonnen hat?

      Das ist ja der Punkt, bei dem ich mir nicht sicher bin, wie sauber die Darstellung ist. Gerade weil es im Artikel sonst eher um den Missbrauch durch die Rechtsanwälte geht, wäre die Summe passender, die über PKH wegen abgewiesener Klagen bezahlt wird.


      Ich würde das auch so sehen wie ihr. Die Darstellung ist unsauber oder anders ausgedrückt, die Argumentation ist nicht geeignet um die aufgestellte These zu belegen.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von surfin
      spiegel.de/politik/ausland/nor…-sanktionen-a-969806.html

      Überschrift.
      Satellitenbilder: Nordkorea baut zwei neue Hubschrauberträger

      Selbst als Landratte hatte ich so meine Zweifel, ob das Photo wirklich ein Hubschrauberträger ist oder nur ein Kampfschiff mit einem Hubschrauber. Und siehe da im Text:
      Bis zur Inbetriebnahme der beiden Fregatten


      Ich würde noch weiter gehen und fragen, ob das überhaupt einen festen Hubschrauber hat, sondern lediglich eine Landeplattform bietet. Ein Hubschrauberträger ist das aber mit absoluter Sicherheit nicht...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels wurden die Neubauten als Hubschrauberträger bezeichnet - es handelt sich jedoch um Fregatten mit einem Landeplatz für Helikopter. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.
      Irgendwo ganz klein steht oben aber noch was vom "Hubschrauberträger".

      edit: hier steht's noch als Titel.

      2. edit: steht da plötzlich auch nicht mehr.

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    • spiegel.de/netzwelt/web/netfli…dieses-jahr-a-970644.html

      Neben deutschen Diensten wie Maxdome und Watchever bietet der Online-Händler Amazon mit Prime Instant Video Video-Streaming an.



      Wikipedia:
      Watchever (Eigenschreibweise WATCHEVER) ist das Video-on-Demand-Angebot der Vivendi SA, dem größten französischen Medienkonzern, mit Sitz in Berlin.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Rincewind
      spiegel.de/netzwelt/web/netfli…dieses-jahr-a-970644.html

      Neben deutschen Diensten wie Maxdome und Watchever bietet der Online-Händler Amazon mit Prime Instant Video Video-Streaming an.



      Wikipedia:
      Watchever (Eigenschreibweise WATCHEVER) ist das Video-on-Demand-Angebot der Vivendi SA, dem größten französischen Medienkonzern, mit Sitz in Berlin.


      Ist das nicht etwas krümelkackerisch? Die Watchever GmbH ist ein deutsches und rein rechtlich gesehen eigenständiges Unternehmen, dessen Angebote plattformübergeifend auch nur hier genutzt werden können - wenn auch Tochtergesellschaft eines ausländischen Konzerns, der letztendlich die Gewinne einstreicht. Von daher würde ich schon sagen, dass die Spiegel-Aussage stimmt...

      Mit besten Grüßen. :]

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    • Original von surfin
      Dann hätten sie Amazon aber auch gleich nennen können, da kommt vor der s.a.r.l. nämlich auch noch eine GmbH.


      Nun ja, darum geht es mir gar nicht: Amazon ist weltweit tätig, Watchever hingegen nicht... Watchever ist und bleibt unter dem Namen ein deutsches Unternehmen, oder?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von McGuffin ()

    • Original von surfin
      Nein. Ein in Deutschland tätiges Unternehmen mit deutscher Rechtsform, das einem ausländischem Unternehmen gehört. Trifft auf beide zu.


      Also ist per se Rincewinds Behauptung übertrieben, dass die Spiegel-Aussage falsch sei, oder? Ich finde nur, man kann auch übertreiben, so lang man lange genug nach irgendwelchen vermeintlichen Fehlern sucht...

      Als Ergänzung: Amazon ist weltweit tätig, watchever nur hierzulande...

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