Spiegel online - Auch nicht mehr das was es mal war.

    • Ich lache einfach, ein stetig sinkendes Niveau des SPON verursacht bei mir keine Verlustschmerzen, weil andere Informationsquellen im I-Net sich diesem Trend nicht anschließen und meinen Informationshunger zufriedenstellend stillen.
      Wenn es langweilig wird und mir ist nach Amüsement, schaue ich noch mal bei Spiegel online vorbei, genau so wie ich im Dienst nach dem Tagesspiegel gerne noch mal die Bildzeitung lese! :D
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher
    • Ich liebe sprachliche Spitzfindigkeiten...

      spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,478500,00.html

      Und die Globalisierungsgegner aus dem linken Spektrum sind entsetzt ob solcher Aussagen: "No way! Neonazis und Rechtsextremisten haben bei uns nichts zu suchen", empört sich Frauke Distelrath von attac. "Wir haben ganz andere Ziele als die: Wir sind nicht gegen Globalisierung sondern wollen eine andere Globalisierung."
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Rechenkünstler?

      Im [URL=http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,479242,00.html]letzten Absatz dieses Artikels[/URL] heißt es
      Die etwa 750 Unternehmen haben nach eigenen Angaben rund 46.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, darunter mehr als 12.000 Voll- und Teilzeitarbeitsplätze,...
      Was sind denn die restlichen 34 000 neuen Arbeitsplätze, wenn sie weder Voll- noch Teilzeitarbeitsplätze sind?
    • Gute Frage - es handelt sich ja "nur" um fast zwei Drittel der angeblich geschaffenen Stellen (für die vermutlich auch noch reichlich Fördergelder geflossen sind). Bei diesem Absatz des Artikels bleibt einem aber dann endgültig die Spucke weg:

      SPD und Gewerkschaften monieren, die Arbeitsbedingungen vieler Beschäftigter bei den neuen Briefdienstleistern seien katastrophal. Häufig seien sie wegen Dumpinglöhnen auf Zusatzleistungen wie das aus Steuergeldern finanzierte Arbeitslosengeld II angewiesen.


      Wirklich super. Und wozu das ganze? Damit sich die privaten Dienstleister an Steuergeldern gesundstoßen können? Da kann ein Wettbewerber doch gar keine Löhne zahlen, von denen ein Arbeitnehmer menschenwürdig überleben kann - selbst wenn er wollte!

      Warum dürfen Arbeitgeber staatliche Lohnersatzleistungen (und dazu zählt ergänzendes Hartz Fear!) als Teil eines Lohnes kalkulieren, den sie nicht selbst zahlen müssen?!
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Original von gasman
      Was sind denn die restlichen 34 000 neuen Arbeitsplätze, wenn sie weder Voll- noch Teilzeitarbeitsplätze sind?



      Ich nehme mal an das dürften geringfügige 400€ Jobs und ähnliches sein. Das geht ja nicht unter Teilzeitarbeit durch. Der Niedriglohnsektor den Zumwinkel kurz vorher erwähnte, als ob sein Unternehmen besser wäre...


      Wirklich super. Und wozu das ganze? Damit sich die privaten Dienstleister an Steuergeldern gesundstoßen können? Da kann ein Wettbewerber doch gar keine Löhne zahlen, von denen ein Arbeitnehmer menschenwürdig überleben kann - selbst wenn er wollte!


      Tja Geiz ist geil. Machen wir uns eine Sache nicht vor. Der Post gehts gut, sie hat sich auch Dank Monopol zum Global Player entwickelt. Kommt es aber nun zur endgültigen Liberalisierung wird das erst richtig Böse, an der Logistik kann man kaum sparen, aber an den Löhnen. Und mal ganz ehrlich, ich möchte meine Post nicht von schlecht bezahlten überforderten Aushilfen von einem halben Dutzend verschiedener Unternehmen bekommen. Es reicht schon wenn der DHL Express Bote mal ein Amazon Paket als "Adresse unbekannt" zurückgehen lässt... Die Post ist zwar eine der letzten Servicewüsten, aber sie sind immerhin vor Ort.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Rincewind
      ... an der Logistik kann man kaum sparen, aber an den Löhnen...

      Genauso ist es. Leider.

      Allerdings sehe ich angesichts einer solchen Lohn- und Personalpolitik der Unternehmer keine Veranlassung für den Staat, auch noch einen Teil der Lohnkosten zu übernehmen. Es läge doch auch im Interesse des Staates, endlich Mindestlöhne durchzusetzen?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Themenwechsel:
      Ich sollte wirklich aufhören Filmkritiken bei SpOn zu lesen.

      spiegel.de/kultur/kino/0,1518,479126,00.html

      "Leben!", die Chronik einer um ihre Existenz kämpfenden Familie, wurde von der staatlichen Zensur in China nicht freigeben. Es war Zhang Yimous letzter Film, der sich mit der Wirklichkeit abmühte. Mit "Hero" wechselte er ganz ins Reich der Märchen; fortan hatte man ihn im Verdacht, sich mit der chinesischen Filmindustrie und ihren Scheren arrangiert zu haben.[...] Von nun an zieht Zhang Yimou aus ins rein Pompöse und lässt seine Filme mit seinen Schwertkämpfern endgültig die Bodenhaftung verlieren. Auch in "Der Fluch der goldenen Blume" wird mit atemberaubender Artistik gekämpft, zerstückelt und gestorben.


      Ja, Zhang Yimou hat zwischen "Hero" und dem "Fluch der goldenen Blume" mit "House of Flying Daggers" noch einen Martial Arts Film gedreht. Ist er aber komplett ins Reich der "Märchen" gewechselt??? Ein Märchen von Spiegel Online.
      Sein zuletzt gedrehter Film "Riding alone for thousends of miles" ist weit von dem im Artikel angedichteten Klischee entfernt. Er ist eher unbekannt und man muss ihn nicht kennen, sich grundlegend informieren eh man einen Artikel schreibt kann trotzdem nicht schaden....

      Der Film, den Zhang Yimou produzierte, am Drehbuch mitschrieb und er Regie führte erzählt die Geschichte eines japanischen Vaters der sich mit seinem Sohn überworfen hat. Als der Sohn im schwer erkrankt liegt will der Vater sein Werk vollenden und in China eine Aufführung eines chinesischen Opernspielers filmen, der aber im Gefängnis sitzt...

      [google]6360222214606006314[/google]

      Gibt es übrigens auch in deutsch:
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Orthogräfin
      Es läge doch auch im Interesse des Staates, endlich Mindestlöhne durchzusetzen?


      Klar, da gibt es dann nur ein Problem. Die werden dann die Kunden bezahlen müssen. Wir haben in vielen Bereichen einen derart etablierten Niedriglohnsektor, klassischer Bereich z.B. das Frisörhandwerk, wo die Preise garantiert deutlich steigen würden. Wenn die Leute dann selbst zum Topf und dem Rasierer greifen (Mütter können grausam sein) kann der Schuß massiv nach hinten losgehen...

      Ein staatlicher Mindestlohn kann bedeuten das dann alle am Ende effektiv weniger in der Tasche haben da sie öfter tiefer reingreifen müssen...
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      Benjamin Franklin
    • Fabian, der Schuß bei der Privatisierung der Post wird garantiert nach hinten losgehen. Nicht nur wegen der weiteren Verlagerung von tausenden Jobs in den Niedriglohnsektor (wodurch der Staat übrigens erhebliche Steuerausfälle wird hinnehmen müssen), aber die Zustellung der Briefpost vor alem in ländlichen Gegenden ist für jeden privaten Unternehmer unattraktiv und bleibt dann wieder am Gelben Riesen hängen. Und der schließt ja bekanntlich schon heute Filialen oder montiert Briefkästen ab. Nur kann er dann das Verlustgeschäft auf dem Land nicht mehr mit den Gewinnen in den Städten kompensieren. Ergebnis: die Post muß vom Staat subventioniert werden oder geht pleite. Und wer bringt dann auf dem Land die Post? Und zu welchem Preis?

      Was die Mindestlöhne betrifft: du schreibst, daß die dann die Kunden bezahlen müssen. Tun sie das denn nicht auch (als Steuerzahler) in Form des ergänzenden Hartz 4, wenn die Arbeitgeber keine Mindestlöhne zahlen?

      Ich bin der Ansicht, daß die Post (genau wie die Bahn oder der ÖPNV) eine Grundversorgung dastellt, die der Staat zu leisten hat - auch und gerade dann, wenn man damit keine Gewinne erwirtschaften kann. Aber auch hier werden (mal wieder) Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert. Warum forciert der Staat das auch noch, wenn er dadurch nur Nachteile hat?

      Was hat denn die Privatisierung des Energiemarktes oder der Bahn gebracht? Sind die Preise gesunken oder wurde der Service verbessert? Was bei der Privatisierung der Bahn möglich ist, kann man sich übrigens sehr drastisch in Großbritannien anschauen...

      Ich kann es nicht besser ausdrücken als ein User bei SpOn:
      Ich bin dieses Gesülze von selbstherrlichen Wirtschaftsheinis satt. Als Postunternehmen muss man kein Global Player sein. Das kann ich mir leisten, wenn ich meine Arbeit zuhause gut mache - aber nicht wenn ich einen Laden voller Flinzpiepen in der Führungsetage hab. Grausig, das... (Quelle)

      _____________________

      Vielleicht wäre es gut, das Thema einen eigenen Thread zu verschieben, denn mit SpOn hat es ja weniger zu tun...
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      Charles Dickens

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    • Ich bin der Ansicht, daß die Post (genau wie die Bahn oder der ÖPNV) eine Grundversorgung dastellt, die der Staat zu leisten hat - auch und gerade dann, wenn man damit keine Gewinne erwirtschaften kann. Aber auch hier werden (mal wieder) Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert. Warum forciert der Staat das auch noch, wenn er dadurch nur Nachteile hat?


      Gerade beim Moloch Bahn gibt es bei mir massiven Widerstand. Der Konzern gehört Privatisiert mit allen Konsequenzen. Der Fehler der Briten war nur das man der Bahn auch das Schienennetz gegeben hat. Das muss imho beim Bund bleiben und zu gleichen Konditionen an alle Betreiber vermietet werden.
      Gerade die Bahn beweist was mit etwas Wettbewerb möglich ist.
      Ich komme aus einem Kaff mit kleinem Bahnhof. Da fuhr die Bahn mit einem ihrer normalen kleineren Regionalzüge alle 2 Stunden nach Schwerin. Der letzte Zug fuhr um 17 Uhr. Die Strecke hat sich nicht gelohnt und die Bahn hat sie stillgelegt. Heute fährt da die Connex Gruppe. Die Züge sind kleiner geworden, fahren nun stündlich bis 21 Uhr, haben Zugbegleiter und Service und scheinen sich zu rechnen... Die andere Strecke die da anliegt wird nun von der ODEG befahren und da sieht es genauso aus.
      Und im Fernverkehr klappt es auch. Das beweist der Interconnex. Wesentlich günstiger als die Bahn und ein Superservice an Board. Ich hoffe der fährt ab Sommer wieder normal bis Rostock. Momentan ist in der Woche wegen Bauarbeiten schon in Berlin Schluss.
      Wer in der Politik der Bahn das Schienennetz zuschanzen will begeht eine der größten Idiotien die man sich vorstellen kann. Wettbewerb auf der Schiene funktioniert aber, selbst jetzt schon wo die Bahn die Bedingungen bestimmt und die kleinen benachteiligt.
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      Benjamin Franklin
    • Original von Rincewind
      Der Konzern gehört Privatisiert mit allen Konsequenzen.

      Heißt "Privatisierung mit allen Konsequenzen" etwa, daß der Staat einen Teil der Hohnkosten übernehmen muß?

      Und im Fernverkehr klappt es auch. Das beweist der Interconnex.

      Hat nicht gerade die Connex-Gruppe auf der Strecke Leipzig-Warnemünde etliche Haltepunkte gestrichen, weil es sich nicht gerechnet hat? Privatisierung mit allen Konsequenzen heißt nicht Zerstörung der Infrastruktur!

      Wettbewerb auf der Schiene funktioniert aber, selbst jetzt schon wo die Bahn die Bedingungen bestimmt und die kleinen benachteiligt.

      Und was passiert, wenn auch hier mit allen Konsequenzen privatisiert wird?

      Schade übrigens, daß du auf die anderen Argumente nicht eingehst.
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      Charles Dickens

    • Heißt "Privatisierung mit allen Konsequenzen" etwa, daß der Staat einen Teil der Lohnkosten übernehmen muß?


      Das macht er schon immer... In Deutschland wird der Nahverkehr jedes Jahr mit Milliarden bezuschusst. Warum soll die Bahn die einzige sein die staatliche Subventionen kassieren darf? Da kann der Staat sparen wenn sich um das Betreiben der Strecken auch andere bewerben. Die Bahn trägt lediglich im Fernverkehr das volle Risiko.


      Und was passiert, wenn auch hier mit allen Konsequenzen privatisiert wird?


      Nix. Was soll passieren?

      Hat nicht gerade die Connex-Gruppe auf der Strecke Leipzig-Warnemünde etliche Haltepunkte gestrichen, weil es sich nicht gerechnet hat? Privatisierung mit allen Konsequenzen heißt nicht Zerstörung der Infrastruktur!


      Zumindest 2002 durfte die Connexgruppe pro Anfahrt eines Bahnhofs 50€ an die Bahn abdrücken. Wenn dann an einem Haltepunkt regelmäßig nur 1-2 Leute zustiegen war die Konsequenz irgendwann klar. Übrigens nicht der Connex zertört die Infrastruktur. Das schafft unser Staatsunternehmen seit Jahren selbst. Erst durch die Zerschlagung des InterRegionetzes war die Lücke da in der nun der Connex fährt. Und der Connex kostet die Hälfte dessen was die Bahn kassiert, da steig ich dann gerne noch mal um und fahr den Rest via Bummelzug.

      Schade übrigens, daß du auf die anderen Argumente nicht eingehst.


      Du auch nicht. Wie schon gesagt, kleineren lokalen Betreibern gelingt es offenbar Strecken zu Betreiben welche die Bahn schon vor Jahren als unwirtschaftlich geschlossen hat.
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      Benjamin Franklin
    • Heißt "Privatisierung mit allen Konsequenzen" etwa, daß der Staat einen Teil der Lohnkosten übernehmen muß?
      Das macht er schon immer... In Deutschland wird der Nahverkehr jedes Jahr mit Milliarden bezuschusst. Warum soll die Bahn die einzige sein die staatliche Subventionen kassieren darf?
      Das meinte ich mit staatlicher Grundversorgung. Der Staatsbetrieb Bundesbahn war verpflichtet, auch unwirtschaftliche Strecken zu betreiben. Eine private Unternehmung muß dagegen zumindest kostendeckend arbeiten, wenn nicht sogar Gewinn einfahren.

      Warum muß der Staat den Gewinn privater Unternehmungen finanzieren, die ihren Arbeitnehmern einen Hungerlohn zahlen, der nicht zum Überleben reicht? Ist das etwa Wettbewerb?

      Original von Rincewind
      Zumindest 2002 durfte die Connexgruppe pro Anfahrt eines Bahnhofs 50€ an die Bahn abdrücken. Wenn dann an einem Haltepunkt regelmäßig nur 1-2 Leute zustiegen war die Konsequenz irgendwann klar.

      Wenn die Bahn Mitbewerbern die Infrastruktur zur Verfügung stellen muß, dann ist es doch legitim, dafür Gebühren zu verlangen?

      Übrigens nicht der Connex zertört die Infrastruktur. Das schafft unser Staatsunternehmen seit Jahren selbst. Erst durch die Zerschlagung des InterRegionetzes war die Lücke da in der nun der Connex fährt.
      Und der Connex kostet die Hälfte dessen was die Bahn kassiert, da steig ich dann gerne noch mal um und fahr den Rest via Bummelzug.

      Die (Bundes)Bahn gab damals an, daß die Interregios Verluste einfahren würde. Die rentablen IR-Strecken wurde in teurere IC- und ICE-Strecken umgewandelt, andere IRs eingestellt. Regionale Verkehrsverbünde mußten von Ländern und Gemeinden und nicht mehr vom Bund finanziert werden.

      Wie schon gesagt, kleineren lokalen Betreibern gelingt es offenbar Strecken zu Betreiben welche die Bahn schon vor Jahren als unwirtschaftlich geschlossen hat.

      Auch hier sollte man die Subventionen nicht vergessen...
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      Charles Dickens

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    • Warum muß der Staat den Gewinn privater Unternehmungen finanzieren, die ihren Arbeitnehmern einen Hungerlohn zahlen, der nicht zum Überleben reicht? Ist das etwa Wettbewerb?


      Das scheint dein Hauptargument zu sein. Wie kommst du den darauf das es so ist? Was spricht den gegen Wettbewerb wenn die Mitarbeiter fair bezahlt werden?


      Wenn die Bahn Mitbewerbern die Infrastruktur zur Verfügung stellen muß, dann ist es doch legitim, dafür Gebühren zu verlangen?


      Wer hat die Infrastruktur den Bezahlt/Erwirtschaftet? Die Bahn etwa? Deswegen sage ich ja. Das Schienennetz und die Bahnhöfe in staatliche Hand und die Bahn einfach dem Wettbewerb aussetzen. zu den gleichen Bedinungen wie die neue Konkurrenz. Es ist doch kein Geheimnis das die Bahn diese Infrastruktur momentan runterwirtschaftet. Der Zustand des Schienennetzes ist teilweise erbärmlich...


      Die (Bundes)Bahn gab damals an, daß die Interregios Verluste einfahren würde. Die rentablen IR-Strecken wurde in teurere IC- und ICE-Strecken umgewandelt, andere IRs eingestellt. Regionale Verkehrsverbünde mußten von Ländern und Gemeinden und nicht mehr vom Bund finanziert werden.


      Das ist der Punkt. Die "rentablen" Strecken hat man zusätzlich verteuert, die zumindest für den Moloch Bahn unwirtschaftlichen durch die "Degradierung" von den Ländern gegenfinanzieren lassen. Ganz toll...


      Auch hier sollte man die Subventionen nicht vergessen...


      Welche die Bahn auch kassiert hat und trotzdem irgendwann abgewunken hat...
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      Benjamin Franklin
    • Original von Rincewind
      Warum muß der Staat den Gewinn privater Unternehmungen finanzieren, die ihren Arbeitnehmern einen Hungerlohn zahlen, der nicht zum Überleben reicht? Ist das etwa Wettbewerb?
      Das scheint dein Hauptargument zu sein. Wie kommst du den darauf das es so ist? Was spricht den gegen Wettbewerb wenn die Mitarbeiter fair bezahlt werden?

      Ja, das ist eines meiner Hauptargumente. Ich verweise auf den Beginn der Diskussion - da ging es zunächst mal um den Wegfall des Briefmonopols und die Kritik an den miserablen Arbeitsbedingungen bei einigen Arbeitgebern. Gegen einen fairen Wettbewerb habe ich keine Einwände, warum sollte ich?

      Wer hat die Infrastruktur den Bezahlt/Erwirtschaftet? Die Bahn etwa? Deswegen sage ich ja. Das Schienennetz und die Bahnhöfe in staatliche Hand und die Bahn einfach dem Wettbewerb aussetzen. zu den gleichen Bedinungen wie die neue Konkurrenz. Es ist doch kein Geheimnis das die Bahn diese Infrastruktur momentan runterwirtschaftet. Der Zustand des Schienennetzes ist teilweise erbärmlich...

      Und das wird durch die Privatisierung besser?!

      Gerade heute hat Telepolis einen sehr lesenswerten Artikel mit ebenfalls sehr interessanten Links zu diesem Thema veröffentlicht: Entgleiste Subventionen.

      Dort ist unter anderem eine Kritik am PRIMON-Gutachten verlinkt, die deutlich zeigt, welche Richtung die Bahn nehmen soll, wer da am Steuer sitzt und wer letztendlich die Fahrkarte bezahlt. Ich habe mich beim Lesen gefragt, ob ich im falschen Film bin: Warum verkauft - oder besser gesagt: verschleudert die Bundesrepublik Deutschland (ohne Not! Die EU zwingt im Gegensatz zum Briefmonopol hier nicht zu einer Privatisierung!) ihr Eigentum, noch dazu zu einem fast marginalen Teil des tatsächlichen Wertes? Wo sind die Vorteile für Bund und Länder sowie Personal und Fahrgäste (die ja auch Steuerzahler sind)?!
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    • Ja, das ist eines meiner Hauptargumente. Ich verweise auf den Beginn der Diskussion - da ging es zunächst mal um den Wegfall des Briefmonopols und die Kritik an den miserablen Arbeitsbedingungen bei einigen Arbeitgebern. Gegen einen fairen Wettbewerb habe ich keine Einwände, warum sollte ich?


      Ich dachte wir wären mittlerweile bei der Bahn angekommen? Du kannst zwar 400€ Kräfte Briefe verteilen lassen, aber keinen Zug führen...

      Dort ist unter anderem eine Kritik am PRIMON-Gutachten verlinkt, die deutlich zeigt, welche Richtung die Bahn nehmen soll,


      Sorry aber das habe ich mir jetzt mal nicht durchgelesen. Mir sind die politischen Ansichten des Schreibers zu weit links.


      Gerade heute hat Telepolis einen sehr lesenswerten Artikel mit ebenfalls sehr interessanten Links zu diesem Thema veröffentlicht: Entgleiste Subventionen.


      Worum gehts in dem Artikel? Um eine Kritik an der Privatisierung bei der man der Bahn das Netz und die Bahnhöfe überlässt. Liest du bitte nochmal was ich davon halte?
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    • Wenn schon Boulevard dann richtig...

      spiegel.de/panorama/leute/0,1518,480144,00.html

      Amelle Berrebah gehört seit zwei Jahren zum Poptrio "Sugababes".


      Amelle Berrebah (li.)


      Demnach attackierte Berrebah




      Die heißt Berrabah. :D


      Das Kürzel pad dürfte für Patricia Dreyer stehen.

      taz.de/blogs/bildschirmtext/20…/die-achse-spiegel-bild-2
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Rincewind
      Wenn wir gerade bei dem Thema sind. Folgender Artikel stammt nicht von irgendeinem Gastschreiber sondern vom Chef des Berliner Büros des Spiegels und Leiter des Ressorts Politik bei SpOn:
      spiegel.de/politik/debatte/0,1518,474554,00.html
      Das Problem ist das der Typ das anscheinend ernst meint...


      Der Malzahn, ja genau der eine Re-education der Deutschen wünscht hat wieder zugeschlagen. Er schrieb einen Artikel über einen neuen Film der das Schicksal eines anscheinend in Guantanamo totgeprügelten afghanischen Taxifahrers.
      spiegel.de/kultur/kino/0,1518,480502,00.html
      Und Mahlzahn kann tatsächlich im ersten 3/4 seines Artikels Gift und Galle zurückhalten. Aber im letzten Viertel legt er dafür richtig los...


      Bevor aber das alte Europa angesichts solcher Bilder wieder in antiamerikanischen Jubel ausbricht, muss man den Unterschied zwischen europäischer Denunziation und amerikanischer Aufklärung betonen. Diese schwere filmische Attacke auf die US-Administration geht von Amerikanern aus, die sich um ihr Land Sorgen machen. Ihnen droht keineswegs das Schicksal einer Anna Politkowskaja, auch nicht das eines Dietrich Bonhoeffer.


      Ein Kommentar wie dieser macht mich sprachlos...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
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