Nicht schießen - ich bin kein Brasilianer!

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    • Original von Orthogräfin
      Die fahren eine Viertelstunde mit dem Bus, das Opfer telefoniert sogar noch und erklärt, daß er sich verspäten wird, und die Fahnder greifen nicht zu? Was wäre gewesen, wenn der mutmaßliche Terrorist den Bus in die Luft gejagt hätte?!



      Pech. Das ist es ja eben. Es wird nicht jeder Verdächtige per se erschossen. Die Gewissheit einen Attentäter vor sich zu haben hatten die Beamten doch erst als er die Beine in die Hand nahm. Warum sie ihn nicht vor dem Bus abgefangen haben? Vielleicht waren sie nicht dicht genug? Warten wir auf den Untersuchungsbericht.

      Mit einem abgelaufenen Visum ist die Sache doch deutlicher. Er hat die Polizei bemerkt und ist vor ihr geflohen. Das Resultat ist bekannt.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Was ich meinte, ist folgendes: einer der Terroranschläge Anfang Juli betraf einen Bus. Warum wurde der mutmaßliche Attentäter nicht schon in dem Bus unschädlich gemacht?

      Wußte er da überhaupt schon, daß die Zivilfahnder hinter ihm her waren? Und was haben die von den Telefonaten mitbekommen? :hmm:
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Wenn die Beamten es geschafft haben im selben Bus mitzufahren, können sie ja nicht weit weg gewesen sein.
      Und wenn das Männer aus einer Spezialeinheit waren, sollten die doch im Stande sein, sich ihm innerhalb von 15 Minuten zu nähern und zu überwältigen - meinetwegen beim aussteigen.
      Ich bin immer mehr der Meinung, dass dort jemandem die Nerven durchgingen.

      So ist es Gräfin. Logischerweise hätten die den Mann doch schon vor dem Einsteigen in den Bus anrufen müssen.

      PS. Die Sache mit dem Visum wird von den Angehörigen dementiert.
    • Liebe Gräfin,
      er war ein Terrorverdächtiger. Die hätten nie im Leben in einem vollbesetzten Bus einen halbwegs sicheren Zugriff hin bekommen. Das hätte bei einem kommentarlosen erschießen umstehende Opfer erfordert und einem Selbstmordattentäter muss man nicht unbedingt in einem vollem Bus sagen das er ertappt ist. Sie mussten warten bis er den Bus verlassen hat, dann haben sie ihn ja vor der U-Bahn anscheinend angerufen.

      Was ihn in Deutschland erwarten würde würde ich gerne erst nach dem offiziellen Bericht orakeln...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Da ist er auf der Flucht reingerannt. Da hatte man keine Wahl mehr. Wenn er ein Attentäter gewesen wäre, wäre diese Bahn ein Massengrab geworden.
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      Benjamin Franklin
    • Wenn er ein Attentäter gewesen wäre, hätte der Bus ebenso ein Massengrab werden können.

      Die Route des Busses war doch bekannt - war es nach den beiden Telefonaten nicht auch die Route des Verdächtigen? Was haben die Fahnder von den Telefonaten mitbekommen?

      Und wenn in der U-Bahn-Station uniformierte Polizisten waren, warum haben die dann nicht versucht, den Verdächtigen aufzuhalten?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Hätte, wäre und wenn. Nichts davon ist zutreffend.
      Wenn das ein Attentäter gewesen wäre, hätten die Beamten, deiner und der Logik der Polizeibehörden nach, ihn schon zwingend an dem Einsteigen in den Bus hindern müssen - hochverdächtig wie er angeblich war mit seiner dunklen Hautfarbe und der "falschen" Kleidung.
    • Gräfin, worum geht es denn eigentlich?
      Um das Prinzip, wie hier verfahren werden soll, kann und darf oder um einen Einzelfall, wo die Taten und Fehler "im Nachhinein" bewertet werden.

      Mal so nebenbei:
      Wenn wir einen Fehler machen, dann ist das schlimm und wir machen permanent welche, aber bei anderen ist das induskutabel, weil jemand dran glauben mußte.
      Ob Fehler oder nicht, das lasse ich mal dahingestellt.

      Ich hätte das ganze gern etwas globaler gehabt, aber letztendlich entscheidet sich hier wohl nur alles am Bus. :zlücke:

      Und wenn Du dein Post nicht gelöscht hättest, dann wüßte man auch, worauf sich das ganze bezieht. :party:
    • Es geht meiner Ansicht nach ums Prinzip: darf der Staat aufgrund eines Verdachts einen Menschen töten?

      Was bei dieser Diskussion dazukommt, sind die vielen Unstimmigkeiten bei dem Fall.


      Wie ist das eigentlcih, wenn ein Haus unter Beobahtung steht, weil eine Spur der Ermittlungen hinführt - werden da bereits bei Beginn der Beobachtungen Erkundigungen über alle Bewohner eingezogen?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Entsprechende §§ gibt es hier auch. Trotzdem ist doch zu klären inwieweit den Polizisten sich der Verdacht eines Attentäters aufdrängen musste und wie diese Gefahr zu werten ist.
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      Benjamin Franklin
    • Wie ist das eigentlcih, wenn ein Haus unter Beobahtung steht, weil eine Spur der Ermittlungen hinführt - werden da bereits bei Beginn der Beobachtungen Erkundigungen über alle Bewohner eingezogen?


      Keine Ahnung. In Niedersachsen gibt es z.B. die präventive Telefonüberwachung. Da braucht es keinen Tatverdacht für, sondern die Beamten mussten nur vemuten das jemand mal künftig gefählich werden könnte. Das ist grad in Karlsruhe...
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      Benjamin Franklin
    • Er ist aber erst in die U-Bahn geflohen. Es war doch nicht bei der Polizei der Entschluss - den erschießen wir - da, als er das Haus verlassen hatte. Der Entschluss kam als er vor der Polizei floh und zwar ausgerechnet in Richtung einer vollen U-Bahn.
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      Benjamin Franklin
    • Nein Fabian, das ist mir zu einfach.

      Glaubst du, daß der Verdächtige noch am Leben wäre, wenn er vom Bus zur U-Bahn nicht gerannt wäre? Wäre er dann überhaupt von den Polizisten behelligt worden? Und falls ja, warum geschah das dann nicht schon, bevor er in den Bus stieg?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens