Jackson-Prozeß

    • Das hätte ich nach der ganzen Presseberichterstattung in den letzten Wochen definitiv nicht erwartet. Aber anscheinend waren die Geschworenen auch nach 7 Tagen Beratung nicht über seine Schuld überzeugt.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Nun ist er also unschuldig. Oder besser er gilt als unschuldig.

      Und weitere Eltern werden stolz darauf sein, daß ihre Kinder auf dieser Ranch übernachten dürfen und sich in der Nähe eines Stars aufhalten dürfen. Offensichtlich gilt der Spruch "Geh nicht mit dem fremden Onkel" nicht immer.......

      Die Kids hätten wohl auch nach ihm geschrieen, wenn er verurteilt worden wäre. Auch das Video mit dem Eingeständnis scheint keine Wirkung auf gewisse Eltern gehabt zu haben. Befremdliche Randerscheinungen.

      Ob wohl die kreischenden Kids nun immer noch freiwillig in sein Bett steigen werden?

      "Unser Michael tut sowas nicht." Ein Vorfreispruch statt eines Vorurteils, weil er ein Star ist? Hier kam wohl das gesunde Volksempfinden zu einem anderen Urteil als üblich. Normalerweise hätten ihn die Leser der einschlägigen Presse doch schon tausendmal totgeschlagen, wenn er Hans Fatz geheißen hätte.

      Joei
    • Ich hätte da mal eine unschuldige Frage, weil ich einfach von Beginn an oder auch während dessen gesehen habe daß dieses Urteil herauskommt:

      Worin begründet sich denn seine Schuld, wenn es bei so viel Enthusiasmus und Ergeiz nicht möglich war, ihm eine Schuld nachzuweisen? Diese Möglichlichkeit finanziell zu unterstützen, dafür wird es wohl genügend Bereitwillige geben haben, wie auch umgekehrt, aber ich frage mich ernsthaft, ist das nicht auch sowas, wie eine Hexenjagd? Es konnte nicht nachgewiesen werden und es zeichnet sich im ganzen Prozess eher so ab, als ob ihm mit aller Macht versucht wird, etwas anzuhängen. Also worin zeigt sich seine Schuld?
      Ich halte ihn mehr für ein Kind, welches nie erwachsen geworden ist und der das versucht, irgendwie nachzuholen, aber ich sehe nicht das Gegenteil.
    • Die Affäre hatte mehrere wesentliche Aspekte:

      Einmal die Vorverurteilung durch die Medien und zum anderen den Vorfreispruch durch seine jubelnden Fans. Sie haben von Anfang an auf seine Unschuld gesetzt.

      Da muß man doch mal fragen wieso? Er wurde von den Fans für unschuldig gehalten, obwohl die Fans auch nicht wußten, ob er schuldig ist oder nicht. Und nach ihrem Verhalten muß man annehmen, daß sie auch zu ihm gestanden hätten, wenn er schuldig gesprochen worden wäre.

      Das steht nach meinem Verständnis in vollem Widerspruch zum sonstigen Verhalten der Gesellschaft, wenn sie glaubt, einen Kinderschänder entdeckt zu haben. Üblicherweise ist ein verdächtiger Kinderschänder schon verurteilt, bevor er angeklagt ist. Und hier genau das gegenteilige Verhalten bei seinen Fans.

      Es ist diese unbegreifliche Schizophrenie, die ich angreife.

      Hinzu kommt noch dieses bekannte Video, das eigentlich alle Eltern davon abhalten müßte, ihm ein Kind auf die Ranch zu schicken.

      Letztlich ist es mir ziemlich gleichgültig, ob ihm irgendwas vorzuwerfen ist oder nicht. Ich finde die Reaktion der Gesellschaft nur ziemlich kurios.

      Joei
    • Dem letzten Satz stimme ich allgemein zu. Ansonsten Anarchismus?

      Ich kann nur wiedergeben, was ich gesehen habe und empfunden habe und ich bin beileibe kein Fan.
      Ich habe nur gesehen, wie etwas an den Haaren herbeigezogen wurde, was sich letztendlich als unhaltbar herausgestellt hat und das nicht nur einmal, sondern permanent, über den kompletten Prozess hinweg.
      Und ich kann mir eben nicht vorstellen, daß in der heutigen Zeit, wo auch die Gegenseite über genügend finanzielle Mittel verfügt, alles nur freigekauft worden sein soll. Wenigstens einmal sollte doch eine eindeutige Aussage harauskommen. Dafür ist ein Prozess doch da.