Job weg, Dispo weg?

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    • Job weg, Dispo weg?

      lvz.de/lvz-heute/166104.html

      Ich könnte es verstehen, wenn die Bank den Dispositionskredit schrittweise runterfährt, ganz einfach deshalb, weil sich ja das verfügbare Einkommen des Kunden z.T. recht drastisch geändert hat - aber so gehts ja wohl auch nicht.

      Wenn uns ein Kunde glaubhaft macht, dass er in einem halben Jahr wieder einen Job bekommt oder ein größerer Geldeingang zu erwarten ist, dann lassen wir ihm den Dispo-Kredit.
      Ob der Berater das auch einem 50jährigen Arbeitslosen erzählt, dem gerade innerhalb einer Woche der Dispo von fast 5.000 Euro gekündigt wurde?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Das ist mir zu einfach. Mit einer Kündigung des Dispositionskredites bekommt die Bank ihr Geld auch nicht wieder.

      Wobei ich ehrlich gesagt nicht verstehe, wie jemand einen Überziehungskredit von 5.000 Euro Euro bewilligt bekommt - da müssen doch Sicherheiten existieren?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Nö, warum?
      Ein Dispo wird oft in dreifacher Höhe des monatlichen Einkommens bewilligt.

      Und das die Bank solch einen Dispo einem Arbeitslosen nicht mehr einräumt, ist doch verständlich.
      Es geht den Banken wohl auch weniger darum ihr Geld wieder zu bekommen. Sondern eher darum, dass der Dispo erst gar nicht mehr in Anspruch genommen werden kann.

      Allerdings finde ich es auch hart, den Dispo gleich komplett zu kündigen.
    • Ja, den Dispo erhöhen machen die gerne, auch von sich aus.

      Die bekommen das Geld ja nicht sofort, wenn sie dem Kunden den Dispo kündigen. Der Vorteil für die Bank liegt doch einfach darin, den Dispo zu streichen und mehr Zinsen zu kassieren, wenn das Konot weiter Miese aufweist.
      Kann er das Konto nicht schnell genug ausgleichen, werden die ihm wohl zu einem Umwandlungskredit raten. Kreditsumme aufnehmen, Konto ausgleichen, monatlich abzahlen.

      Da liegt es wohl immer dran, bei welcher Bank man ist und wie gut man mit seinem Kundenberater auskommt.
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)
    • Original von Nebu
      Was erwartest du. Wir haben Marktwirtschaft. Was ja an sich keine so schlechte Sache ist, aber hat eben auch seine Auswirkungen. Und Menschlichkeit (ums mal so auszudrücken) ist keine davon.


      Erstaunlich, daß in dem Zitat wie selbstverständlich das kleine Wörtchen "soziale" vor "Marktwirtschaft" fehlt. War das Absicht oder ist die "soziale Marktwirtschaft" schon vergessen? Schröder hat sie zwar abgeschafft, aber daß sie so schnell vergessen wird, macht mich doch traurig. Zumal sie eine Erfindung eines CDU-Politikers war.

      Mit anderen Worten "Leistung aus Leidenschaft" (oder wie heißt noch gleich das Geschwätz der Deutschen Bank?) ist nun die neue Richtlinie der Politik.

      Und daß die "Marktwirtschaft ihre Auswirkungen" hat muß man wohl klaglos ertragen. Schließlich ist die sozialste Wirtschaftsform immer diejenige, die die Reichen reicher macht.

      Joei
    • Ich für meinen Teil sag dazu nur das ein Dispo ein unnötiges anhängsel ist für Privatkunden.

      Er verleitet grundsätzlich dazu Geld auszugeben was man nicht hat.

      Heutzutage kann man sein Konto auch auf Guthabenbasis führen ohne auf seinen EC-Karte verzichten zu müssen.

      Dies ist insofern besser , weil man sich vorher überlegen muss ob das Geld dann auch bis Monatsende reicht.

      Die Banken leben zwar von diesen Zinsen aber man kann es Ihnen auch schwerer machen indem man auf diesen teureren Luxus eines Dispo verzichtet, die wollen schließlich nur unsere Kohle, den "Menschen" interessiert hier keinen mehr.
      Der Reichtum gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man. (Schopenhauer, Arthur)
    • Als Arbeitsloser darf man weder einen Dispo besitzen,noch einen Kredit bewilligt bekommen. Weiß ich ganz genau-war / bin selber in dieser Situation. Ich mußte im Jahr 2002 mal einen Kredit aufnehmen, damals habe ich noch sehr gut verdient.Sommer 2003 wurde ich arbeitslos.Das war noch ok für meine Bank,denn meine ALG lag immer noch über dem Satz,was manch einer verdient.Als ich aber nun ab Januar ALG II bekam-wurde mein Kredit mir gekündigt! Folglich habe ich das der Schuldnerbereatung übergeben.Denn von der Grundsicherung kann ich wohl schlecht die Restsumme auf einmal zahlen.
      That´s Germany......
      Gruß von der
      Mosimo

      Die Gedanken sind frei!
    • Oh Mann, mein Hausarzt würde sagen: Morbus Schreinemakers, in Foren heißt das wohl: Der Stammtisch ist eröffnet. :))

      Da weiß man ja kaum, wo man anfangen soll. :D

      Ich nehm mal Joei: Nicht jedes Thema muss man in Richtung Politik oder Marktwirtschaft, egal, ob sozial oder nicht, drehen. :ätsch:

      Gräfin, ein Dispo ist abhängig von deiner persönlichen Bonität, deiner Gesamtverschuldung und deinem Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit, alternativ eventuellem Guthaben. Kredite gegen Sicherheit sind out. ;)

      Die Höhe einer derartigen Kreditlinie bestimmt jede Bank intern. Bei uns sind es maximal zwei oder drei Monatsgehälter, nach oben auf 10.000,00 € gedeckelt. Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Klapo, der Dispo ist nicht die Geißel des 21. Jahrhunderts. Auch wenn du einen hast, darfst du dein Konto gerne auf Guthabenbasis führen. :nicker:

      Hab ich vergessen, jemanden durch den Kakao zu ziehen? Er möge sich melden, ich hol das gerne nach. :zlücke:

      Zum Artikel: Da ist wohl eine Sparkasse respektive ein Kundenbetreuer aufgrund verschiedener Kreditausfälle übernervös geworden. Vorausgesetzt, die bisherige Geschäftsbeziehung ist problemlos verlaufen, wird der Dispo nicht einfach gestrichen. Man spricht den Kunden an und vereinbart eine Lösung, die von beiden getragen wird und beiden weiterhilft. Dies trifft auf unser Haus zu und ich denke auch auf die meisten anderen Sparkassen. Der geschilderte Fall ist m. E. mal wieder der eine von tausend, der halt herausgesucht wird, weil er Stoff bietet. Oder denkt ihr, ein Artikel in dem steht: "Sparkasse und Kunde verständigen sich auf gemeinsame Problemlösung und trinken anschließend einen Kaffee zusammen." steigert die Auflage? ?(
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • Letzterem kann ich pete nur zustimmen.

      Ich habe auch nie viel Geld besessen, im Gegenteil, trotzdem kennt jeder in meiner Filiale meinen Namen, weil ich mich immer melde, kurz bevor ich untergehe :rofl:

      Man kann auch mit einem Bankangestellten vernünftig nach realitischen Lösungen Ausschau halten. Wenn man Bankbriefe ungeöffnet wegwirft und ignoriert, muss man sich nicht wundern, wenn einem alles gekündigt wird.
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)
    • Hallo pete, ich wußte, daß du drauf anspringst. :D

      Eigentlich sehe ich das genauso wie du. Wogegen ich argumentiert habe, war lediglich die quasi fristlose Kündigung des Dispos durch die Bank - wobei ich inzwischen einräume, daß es da vermutlich eine Vorgeschichte gibt (die sich auf Kundenseite gefällig der Sollseite zuneigt).
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Pete

      Auch wenn man sein Konto mit einem Dispo sicherlich auf Guthaben führen kann und SOLLTE.

      Ist der Mensch doch ein Gewohnheitstier und nimmt was er kriegen kann.
      Daher wird es den wenigsten gelingen diesen Dispo nicht anzurühren.
      Und dann gehts los, er ist schneller ausgeschöpft als aufgefüllt.
      Daher rate ich jedem diesen Abzuschaffen.
      In wirklichen Notsituationen ( z,B Autoreparatur ) kann man immer noch einen ganz normalen Kredit aufnehmen der 1) billiger an Zinsen und 2) dann auch problemlos genehmigt wird.( weil man seine finanzen besser im Griff hat)

      Was ich eh erstaunlich finde ist: bei einem Kredit, da heisst es dann im Vertag " das Konto ist für die Laufzeit des Selben auf Guthabenbasis zu führen" und was macht der Kunde, nimmt ohne Konsequenz weiter seinen Dispo in Anspruch.

      Und irgendwann nach der 3 oder x'ten Umschuldung , erst dann achtet die Bank wirklich auf diesen Satz, das finde ich sehr erstaunlich.

      sagt es doch aus das die Banken es einem erst sehr leicht machen und dann irgendwann ..kriegste dein Konto gesperrt...
      Der Reichtum gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man. (Schopenhauer, Arthur)
    • Mit Verlaub, Klapo, aber die Unterstellung "den wenigsten"... halte ich doch für ein bißchen kühn. Wenn ich mich mal als Beispiel nehme: Mein Konto ist normalerweise im Plus, durch einige Ausgaben, die zwar nicht groß waren, aber sich summiert haben, und einen Lohnausfall aus meiner freiberuflichen Tätigkeit und eine verzögerte Lohnzahlung aufgrund des Wechsels des Arbeitgebers bin ich momentan aber ein Stück im Minus. Wenn ich jetzt keinen Dispo hätte, hätte ich mit Miete, Telefon etc. ein ernstes Problem und müßte zu meiner Bank latschen. So bin ich ein bissl im Minus und wenn der Lohn kommt wieder im Plus. Ganz einfach. Für solche Situationen ist ein Dispo doch sehr praktisch. Und man kann den Dispo nicht dafür verantwortlich machen, wenn man dauerhaft mehr Geld ausgibt als einnimmt.
    • Wonderland

      Sicher, sofern sich deine situation innerhalb der nächsten 8 wochen wieder verbessert und das Geld dann auch wirklich reicht seine kosten zu finazieren bzw etwas übrig bleibt um den dispo wieder auf 0.- € zu bringen.

      Der Satz : Ein Euro im Minus benötigt 2€ um wieder ins Plus zu kommen" ist wahr.

      Und nur wenn man seine Ausgaben seinen Einnahmen anpasst , funktioniert das auch.

      Aber, wie viele Menschen halten sich auch daran ?
      Viele wissen es zwar, Handeln aber nicht danach.

      Wenn ich sehe wie viele Lohnpfändungen bei meinem noch Arbeitgeber vorliegen..und das bei teilweise Doppelverdienern die nun wirklich kein schlechtes Gehalt zusammen bringen.

      Die haben es einfach nicht gelernt, bzw haben immer darauf vertraut das die Bank ihnen Geld in die Hand gibt, vorzugsweise über einen Dispo.

      Zudem hab ich ja selbst gemerkt wie schwer es ist von seinen Schulden runterzukommen.
      Da gehört viel Selbstdisziplin zu.
      Der Reichtum gleicht dem Seewasser. Je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man. (Schopenhauer, Arthur)
    • Richtig Joei.
      Als ich letztes Jahr umgezogen bin mußte ich meinen Dispo auch in Anspruch nehmen.
      Nach vier Monaten war das Konto wieder glatt.
      Als Alternative hätte ich einen Kredit aufnehmen müssen.
      Der würde wohl jetzt noch laufen. :D

      Wenn ich sehe wie viele Lohnpfändungen bei meinem noch Arbeitgeber vorliegen..und das bei teilweise Doppelverdienern die nun wirklich kein schlechtes Gehalt zusammen bringen.

      Und daran sind die Banken schuld? :O
      Und woher willst du wissen, dass diese Verschuldung vom Dispo kommt?
      Hast du ein gutes Einkommen, wird dir auch mehr als ein Kredit gewährt.