Tod des Papstes

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    • Wenn du schon den Artikel der Wikipedia zu Dogmen zitierst dann bitte komplett.

      de.wikipedia.org/wiki/Dogma

      Beispiele für christliche Dogmen

      * erste Jahrhunderte: Apostolisches Glaubensbekenntnis
      * 4. Jahrh. Dreieinigkeit
      * 381 Nicäno-Konstantinopolitanum
      * 431 Maria ist "Gottesgebärerin" (theotokos)
      * 431/451 Christologie: Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch

      nur katholische Kirche:

      * 1215 Transsubstantiation (Eucharistie-Verständnis)
      * 8. Dezember 1854 Unbefleckte Empfängnis Mariens
      * 1870 Unfehlbarkeit des Papstes
      * 1. November 1950 Leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel (zugleich das letzte Mal, dass der Papst vom Unfehlbarkeitsdogma Gebrauch machte)


      Du greifst hier mal eben die Grundsätze des katholischen Glaubens an. Klar sind die unverhandelbar. Den genau darum geht es bei dem Laden. Daran wird geglaubt. Das dieses nicht mal eben abgeändert werden kann ist doch verständlich. Dazu gehärt eben auch das der Papst "unfehlbar" ist, wobei dort auch steht das ein Papst von diesem Dogma das letzte mal vor über 50 Jahren gebrauch machte.

      Zum Thema Afrika frage ich mal, welche Bedeutung eine Kirche haben kann, die natürliches menschliches Verhalten in ein nicht zu begründendes religiöses Korsett preßt.


      Tut sie das denn? Oder anders gefragt: Lassen sich die Menschen den in dieses Korsett zwängen? Das habe ich hinterfragt, nur wurde dieses Thema in der gegenfrage einfach übergangen...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Noch was zur erwähnten Unfehlbarkeit.

      Da gibt es auch einen interessanten Artikel in der Wikipedia.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Unfehlbarkeit


      Nur wenn in aller Form ("Ex cathedra") eine Glaubensüberzeugung zum Dogma erklärt wird, gilt diese als verbindlich und irrtumsfrei. Es dürfen jedoch nur solche Glaubensüberzeugungen zum Dogma erklärt werden, die nicht im Widerspruch zur Hl. Schrift und zur apostolischen Tradition stehen, die in der ganzen katholischen Kirche geglaubt (sensus fidei) und von der Mehrheit der Bischöfe akzeptiert werden. Die Intention der päpstlichen Unfehlbarkeit ist also, dass der Papst bei einem Streit innerhalb der Kirche das "letzte Wort" hat. Das Unfehlbarkeitsdogma will nicht als Freibrief für willkürliche Erfindungen verstanden sein.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Das scheint ein verbreitetes Phänomen in der Heiligen Kirche zu sein, daß niemand weiß, woher die Dogmen eigentlich stammen und wie sie begründet werden. Vielleicht sind sie ja doch vom Himmel gefallen?

      Sollten nicht so einfache Dinge durch einen Verweis auf ein Bibelzitat geklärt werden können? Ich vermute eher, daß außer dem Ehebruchverbot nicht viel zu finden ist.

      Joei
    • @ Traumtänzer

      Das war mir wohl bekannt. (edit: Die Ex Cathedra Regel)

      Diese Definition macht die Wahrscheinlichkeit eines Irrtums zwar geringer, kann sie aber nicht ausschließen. Insofern setze ich diesem absoluten Anspruch die absolute Logik entgegen.

      Joei

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Onkel_J ()

    • Was ich mich hier schon während der ganzen Diskussion Frage. Was ist den eigentlich das Problem.

      Warum stellst du als Atheist an die Katholiken Forderungen was sie glauben sollen oder auf welche Grundlagen sich das beziehen soll? Lehnst du dich da nicht ein bißchen weit aus dem Fenster? Und wenn eben eine Milliarde Menschen glaubt das Maria in den Himmel ist, das Christus der Sohn Gottes ist so ist das letztendlich, ob logisch oder nicht, doch deren Sache, oder?
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • So ist das bei Diskussionen: Man entfernt sich immer weiter vom Ausgangspunkt. ;)

      Woher weißt Du, daß ich Atheist bin? Und ich gönne jedem Menschen seinen Glauben.

      Es ging anfangs um die Frage der Verdienste dieses Papstes. Und daran habe ich Zweifel geäußert.

      Und es ging um die Frage, ob unser Staatsoberhaupt vor einem Kirchenoberhaupt in die Knie sinken sollte.

      Joei
    • Original von Onkel_J
      So ist das bei Diskussionen: Man entfernt sich immer weiter vom Ausgangspunkt. ;)


      Teilweise zu weit.

      Woher weißt Du, daß ich Atheist bin? Und ich gönne jedem Menschen seinen Glauben.


      Ich entnehme es deinen Posts...

      Es ging anfangs um die Frage der Verdienste dieses Papstes. Und daran habe ich Zweifel geäußert.


      Und bist dabei ziemlich schnell zur Kirche und dem Papsttum allgemein gekommen...


      Und es ging um die Frage, ob unser Staatsoberhaupt vor einem Kirchenoberhaupt in die Knie sinken sollte.


      Er ist auch Staatsoberhaupt. Und was ist gegen eine Respektsäußerung einzuwenden?
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • P.S. Also nochmal die Zusammenfassung in Kürze:

      Ich habe die politischen Verdienste des Papstes oben bereits anerkannt. Religiöse Verdienste sowohl dieses Papstes als auch der Heiligen Kirche bestreite ich.

      Das Knien an einem Katafalk ist eine religiöse Handlung und für ein Staatsoberhaupt bei einem Staatsbegräbnis unpassend und diplomatisch unüblich.

      Joei
    • Original von Onkel_J

      Das Knien an einem Katafalk ist eine religiöse Handlung und für ein Staatsoberhaupt bei einem Staatsbegräbnis unpassend und diplomatisch unüblich.



      Auch ein Staatsoberhaupt ist Mensch und wenn dieser das Bedürfnis hat, niederzuknien, egal wo oder bei was, dann ist das seine Sache. Wenn ein Willi Brand niederkniet oder sich Staatsmänner an den Händen halten, dann ist das auch nicht üblich, trotzdem geht es in die Geschichte ein.
    • Joei, so sollte diese Geste von Willi Brand ja auch verstanden werden, aber ob sie auch alle überzeugt haben? Es kommt immer darauf an, wie man zu einem Menschen steht, was man selbst von ihm hält, dass man die Geste richtig deutet. Es gab sicherlich auch bei dieser Geste Menschen, die sie als Heuchelei empfunden haben.

      Es hat mich beeindruckt, wieviele Staatsmänner sich zum Begräbnis des Papstes eingefunden haben. Ein Mensch der es schafft, solche Menschenmassen anzuziehen, der hat auch etwas besonders ausgestrahlt.

      Religiöse Verdienste? Ich wüsste auch nicht, was man sich darunter vorstellen könnte. Der tiefe, feste Glaube dieses Mannes, das ist wohl , was die Menschen so fasziniert hat, aber ist das ein religiöser Verdienst?

      PS. Übrigens, das Händchenhalten fand ich damals genauso albern wie Du.
    • Cosgan

      wie ich schon mehrfach sagte. Es ging mir ausschließlich um den Aspekt der Diplomatie. Ich habe kein Problem mit den vielen Staatsbesuchern und damit, diesem Papst Respekt zu zollen. Nur ist ein Kniefall eben IMO zu viel des Guten. Soweit ich das sehen konnte gab es kaum Staatsgäste, die soweit gegangen sind.

      Joei