Kinder für Akademiker.

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    • Kinder für Akademiker.

      spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,338172,00.html

      Da hat sich mal wieder jemand von der FDP (die gibts also noch) zu Wort gemeldet - und dabei mal danebengegriffen. Das man blöde Aussagen macht kann passieren, aber man lässt sich doch so ein Interview vor der Veröffentlichung nochmal schicken. :O

      Also warum überhaupt versuchen das sich die Chancen der Kinder verschiedenster sozialer Herkünfte angleichen, fördern wir doch lieber den Kinderwunsch bei Akademikern. Das ist Bildungspolitik ala FDP.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ich glaube nicht, daß die niedrige Geburtenrate bei Akademikerinnen ursächlich mit der Steuerpolitik der Bundesregierung zusammenhängt. Vielmehr dürfte der eigene berufliche Ehrgeiz und nicht zuletzt die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes nach der Babypause bei der Entscheidung gegen ein Kind im Vordergrund stehen.

      Wie konkret soll der Staat die Akademikerinnen eigentlich bei der Erfüllung ihres Kinderwunsches unterstützen? :tongue:

      Was Herr Bahr da von sich gibt (vor allem in Bezug auf Pisa), ist nicht elitär, das ist schlicht unverschämt. Vielleicht ist es Herrn Bahr entgangen, daß auch Akademiker, und vor allem junge Akademiker, immer stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind?

      Ich halte die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten eines Familiensplittings für gut und richtig, aber das reicht meiner Meinung nach nicht aus. Die Forderung von Herrn Bahr, die Kosten für Haushaltshilfen bis 12.000 Euro jährlich absetzen zu können, ist in meinen Augen übrigens reiner Lobbyismus.

      Meiner Ansicht nach muß die Politik viel mehr für die Generationengerechtigkeit tun, und das bedeutet vor allem die stärkere finanzielle Belastung der Kinderlosen bei der Pflegeversicherung.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Auch auf die Gefahr hin, jetzt ein paar auf's Haupt zu kriegen. Wenn ich manchmal so Pärchen anschaue, die Kinderwagen durch die Gegend schieben und an jeder Hand noch so ein Kind, dann frage ich mich ab und zu auch, ob es nötig war, dass ausgerechnet diese Leute, der die Dummheit schon aus allen Knopflöchern schaut, sich vermehren müssen.

      Und jetzt haut drauf. :)
    • Ja richtig. Alle Leute, die einen IQ unter 120 haben, werde zwangsweise sterilisiert, Arbeitslose auch, und als nächstes könnten die politisch Renitenten drankommen.

      Sorry, daß das jetzt so scharf rüberkommt, aber das wäre die logische (und sehr überspitzt dargestellte) Konsequenz aus deiner Forderung, cosgan.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • @cosgan: Dummes Geschwätz, nichts weiter... keinen Schlag wert... fast hätte ich gesagt "- ohne Worte -"... weitere Diskussionsbeiträge meinerseits gibt es dann wieder, wenn die FDP endlich abgeschafft wurde!

      RU!

      :ätsch:
      "... bin nur ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft... "

      ... und wir kennen uns alle aus dem Computer
    • Da mögt ihr völlig recht haben, aber ich habe doch nur gesagt, was ich manchmal denke, wenn ich solche Leute sehe. Es ist mir schon klar, dass man sowas nicht mal denken darf.

      Allein schon, wenn man mal laut denkt, ist die Empörung groß, so ist es also egal, wie vorsichtig jemand was rüberbringen will, es wird immer im falschen Hals ankommen.
    • :D :D :D

      Also solche Gedanken sind mir nicht fremd, wenn ich manchmal durch die Straßen gehe. Nur ich sage es nicht, wenn ich gerade ein Megaphon in der Hand habe. :grins:

      In Gedanken hab ich schon einiges gemacht, was man nicht gearde als moralisch und sozial verträglich hinstellen könnte. Wenn ich da an den Nachbarn denke und was ich manchmal mit dem machen könnte. :O

      :)
    • Ich weiß, dass es keine wirkliche Rechtfertigung für meine Aussage gibt, zumindest nicht für das Thema an sich. Aber ich hatte da halt so ein paar konkrete Beispiele vor Augen, die mir da so in den Kopf schossen,
      da konnte ich mir diesen Kommentar einfach nicht verkneifen. :))

      Eurer Argumentation schließe ich mich ja völlig an, da denke ich kein Stück anders. 8)
    • CB, daß du deine Gedanken eben nicht öffentlich ausgesprochen, sondern für dich behalten hast, unterscheidet euch beide eben (zumindest heute). ;)

      Herr Bahr hat mit Sicherheit recht, wenn er sagt, daß der Lernerfolg eines Kindes von nichts so sehr abhängt wie vom Bildungsniveau seiner Eltern, aber er zieht für meine Begriffe die falschen Schlußfolgerungen.

      Tj hat recht - auch ich sehe das Versagen vor allem in einer über Jahrzehnte verfehlten Bildungspolitik, vor allem unter dem Gesichtspunkt ständig gekürzter Bildungshaushalte.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Ich geh davon aus, daß es zum Thema selbst nicht mehr viel zu sagen gibt und darum eröffne ich hier mal mein

      Wort zum Sonntag.
      Diese beschäftigt sich mit der Aufnahme, Interpretation und Verarbeitung eines Posts ansich und kann hier am Beispiel anschaulich vorgeführt werden.

      Es gibt verschiedene Arten von Beiträgen und deshalb unterscheiden sie sich sowohl, was Gehalt, als auch Auslegung und Wertung angehen erheblich. Es gibt das ernsthaft diskutierende Post, welches als solches ernst genommen werden möchte, es gibt das nur so eingeworfene und wenig repräsentative Post und es gibt z.B. auch das plaudernde, welches nur den momentanen Gedanken, den man gerade bei diesem Thema hat, aufgreift und den anderen aufzeigt, einfach, weil man es mitteilen möchte - sehen, ob andere vielleicht auch so was haben oder eben seine persönlichen Erfahrungen, die man gemacht hat weitergibt. Solche Posts zeichnen sich dadurch aus, dass sie einen konkreten Bezug haben, nicht zu verallgemeinern sind und letztendlich immer aus einen etwas verstärkten Erfahrung heraus kommen. Sie zeichnen sich einfach durch Satzkonstruktionen wie >Wenn ich manchmal so Pärchen anschaue<, >frage ich mich<.
      Da steht nichts davon, dass diese Dummheit etwas mit Bildung zu tun hat, da steht auch nichts, dass etwas gefordert wird oder überhaupt als relevant angesehen wird, da steht auch nicht, wie hoch der IQ sein muß oder eine Grenze gezogen wird, bis hier und alles andere ist Schrott, da steht einfach nur, dass es Beispiele gibt, bei denen man auf eben diese Gedanken kommt. Es ist kein Diskussionsbeitrag, sondern einfach nur ein Einwurf, der spontan gemacht wird.

      Warum ich das schreibe? Weil ich immer wieder sehe, dass solche Gedanken, die jeder hat, sogar in kleineren Runden aufgegriffen werden, als allgemeingültig angesehen werden und der Postende und seine Meinung nur auf diese reduziert wird. Das sehe ich immer wieder und das ist der ganze Grund, warum es in den Foren immer hoch hergeht. Einfach, weil die "Diskutierenden" nicht in der Lage sind, den Charakter eines Posts zu lesen, ihn einzuordnen und dementsprechend auszuwerten. Es wird eingestuft und als nicht würdig befunden und damit hat es sich. Damit hat man aber auch keinen Punkt, über den man diskutieren könnte, damit zeigt man nur, dass keine andere Meinung gelten gelassen wird, dass man nicht mal abweichen darf, ohne eben nur auf diese reduziert zu werden. Es zeigt dass, was man überall sieht – man kann und darf laut keinen Gedanken äußern, der nicht ganz konform ist oder eine Momentaufnahme wiedergibt, weil die Umwelt nicht dazu bereit ist, darüber nachzudenken, wie es gemeint sein könnte.

      Und mal so unter uns, dass hier jemandem, der absolut integer und über eben diese Zweifel erhaben, ja sogar immer als mitfühlend und einfühlsam bekannt ist, Dinge wie Geburtenbeschränkung nach IQ, Zwangsterilisierung usw. unterstellt werden, spricht nicht gerade für Menschenkenntnis, dem Vermögen, oben erwähnten Postcharakter zu erfassen oder sich damit auseinanderzusetzen, was und wie es gemeint sein könnte. Das ist fehlende Diskussionskultur, denn man ist dann nicht an der Diskussion interessiert, sondern an der Auseinandersetzung überhaupt oder der Durchsetzung des eigenen Standpunktes auf Teufel komm raus. Man versucht einfach, in Schwarz und Weiß zu unterteilen und das wird nur in den seltensten Fällen klappen, denn die Welt ist bunt. Zumindest gibt es noch ein paar Grautöne dazwischen.

      In diesem Sinne und ich bin ja so was von gespannt. :owackel:
    • Und mal so unter uns, dass hier jemandem, der absolut integer und über eben diese Zweifel erhaben.......

      Aha. Nur weil jemand den ich schätze solch eine Aussage macht, darf ich mich nicht kritisch äußern?

      denn man ist dann nicht an der Diskussion interessiert, sondern an der Auseinandersetzung überhaupt

      Das ist ja wohl eine Unterstellung.

      Wieso abgewürgt?

      Weil jetzt garantiert nichts mehr zu dem Thema kommt.
      Es ist sogar fraglich ob es überhaupt nochmal jemand wagt sich hier kritisch über die Meinung oder Aussage ( meinetwegen auch nur niedergeschriebene Gedanken) eines anderen User zu äußern.
    • Entweder wir diskutieren ein Thema (meinetwegen gern auch kontrovers), oder wir lassen es. CB, ich halte deinen Einwurf für unpassend, und das aus mehreren Gründen.

      Liebe cosgan, ich fand diese Äußerung von dir wirklich jenseits von Gut und Böse (und ich hatte den Eindruck, daß du das inzwischen auch so siehst), und ich wollte das auf keinen Fall unkommentiert dort stehenlassen. Ich habe mich bemüht, nicht ausfallend zu reagieren, sondern habe nur dargestellt, was diese Äußerung bedeutet, wenn man sie weiterführt und konsequent zu Ende denkt.

      Ihr könnt übrigens sicher sein, daß ich bei einem anderen User - oder in einem anderen Forum - nicht so zartfühlend reagiert hätte.

      Wer ein solches Post - und sei es noch so gedankenlos, noch so unbedacht geschrieben - in ein öffentliches Forum setzt, muß mit Reaktionen rechnen. Auch mit kontroversen Reaktionen.

      Wenn neue User kommen, dann sollen sie sich ja auch in der Peripherie beteiligen, also auch an politischen Diskussionen. Wollen wir von ihnen auch persönliche Rücksichtnahme fordern? Bis zur Selbstverleugnung?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens