Ganztagsbetreuung nur für Kinder von arbeitenden Eltern

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    • Ganztagsbetreuung nur für Kinder von arbeitenden Eltern

      Ganztagsbetreuung nur für Kinder von arbeitenden Eltern

      "Der xxx ist ab heute Mittagskind, weil seine Mutti nicht mehr arbeitet."

      Ich kann nicht fassen, was ich hier lese. Kindergärten sind doch keine Aufbewahrungsstätten - ganz im Gegenteil. Hier lernen Kinder für ihr gesamtes späteres Leben, hier werden sie von ausgebildeten Fachkräften betreut, hier sind sie mit anderen Kindern zusammen, hier lernen und üben sie nicht zuletzt soziale Kompetenzen.

      Warum will man Kindern von Arbeitslosen (sollte es nicht besser heißen: von Arbeitsuchenden?) diesen in meinen Augen unglaublich wichtigen Einstieg ins Leben vorenthalten?
      Und dann nennt sich das Ganze auch noch Kinderförderungsgesetz?! 8o
      Das ist eine Ungleichbehandlung von Kindern, die nicht dafür verantwortlich sind, daß ihre Eltern arbeitslos sind – und das betrifft den Zugang zu Bildung, Förderung und Betreuung. Und dieser Zugang zu Bildung, Förderung und Betreuung ist meiner Ansicht nach das Recht jedes Kindes und eben nicht der Eltern.

      Sollten die Eltern nicht vor einer Bewerbung wissen, wo während ihrer Arbeitszeit ihre Kinder betreut werden? Wird ihnen nicht gerade durch dieses Gesetz der Wiedereinstieg ins Berufsleben massiv erschwert? Sind die Kindergärten verpflichtet, die Kinder nach einem beruflichen Neustart der Eltern sofort wieder ganztags zu betreuen?

      Abgesehen davon, daß hier ganz offenkundig an den Kindern von Arbeitslosen , also bei den Schwächsten der Gesellschaft, gespart werden soll, zeigt dieses Gesetz in bedrückender Art und Weise, was der Gesetzgeber von Arbeitslosen im Allgemeinen und von Arbeitslosen mit kleinen Kindern im Besonderen hält.

      Sachsen-Anhalts Sozialminister Gerry Kley (FDP) sagte, daß Sachsen-Anhalt „das Bundesland mit dem in Deutschland umfangreichsten Betreuungsanspruch, einer bundesweit beispielhaften Betreuungsquote sowie einem exzellenten Bildungsprogramm“ sei (Quelle). Schöne Worte – sie gelten natürlich nur für die Kinder, deren Eltern einen Arbeitsplatz haben

      Sachsen-Anhalt ist übrigens das bevölkerungsärmste Bundesland mit der höchsten Arbeitslosenquote.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Echt ich dachte Brandenburg wäre das. Naja ich finde das auch sch** zumal ich heute bzgl. der Pisa Studie lass, dass es nachteilig wäre Kinder früh auszusieben, und darum meist nur Kinder von Reichen sich eine ordentliche Bildung leisten können. In den Ländern mit positiven Pisaergebnissen, soll dies nicht so sein.
      Believe in the future. If you do, spring will come.
    • mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/1739073.html

      Es wird vor dem Volksentscheid am 23.1.05 wieder diskutiert - das hat aber auf das bestehende Gesetz. Ich finde es schlimm, daß dieser Volksentscheid überhaupt nötig ist - etliche Abgeordnete scheinen sich ihrer Verantwortung nicht oder nur ungenügend bewußt zu sein.

      Wo so frühzeitig gesiebt und Kinder aufgrund der Arbeitslosigkeit ihrer Eltern benachteiligt werden, braucht man sich weder über die Ergebnisse von TIMMS und PISA noch über die "Vererbung" sozialer Benachteiligung zu wundern. Aber da fließen vermutlich die Mittel hin, das man jetzt bei der Betreuung der Kinder mit arbeitslosen Eltern vorenthält.

      Manchmal kann man wirklich nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Ich sage jetzt mal was, von dem ich denke, daß es ein Argument dafür ist, die Kinder von Arbeitslosen nur halbtags zu betreuen: Das Wohl der Arbeitslosen. Lacht mich nicht aus, man weiß aus zahlreichen Studien, daß Arbeitslosigkeit viele Menschen lethargisch und depressiv macht - die Aufgabe, ein Kind zu betreuen, könnte dem vorbeugen.

      Dem entgegen steht aber selbstverständlich der pädagogische Anspruch. Die Frage ist allerdings, wie groß der in Kindergärten ist. Oft sind die doch reine Spielstätten mit Essen. Nicht daß wir uns falsche verstehen: Ich halte den Besuch eines Kindergartens für überaus wichtig. Aber in vielen Fällen genügt wohl auch ein halber Tag. Etwas anderes ist es, wenn die Kindergärten einen echten pädagogischen und auch Bildungsanspruch haben. In Bayern wurde jetzt ein Gesetz beschlossen, nachdem die Bildungskomponente (z.B. Sprachförderung für ausländische Kinder) gestärkt werden soll. Da ist das was anderes. Leider wurde gleichzeitig beschlossen, daß die Finanzierung der Kitas sich nach der Zahl der Kinder richten soll.

      Generell ist die Bildungspolitik nicht nur in Sachsen-Anhalt, vorsichtig ausgedrückt, mängelbehaftet. Bayern war stolz wie nochwas, daß wir bei PISA noch halbwegs gut abgeschnitten haben, trotzdem sollte was getan werden. Was ist geschehen? Die Streichung des neunten Schuljahres am Gymansium, an sich m.E. eine gute Idee, aber völlig unausgegoren. Jetzt fehlen Räume, Lehrer... Ein Volksbegehren will das ganze kippen. Dann wird ein Büchergeld eingeführt. Führt sicher zu geringerer Vererbbarkeit von Bildung. Und dann erfrecht sich unsere Regierung, über die Ergebnisse von PISA 2 "diskutieren" zu wollen - ein paar Wochen nach einer Entscheidung, die genau die Ergebnisse der Studie manifestieren wird.

      Der Ausdruck mit dem kotzen ist nicht schön, aber ich bin geneigt, mich anzuschließen.
    • Das Wohl der Arbeitslosen. Lacht mich nicht aus, man weiß aus zahlreichen Studien, daß Arbeitslosigkeit viele Menschen lethargisch und depressiv macht - die Aufgabe, ein Kind zu betreuen, könnte dem vorbeugen.


      Und verhindert gleichzeitig den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Wo findet man den auf die Schnelle einen Kindergartenplatz wenn da die Chance auf einen Job besteht. In einigen Gegenden besteht da ja eine richtige Warteliste.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Der Ausdruck mit dem Kotzen ist ein Zitat und stammt von Max Liebermann. :tongue:

      Zitat von wonderland
      Ich sage jetzt mal was, von dem ich denke, daß es ein Argument dafür ist, die Kinder von Arbeitslosen nur halbtags zu betreuen: Das Wohl der Arbeitslosen. Lacht mich nicht aus, man weiß aus zahlreichen Studien, daß Arbeitslosigkeit viele Menschen lethargisch und depressiv macht - die Aufgabe, ein Kind zu betreuen, könnte dem vorbeugen.

      Dem muß ich widersprechen. Damit wird den Kindern das Schicksal und die Verantwortung für die Eltern aufgebürdet. Und das kann man doch nicht ernsthaft wollen?

      Und die Kindergärten sind eben alles andere als reine Aufbewahrungsstätten. Reine Spielstätten?? Kinder in diesem Alter lernen unglaublich viel beim Spielen - sie lernen ihre Welt ja im wahrsten Sinne des Wortes be-greifen. Ich sage es nochmal: der Besuch des Kindergartens ist ein Recht des Kindes, nicht der Eltern. Abgesehen davon wird dadurch Wiedereinstieg der Eltern ins Berufsleben auch sehr erschwert, wenn nicht unmöglich gemacht - insbesondere bei Alleinerziehenden. Zumindest so lange, bis das Kind in der Schule ist. Aber bis dahin kommen schnell ein paar Jahre Arbeitslosigkeit zusammen.

      Wie ist das eigentlich, wenn ein Elternteil arbeitet und eines arbeitslos ist? Besteht dann der Anspruch auf Ganztagsbetreuung des Kindes? Und wie lange wird das Kind bei einsetzender Arbeitslosigkeit weiter ganztags betreut?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • auha, das ist ein sehr interessantes Thema! Ich bin "Ossi" (Land Brandenburg) ( :D) - und ich bin absolut dafür, allen Kindern eine Chance auf einen Kindergartenplatz zu geben. Ich habe selbst zwei Kinder und beide haben Krippe und Kindergarten und in den ersten Schuljahren Hort durchgemacht, weil ich immer gearbeitet habe, .... es hat ihnen nicht geschadet, im Gegenteil!

      ABER: ich kenne jetzt auch leider Fälle, wo Muttis sich mit den Kiddis einfach überfordert fühlen und deshalb ihre Kinder in den KiGa Bringen, um ihre Ruhe zu haben :)

      Wo will man da jetzt gerechte Grenzen ziehen? Schwierig.....
      man sieht sich im Leben immer zweimal ;)
    • Ich halte Herrn Wonderlands Argumente für durchaus schlüssig.
      Wenn man sich vor Augen führt, daß die Generation der "Pisa-Opfer" zu einem nicht unerheblichen Teil Kindergärten besucht hat, kommen diese Instutitionen mit der Bezeichnung "Spielstätten" eigentlich noch ganz gut weg. Vergegenwärtigt man sich darüber hinaus, daß trotz hoher Anzahl der Kindergartenplätze das Bildungsniveau in den Abgrund stürzt, so müßten "Kindergärten" erst dringend "reformiert" werden, wollten sie sich denn tatsächlich als ein Teil des Bildungswesens verstehen.
      Dementsprechend müßte erst einmal geklärt werden, ob und welchen Vorteil der Besuch eines Kindergartens mit sich bringt. Auch müßte hinterfragt werden, aus welchem Grund ein Kind ein Recht auf einen "Vollbetreuung" in einem Kindergarten hat. Traut man den Eltern nicht mehr zu, Kleinkindern Sozialisation und Bildung zu vermitteln ?

      Gibt es Studien darüber, daß Kinder, die keinen Kindergarten besuchten, irgendwelche Nachteile hatten ?
    • Das erinnert mich an einen Beitrag der Tagesthemen vor ein paar Wochen der auf die Unterschiede zwischen den Kindergärten in Ost und wEst eingegangen ist.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Zu den Unterschieden: ich kenne die Kindergärten und auch die Kindergärtnerinnen im Westen nicht, aber die Kindergärtnerinnen im Osten, zumindest die aus DDR-Zeiten, sind ausgebildete Fachkräfte. Sowohl Krippenerzieherinnen als auch Kindergärtnerinnen haben ein dreijähriges Studium an einer medizinischen oder pädagogischen Fachschule absolviert.

      Die Kinder werden in Gruppen betreut, die eine entsprechende altersgerechte Beschäftigung und Förderung ermöglichen. Nach der Wende meinten hier einige - Entschuldigung für den Ausdruck - Müslifresser, das Rad neu erfinden und die Kindergärten umkrempeln zu müssen.

      Beispielsweise der städtische Kindergarten meiner Neffen (den ich übrigens vor dreißig Jahren selbst besucht habe) sollte ein Montessori-Kindergarten in freier Trägerschaft werden - was vor allem am massiven Widerstand der Eltern gescheitert ist. Die Bewerber konnten nämlich in einer Elternversammlung ihr pädagogischens Konzept (so sie denn eines hatten) keinesfalls überzeugend rüberbringen. Sie waren nur gegen die auoritäre Erziehung. Das reicht aber nicht!

      Original vom Steuerzahler
      Traut man den Eltern nicht mehr zu, Kleinkindern Sozialisation und Bildung zu vermitteln ?
      Das ist meiner Ansicht zu Hause nur in begrenztem Umfang möglich - wie zum Beispiel soll ein Kind lernen, mit anderen Kindern zurechtzukommen, sich einmal durchzusetzen, sich ein anderes Mal zurückzunehmen, wenn es keinen Kontakt zu anderen Kindern hat? Kinder lernen durch Beispiele, und so etwas muß es doch sellbst erleben können.

      Außerdem ist in meinen Augen unübersehbar, daß etliche Eltern mit ihrem Nachwuchs hoffnungslos überfordert sind. Und das liegt meiner Ansicht nach vor allem an mangelnder Konsequenz. Natürlich ist es im konkreten Moment einfacher, einem quengelnden und bockigen Kind, das seinen Kopf durchsetzen will, nachzugeben, aber ein derartiges Nachgeben rächt sich bitter.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Hello, to whom it concerns,

      Kindergärten sind erstmal etwas positives. In der Hauptsache sollen sie dort soziales Verhalten lernen und nicht für die Schule fit gemacht werden.
      Was die dort beschäftigten Fachkräfte angeht, muß man jedoch auch wissen, daß diese Pädagogen auch Fehler machen - bishin zur Misshandlung - arm- oder ohrenziehen. Deshalb sich den Kiga näher ansehen und mit Eltern sprechen, die schon Erfahrungen dort gesammelt haben.

      Ansonsten sehe ich die Schuld der schlechten Verfassung unserer Kinder eindeutig bei den Eltern. Sie haben zu wenig Zeit und Zuwendung für Ihre Kinder. Ob nun aus Bequemlichkeit oder aus Zeitnot, weil sie arbeiten müssen, um ihre Fanilie durchzubringen.
      20 Jahre verfehlte Familienpolitik haben ihre Spuren hinterlassen.
    • Komischerweise lernt der Mensch selten aus den Fehlern der Vergangenheit, jeder muss unbedingt seine Fehler selbst machen. Kindern Selbstbewusstsein zu geben, das ist wichtig, wurde aber gerade in der älteren Generation oft falsch gemacht, es wurde"angepasst" , es jedem recht zu machen und lieb Kind für alle zu sein, erzogen. Das war auch der falsche Weg, aber den Kindern keine Grenzen mehr zu zeigen, damit sie sich "frei" entfalten können, ist ebenso falsch. Erziehung findet nun mal im Elternhaus statt und noch so gut geschultes Kindergartenpersonal kann das jemals ersetzen.
    • Original von Streeter
      Was die dort beschäftigten Fachkräfte angeht, muß man jedoch auch wissen, daß diese Pädagogen auch Fehler machen - bishin zur Misshandlung - arm- oder ohrenziehen.
      Ich denke, daß man das in keinem Fall so pauschalisieren kann oder darf - im übrigen ist Kindesmißhandlung eine Straftat und wird - wenn sie bekannt wird - auch mit aller zur Verfügung stehender Härte bekämpft werden. Natürlich hätte das für die entsprechende Angestellte auch arbeitsrechtliche Konsequenzen, das Jugendamt würde hier mit Sicherheit einschreiten.

      Ansonsten sehe ich die Schuld der schlechten Verfassung unserer Kinder eindeutig bei den Eltern. [...] 20 Jahre verfehlte Familienpolitik haben ihre Spuren hinterlassen.
      Die Schuld ausschließlich den Eltern zuzuschieben halte ich für falsch - und das scheinst du ja ebenso zu sehen. Warum sonst der Hinweis auf 20 Jahre verfehlte Familienpolitik?

      Es ist ein vielschichtiges und meiner Ansicht nach auch ein gesellschaftliches Problem, weil die Eltern zwar allein erziehungsberechtigt sind, das Kind andererseits natürlich immer auch anderen Einflüssen, auch und vor allem durch die Medien, ausgesetzt ist. Dazu kommt schon im Kindergartenalter ein unglaublicher Leistungs- und Erfolgsdruck, der sich schon in kleinen Dingen wie Pokemon-Spielkarten und Markenkleidung, ja sogar Markenjoghurt usw. zeigt.

      Ich denke, daß Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder für deren Entwicklung den Grundstein legen können und müssen, aber sie dürfen bei dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Mal überspitzt ausgedrückt: für alles mögliche (Auto fahren, Schweißarbeiten und ähnliches) wird eine entsprechende Eignung geprüft, aber Kinder in die Welt setzen und erziehen darf jeder - und eine Kontrolle gibt es kaum. Erst wenn die Kinder verhaltensauffällig werden, wird etwas unternommen - und dann oft mit Medikamenten reagiert.

      Noch etwas zur Verantwortung der Gesellschaft: wie können Eltern, die selbst antiautoritär erzogen wurden und nie gelernt haben (und nie zu spüren bekommen haben), daß ihr Tun Konsequenzen hat, ihre Kinder zu selbstständig denkenden, verantwortungsbewußten Menschen erziehen? Zumal der von der Wirtschaft geforderte (junge) Mensch nicht nach seiner Persönlichkeit oder seiner sozialen Kompetenz, sondern allein nach seiner Eignung für das Arbeitsleben beurteilt wird? Der nicht kritisch hinterfragen und strukturiert denken, sondern vor allem parieren und konsumieren soll?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Hello Gräfin,

      Ich denke, daß man das in keinem Fall so pauschalisieren kann oder darf...


      Wo bitte habe ich pauschaliert?
      Ich schrieb nicht, daß alle Pädagogen so sind!
      Aber Du dachtest ja nur...

      Wie Du auch denkst, daß das Jugendamt und die arbeitsrechtlichen Konsequenzen greifen würden...die Praxis sieht ganz anders aus...
      Bis dahin ist es ein weiter und schwieriger Weg, besonders dann, wenn das betroffenen Kind sich nicht so gut mitteilen kann.
      "Kinder erzählen viel, bis der Tag lang ist", "Kindern haben eine große Phantasie" sind nur mal zwei der Sprüche, die immer wieder gerne genommen werden; auch von Jugendämtern und Arbeitgebern.


      Dennoch sind noch zu viele Eltern mit ihren Kindern überfordert. Man braucht auch keinen Führerschein der Kindererziehung. Man muß lediglich die Menschlichkeit und die drei Feinde der Kindererziehung kennen.

      Den Kindern dabei Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein zu vermitteln sind hierbei ennorm wichtig und der beste Schutz gegen Mißbrauch jeglicher Art.

      Die falsche/richtige Familienpolitik ist für die Eltern wichtig, die mit ihren Kindern Probleme haben und nicht für die, die eh damit klarkommen und ihre Kinder richtig erziehen (was immer das sein mag).
      Die ersten drei Jahre eines Kindes sind die Wichtigsten. Im Grunde beginnt Kindeserziehung bereits im Mutterleib - eigentlich schon bei der Zeugung; aber, wer will das schon wahrhaben?


      there's no business like that education

      Streeter
    • Original von Streeter
      Was die dort beschäftigten Fachkräfte angeht, muß man jedoch auch wissen, daß diese Pädagogen auch Fehler machen - bishin zur Misshandlung - arm- oder ohrenziehen.
      Wo bitte habe ich pauschaliert?
      Ich sehe bei dem ersten Zitat keine Einschränkung - also ist das durchaus eine Pauschalisierung.

      Aber Du dachtest ja nur...
      Bitte unterlaß doch solche Spitzen, die bringen die Diskussion nicht weiter. Danke.


      Wie Du auch denkst, daß das Jugendamt und die arbeitsrechtlichen Konsequenzen greifen würden...die Praxis sieht ganz anders aus...Bis dahin ist es ein weiter und schwieriger Weg, besonders dann, wenn das betroffenen Kind sich nicht so gut mitteilen kann.
      "Kinder erzählen viel, bis der Tag lang ist", "Kindern haben eine große Phantasie" sind nur mal zwei der Sprüche, die immer wieder gerne genommen werden; auch von Jugendämtern und Arbeitgebern.
      So, und nun mal Butter bei die Fische: woher das Wissen? Kann man das, was du hier behauptest, irgendwo nachlesen? Was haben übrigens Arbeitgeber mit Kindern dieses Alters zu tun?

      Dennoch sind noch zu viele Eltern mit ihren Kindern überfordert. Man braucht auch keinen Führerschein der Kindererziehung. Man muß lediglich die Menschlichkeit und die drei Feinde der Kindererziehung kennen.
      Und die wären?
      Kinder brauchen meiner Ansicht nach vor allem drei Dinge: Liebe, Aufmerksamkeit und Konsequenz.

      Den Kindern dabei Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein zu vermitteln sind hierbei ennorm wichtig und der beste Schutz gegen Mißbrauch jeglicher Art.
      Da stimme ich dir zu, aber der Mißbrauch von Kindern ist ein völlig anderes Thema und gehört imo nicht in diesen Thread.

      Die falsche/richtige Familienpolitik ist für die Eltern wichtig, die mit ihren Kindern Probleme haben und nicht für die, die eh damit klarkommen und ihre Kinder richtig erziehen (was immer das sein mag).
      Das ist - mit Verlaub - Phrasendrescherei. Was verstehst du denn unter falscher/richtiger Familienpolitik und richtiger Erziehung?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens