Ein Mensch, der - weil er’s längst erprobt - den Tag nie vor
dem Abend lobt, lernt selbst am Abend noch zu zittern: Denn
oft kommt’s auch zu Nachtgewittern.
Eugen Roth
Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug! Kutte Tucholsky
Ein Mensch, nichts wissend von "Mormone" Schaut deshalb nach im Lexikone Und hätt´ es dort auch rasch gefunden - Jedoch er weiß, nach drei, vier Stunden Von den Mormonen keine Silbe - Dafür fast alles von der Milbe, Von Missisippi, Mohr und Maus: Im ganzen "M" kennt er sich aus. Auch was ihn sonst gekümmert nie, Physik zum Beispiel und Chemin, Liest er jetzt nach, es fesselt ihn: Was ist das: Monochloramin? "Such unter Hydrazin", steht da. Schon greift der Mensch zum Bande "H" Und schlägt so eine neue Brücke Zu ungeahntem Wissensglücke. Jäh fällt ihm ein bei den Hormonen Er sucht ja eigentlich: Mormonen! Er blättert müd und überwacht: Mann, Morpheus, Mohn und Mitternacht ... Hätt´ weiter noch geschmökert gern, Kam bloß noch bis zum Morgenstern Und da verneigte er sich tief Noch vor dem Dichter - und - entschlief.
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Descartes sagte: "Ich denke, also bin ich."
Und seit TikTok WISSEN wir: Es geht auch so.