Macht euch nackich!

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    • Lieber Tom, da kann ich dir nur ausdrücklich zustimmen.

      Es werden jährlich öffentliche Gelder in Millionenhöhe verschwendet, ohne daß dafür irgendjemand zur Verantwortung gezogen würde. Der Bund der Steuerzahler veröffentlicht ja in jedem Jahr genaue Zahlen dazu.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Liebe Gräfin,
      sicher hast du dich nur verschrieben, aber wir reden hier von Milliardensummen!!
      Dem Bund der Steuerzahler sind im Jahr 03' Verschwendungen in Höhe von insgesamt 30 Milliarden Euro an Steuergeldern aufgefallen! :O


      Hier kann man sich das aktuelle Schwarzbuch im PDF Format herunterladen, und auch gleich mal einen Blick oben auf die Schuldenuhr werfen.
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher
    • [URL=http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,315048,00.html]Die Verzweiflung des Stralsunder Ingenieurs[/URL]

      Ein ostdeutscher Ingenieur bekommt nach Jahren der Arbeitslosigkeit 1200 Euro Arbeitslosengeld?! Die Frau bekommt 650 €uro (diese Zahl scheint mir schon wesentlich realistischer).

      Macht zusammen 1850 Euro Netto, ein Facharbeiterlohn.
      Den Facharbeiter möchte ich sehen, der 1850 Eumel auf die Hand kriegt.

      Der Rest des Artikels ist auch nicht besser. Wie schon drübersteht: wüste und gefährliche Polemik. Was soll das?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Das hätte ich auch nicht erwartet. Wir sind zwar gelegentlich anderer Meinung, aber du schreibst deine wenigstens richtig hin. :D

      Aber mal im Ernst: Irgendwie zeugt sowas doch davon, daß man sich mit der Materie nicht allzu intensiv auseinadergesetzt hat, oder?

      Ich finde den Populismus, den Lafontaine an den Tag legt, übrigens schon fast gefährlich.
    • Ich finde den gesamten Populismus, der im Zusammenhang mit dieser Maßnahme an den Tag gelegt wird gefährlich. Diese Form von Populismus ist im Jahre 14 nach der Vereinigung eben dieser äusserst unförderlich.
      Das ein Herr Lafontaine auf diesen fahrenden Zug mit aufspringt wird ihm langfristig zum Verhängnis.



      MfG
      Tom
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher
    • Ich habe immer viel vonm Lafontaine gehalten, ähnlich auch von Gysi. Den beiden nun aber eine Linkspartei zuzuschanzen und auch auf sie zu hören ist imho einfach nur blöd. Man hat gesehen wie die beiden anderen die Brocken vor die Füsse werfen... Das nochmal?
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,315754,00.html

      Anstatt eine Alternative für Hartz IV zu suchen, sollte das ganze System umgestürzt und umstrukturiert werden. Wenn das Recht auf Arbeit in der Verfassung verankert wäre, gäbe es gar kein ALG II.



      Das ist logisch.


      Ich bin generell gegen den Kapitalismus und wünsche mir den Sozialismus und die Planwirtschaft wie früher.


      Schön für ihn.

      Im Sozialismus hätte der Staat wieder das Sagen über die Konzerne, die kleinen Unternehmen könnten außerdem ihre Interessen gegen die Großen besser wahren.


      Kleine und große Unternehmer im Sozialismus? Hab ich was verpasst? Ich kann mich nur an kleine private Unternehmen erinnern, dennen mal wo immer es ging Knüppel zwischen die Füsse geworfen at...


      Wieviele Leute muss man eigentlich befragen eh man sowas rauskriegt oder ist das wirlklich die "Vox populi"?
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Die Bundesregierung kürzt etlichen Altenheimbewohnern zum ersten Januar 2005 das vom Sozialamt gezahlte Taschengeld um etwa ein Drittel auf 89,70 Euro (West) bzw. 80,70 Euro (Ost).
      wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=623&sid=118#id102

      Meiner Ansicht nach kommt das einer Kürzung der Sozialhilfe gleich - es ist eine Schande. X(




      Die niedersächsische Landesregierrung will das einkommens- und vermögensunabhängige Blindengeld zum 1. Januar 2005 ersatzlos abschaffen - und nicht nur das - es werden alle anderen Bundesländer aufgefordert, diesem Beispiel zu folgen.
      abendblatt.de/daten/2004/07/15/318355.html

      Und wieder eine Gruppe der Bevölkerung, die unverschuldet in die Sozialhilfe - und ins soziale Abseits! - gedrängt wird. Wie soll ein Blinder noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, wenn er die Bezahlung der dafür erforderlichen Begleitperson nicht mehr aufbringen kann?

      Daß sowohl Bundes- als auch Landesregierungen nur dort sparen, wo die Einschnitte am schmerzhaftesten und die Lobby am kleinsten ist, verwundert nicht mehr und ist schlicht und ergreifend zum Kotzen.

      Zitat aus dem Gästebuch des niedersächsichen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit - dieser Meinung kann ich mich nur anschließen:
      Sehr geehrte Frau Sozialministerin, Sie werden sich Ihr Amt bestimmt anders erträumt haben, als jetzt die Buh-Frau für eine haushaltspolitische Notverordnungspolitik zu sein. Ihnen und Ihren Kollegen in Bund und Ländern scheinen die Gestaltungsmöglichkeiten für Sozialpolitik abhanden gekommen zu sein. Ich möchte Sie ermutigen zu einer Diagnose, die unbequem ist, aber so ist das nun mal. In einem Land, dessen Bruttosozialprodukt schneller wächst als die Bevölkerung, werden auch weiterhin Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert. Wenn Sie die vermögens- und Einkommensunabhängigen Nachteilsausgleiche und Leistungen kürzen oder gar streichen, verkürzt sich der Weg in die Armut im Falle von Krankheit und Behinderung dramatisch.Auf der anderen Seite wächst privater Reichtum weiter. Politik - auch bei Ihnen - hat keine human gestaltenden Antworten mehr auf die Herausforderungen einer modernen Gesellschaft. Daran droht unsere Gesellschaft zu zerbrechen. Wenn Leistungen nur noch nach Bedürftigkeit verteilt werden, wird die Rolle der Verwaltung der Bedürftikeit natürlich wachsen und einen guten Teil des an den Betroffenen Eingesparten auffressen. Der 11. September 2004, wenn die Blinden Ihnen diesen Bankrott vor Augen führen, wird hoffentlich ein guter Tag für alle, weil er ein Tag sozialpolitischen Richtungswechsels ist. Es gab schon einmal eine CDU-geführte niedersächsische Landesregierung, die etwas zerschlagen wollte und selbst daran gescheitert ist. Das war 1978-1979, als aus ihrem Land die Initiative zur Zerschlagung des Norddeutschen Rundfunks kam. Ich wünsche Ihnen Einsichten und Kraft für wirklich historisches Handeln statt kleinmütiger Defizitverteilung! Dr. Jürgen Trinkus (Quelle)
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Ich bin mal ganz ketzerisch. Er hat es vielleicht blöde formuliert und ist sicher auch pauschal, aber grundsätzlich hat er Recht.

      Außerdem finde ich, genau wie die Tage bei Köhlers Äußerung, dass man nichts mehr sagen kann, ohne dass das sofort bis ins kleinste auseinandergenommen wird. Und das nicht nur in der Politik, das geht mir on the job auch so.
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • Natürlich, cosgan. Das hatte ich auch gemeint. Und ich kenne keine Einkommensgruppe, die ich da ausklammern könnte.

      Mit steigendem Einkommen sind da auch keine Hemmungen mehr da. Und wenn die Subventionen ausbleiben, droht ein Großkonzern schon mal mit der Verlagerung der Produktion nach Polen oder Fernost.

      Der (mißglückte) Versuch des Bundeskanzlers, gegen Angehörige der unteren Einkommenschichten Stimmung zu machen(parallel zu etlichen "Reformen wie Hartz IV oder Gesundheitsreform"), ist in meinen Augen ebenso schäbig wie verwerflich - und und es zeigt deutlich das eindimensionale Weltbild des Herrn Schröder.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens