Was man gelesen haben sollte.

    • Original von McGuffin
      Nur nebenbei, was deine in diesem Fall nicht tragbare Argumentation betrifft: Dir scheint in Sachen sauberem Essgeschirr etwas völlig entgangen zu sein. Das Plastikgeschirr mag rein sein, aber wie sieht es bei der Zubereitung durch den Caterer aus, der insgesamt für mehr als 1.000 Personen Essen vorbereitet? Alles koscher? :)


      Warum nicht? Wenn nicht gerade Würstchen Kalle aus dem Nachbardorf beauftragt wurde. Ich finde mit 10 Sekunden Googlen sofort einen Caterer in Berlin der in der Lage ist 1500 Leute koscher zu versorgen - zertifiziert von der Berliner Jüdischen Gemeinde und da gibt es noch mehr Angebote. Du brauchst eben die entsprechende doppelte Ausstattung an Gerätschaften und musst das alles gekennzeichnet haben.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Orthogräfin

      Bei der Veranstaltung waren etwa tausend Gäste. Neunzig Überlebende, etwa 20 Vertreter aus der Politik. Wenn für die Vertreter aus der Politik gedeckte Tische mit Bedienung organisiert werden konnten, warum dann nicht auch für die Überlebenden, die eigentlich die Ehrengäste hätten sein sollen? Weil das das Budget gesprengt hätte?


      Welches Budget? :)

      Laut Potsdamer Neueste Nachrichten haben da 20(!) Protokollvertreter aus Polen, Brandenburg und dem Bund bei der Vorbereitung mitgewirkt und dabei ist offensichtlich was verbockt worden - ob jemand jetzt spezielle Sonderwünsche hatte oder kommunikativ was schief lief mal völlig außer acht. Nun wird aber hier und in den entsprechenden Kommentaren unter den Artikeln entweder der Stiftung, die für Ravensbrück zuständig ist und der Politik - erstaunlicherweise da primär und faktisch ausschließlich Daniela Schadt der schwarze Peter zugeschoben und IHNEN vorgeworfen Überlebende zynisch zu behandeln, das an dem betreffenden Tisch auch Überlebende saßen, u.a. die Präsidentin des Ravensbrück Komitees wird dann natürlich ignoriert. Ist die etwa auch zynisch ihren Mithäftlingen gegenüber?

      Ich sehe 0 Probleme damit einen Imbiss, Kuchen und Suppe mit Platikgeschirr zu kombinieren, den Sondertisch hätte man sich klemmen sollen und müssen - der Aufschrei und die Reaktionen sind aber übertrieben, gerade gegenüber der Stiftung, deren Mitarbeiter sich anscheinend persönlich und fürsorglich im Rahmen des möglichen um die Gäste gekümmert haben.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Und die Karawane zog weiter.

      Keine der großen Nachrichtenwebseiten die am Wochenende groß berichtet hatten noch den empörten Kommentatoren war die Stellungnahme der Gedenkstätte am Montag noch eine Notiz wert. Wenn man Google glauben darf, war nur der Potsdamer Neuesten Nachrichten das Thema einen zweiten Artikel wert. :)

      Auf der Homepage der Gedenkstätte gibt es eine Stellungnahme der Leiterin der Gedenkstätte sich für die Umstände in dem Zelt entschuldigt. Ebenso gibt es dort Stellungnahmen von Überlebenden...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Vatikan nennt Irlands Ja zur Homo-Ehe Niederlage für die Menschheit

      Kardinalstaatssekretär Parolin hat das Ja der Iren zur Ehe für alle kritisiert. Es gehe um die Verteidigung der Familie, sagte der Vertraute von Papst Franziskus.

      Es geht um die Verteidigung der Familie? Inwiefern sind denn Familien durch die Ehe homosexueller Paare gefährdet? ?(

      Der Vatikan hat das irische Ja zur Ehe für homosexuelle Paare als "Niederlage für die Menschheit" bezeichnet. "Ich bin sehr traurig über dieses Ergebnis, die Kirche muss diese Realität berücksichtigen, aber in dem Sinne, ihre Verpflichtung zur Evangelisierung zu stärken", sagte Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin bei einer Veranstaltung in Rom. "Ich glaube, man kann nicht nur von einer Niederlage der christlichen Prinzipien, sondern von einer Niederlage für die Menschheit sprechen", zitierte ihn Radio Vatikan weiter.

      Eine Niederlage für die Menschheit? Wohl eher eine Niederlage für die katholische Kirche und ihre Homophobie...
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Es geht um die Verteidigung der Familie? Inwiefern sind denn Familien durch die Ehe homosexueller Paare gefährdet?

      Es verstört Kinder ;) und, wie es Michel ausdrückt:
      Durch die Legalisierung der Homo-Ehe werden jetzt ALLE Menschen homosexuell und die Menschheit stirbt aus.

      Außerdem ist es tolerant und mit der Lebensrealität übereinstimmend. Das gibt es in einem kath. Kirchensystem nicht... .
      "Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
      Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
      (Albert Schweitzer)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Zwiebel ()

    • Original von Michel
      Na ist doch klar. Durch die Legalisierung der Homo-Ehe werden jetzt ALLE Menschen homosexuell und die Menschheit stirbt aus. Logisch!!


      Warum nicht einfach von Ehe schreiben? Ich bin im Punkt völlig bei euch, mich nervt aber der Begriff. Es geht um die längst überfällige völlige rechtliche Gleichstellung - da sollte man dann auf "Homo-Ehe" verzichten und einfach von Ehe sprechen und schreiben.

      Den äußeren Schub brauchen wir ach so liberalen Deutschen dringend. Ich finde es interessant zu sehen, dass nun neben Spanien auch Irland weiter ist und ebenso die meisten Bundesstaaten der USA.
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      Benjamin Franklin
    • Original von Zwiebel
      Außerdem ist es tolerant......

      Ja, seien wir immer schön Tolerant, damit brauchen wir uns damit nicht auseinandersetzen.
      Toleranz, auch Duldsamkeit,[1] ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.

      [SIZE=7]Wikipedia[/SIZE]

      Was wir brauchen ist Akzeptanz. Eine zustimmende Haltung gegenüber anderen Lebensentwürfen.

      Ich zum Beispiel toleriere die katholische Kirche. Das ist aber eher eine resignative Haltung.
      .
      .
      .

      Descartes sagte: "Ich denke, also bin ich."
      Und seit TikTok WISSEN wir: Es geht auch so.
    • Klasse Kolumne, genau wie sie sein soll: witzig, dabei durchaus informativ mit dem gewissen "mannomann!" dabei.

      Besonders die Balance aus angeblicher Lügenpresse, Desinformation durch den Presseprecher von Frau Petry mit bewusster Inkaufnahme des entstehenden Presserummels (böse, wer da gleich an Vorsatz denkt *g). Zum Schluss ist ein Glas umgefallen, in dem Apfelsaft war.

      Woher kenne ich das? Kindergarten? Stille Post? :))
      "Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
      Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
      (Albert Schweitzer)
    • Warum gegen ein kleines Café geklagt wird

      Mich täte ja mal interessieren, wo die Damen und Herren Richter wohnen, die diesen Klagen stattgegeben haben.

      Und vor allem wäre es interessant zu erfahren, wieso der Eigentümer diese Räume an seine Schwiegertochter vermietet hat - die Probleme müssen ihm doch bekannt gewesen sein?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Original von Orthogräfin
      Mich täte ja mal interessieren, wo die Damen und Herren Richter wohnen, die diesen Klagen stattgegeben haben.

      Wieso? Selbst die eine der rausgeklagten Frauen sagt: "Wir hätten gar nicht das machen dürfen, was wir gemacht haben....", resümiert Frau Gammert."
      Das Problem ist doch, wenn Leute etwas anfangen, ohne sich vorher richtig zu kümmern.
    • Das sagt eine der Rausgeklagten - da wurden offensichtlich schon etliche Mieter rausgeklagt.
      ________________

      edit: die zitierte Frau Gammert hatte ihren Laden offensichtlich in einem anderen Haus:

      Auch Sabine Gammert holte sich bis vor einem halben Jahr regelmäßig ihren Kaffee im LoPa. Sie betrieb seit dem Jahr 2012 um die Ecke das Family2Go, gab jungen Müttern dort Tai Chi-Kurse, Yoga für Kinder, und es gab dort ein Massage- und Kosmetikstudio. Die Räumlichkeiten waren vorher völlig unsaniert. Gammert sanierte für 80.000 Euro die Elektrik, die Böden und die sanitären Anlagen. Was sie nicht wusste: Die Eigentümer, die über dem Family2Go wohnten, hatten schon alle Läden und Projekte vor ihnen "rausgeekelt".

      "Schon vor der Eröffnung hat man mich verklagt. Wegen Lärm und Ruhestörung", erzählt sie am Telefon. Sie ist gerade auf dem Rückweg von einem ihrer Sportkurse. "Und das an der lauten Clayallee, das muss man sich mal vorstellen, wo alle fünf Minuten ein Bus quietschend hält und die Feuerwehr ständig mit Sirene vorbeifährt. Aber wenn bei uns um 18 Uhr Kinderkurse anfingen, stand die Polizei auf der Matte."

      ________________

      Wie kann ein kleiner Laden mit Café, das Di-Sa von 10-17.30 Uhr geöffnet hat, der erlaubten Nutzung widersprechen? Oder anders gefragt: wie kann der Laden so genutzt werden, daß es der erlaubten Nutzung nicht widerspricht? Läden haben doch auch bis 22, manchmal sogar bis 24 Uhr oder gleich ganz rund um die Uhr geöffnet, so daß man auch als Anwohner mit Geräuschen (nicht Lärm) rechnen muß? Abgesehen davon, daß mittlerweile viele kleine Läden (so es die denn überhaupt noch gibt) einen Imbiß anbieten - mein Bäcker (mitten im Wohmgebiet) macht das beispielsweise auch. Der hat Öffnungszeiten Di-Fr von 5:30 bis 18 Uhr, Sa bis 11 Uhr - das Café in Berlin öffnet Di-Sa 10-17.30 Uhr! Das ist doch was anderes, als wenn da ein Pub jeden Tag bis Mitternacht geöffnet hätte.

      Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es da 14 Eigentümer, von denen jetzt zwei klagen - die anderen 12 klagen demnach also nicht. Können die nicht die Teilungserklärung gegen zwei Stimmen ändern?

      Ich habe mir mal bei Google Maps angesehen, wo dieses Café ist. Und ich möchte fast noch mehr als heute vormittag wissen, wodurch genau sich die Kläger derart belästigt gefühlt haben, daß sie deswegen vor Gericht gezogen sind.



      Auf jeden Fall bin ich doch einigermaßen fassungslos, wegen welcher Nichtigkeiten manche Leute vor Gericht ziehen. Das ist der Fluch der gottverdammten Rechtschutzversicherungen. Die Leute verklagen sich lieber gegenseitig, als miteinander zu reden und vielleicht mal ein Stück zurückzustecken...
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Orthogräfin ()

    • Original von Orthogräfin
      Warum gegen ein kleines Café geklagt wird

      Mich täte ja mal interessieren, wo die Damen und Herren Richter wohnen, die diesen Klagen stattgegeben haben.


      Welchen Klagen wurden stattgegeben?

      Es ist doch eigentlich ganz einfach:
      Das Problem: In der Teilungserklärung aus dem Jahr 1991 sind die Räume im Souterrain als Ladengeschäft deklariert. Darauf stützen sich die Kläger. "Hätte mein Schwiegervater seine Räume hier damals als Geschäftsräume oder gleich als Café deklariert, hätten wir heute kein Problem", seufzt Miriam Ebel.


      Ladengeschäft ungleich Gastronomie

      Man hätte den Laden da nicht aufmachen dürfen. Hätte man vorher wissen können oder hat man vorher gewusst und einfach ignoriert und nun ist der Jammer groß. Klassischer Fall von selbst Schuld.

      Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es da 14 Eigentümer, von denen jetzt zwei klagen - die anderen 12 klagen demnach also nicht. Können die nicht die Teilungserklärung gegen zwei Stimmen ändern?


      Das geht nur einstimmig...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Die Primitivität und Aggressivität, mit der Andersmeinende im Internet verfolgt werden, scheint mir denselben psychologischen Mechanismen zu folgen, die früher zu Lynchjustiz und Pogromen führten. Der Andersmeinende wird zunächst als wahlweise „dumm“ oder „böse“ dargestellt. Er ist also das, was man im Mittelalter als „wahnsinnig“ oder „vom Teufel“ bezeichnete, damals wie heute ein Tötungsgrund, nur eben heute virtuell, ein erheblicher Fortschritt, sicherlich....Der Delinquent wird zur digitalen Vernichtung freigegeben. Der Shitstorm ist die Hexenverbrennung des 21.Jahrhunderts, Gott sei Dank bei angenehmen Temperaturen, „nur“ sozial, nicht physisch vernichtend.


      Was glaubt Herr Nuhr eigentlich, wer er ist?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Was die beleidigenden Inhalte betrifft, da stimme ich dir zu – die sind inakzeptabel und gehören gelöscht, bei justiziablen Inhalten Strafanzeige erstattet. Die Frage ist aber auch, was man als Beleidigung empfindet – und da habe ich den Eindruck, dass Oberlehrer Nuhr sehr viel besser austeilen als einstecken kann.

      Worauf ich mit meiner obigen Frage hinauswollte, ist die Tatsache, dass Herr Nuhr das alleinige Recht auf Wahrheit für sich reklamiert und ganz offensichtlich glaubt, man dürfe ihn weder kritisieren noch sich über ihn lustig machen. Kritikwürdig sind sein Anbiedern an die Mächtigen und sein Umgang mit denen, deren Meinung er für falsch hält. Und sein Kreditvergleich war meiner Ansicht nach unter aller Kanone.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Martin Klingst, Zeit schrieb:

      Seit Monaten weigert sich die Bundesregierung, dem NSA-Untersuchungsausschuss die Liste jener Selektoren vorzulegen, die tiefere Einblicke geben kann in die systematische Spionage von BND und NSA in Europa. Bislang hat die Bundesregierung erklärt, man könne der Forderung nicht nachkommen, weil dafür die Zustimmung der US-Regierung notwendig sei. Doch Mitarbeiter von US-Präsident Barack Obama widersprechen dieser Aussage nun in der ZEIT.

      Das Weiße Haus habe zwar Bedenken geäußert, doch sei der Bundesregierung nicht untersagt worden, den
      Geheimdienstausschüssen des Bundestags die Liste zur Einsicht vorzulegen. Die letzte Entscheidung über eine Freigabe sei
      der Bundesregierung überlassen worden. Auch sei es eine "absolute Mär", dass die US-Regierung mit einer Einschränkung der
      Geheimdienstkooperation gedroht habe, sollte die Liste öffentlich werden.

      Kanzleramt darf Selektorenliste laut USA freigeben

      Sind nicht nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2009 über den damaligen BND-Untersuchungsausschuss die Rechte der Parlamentarier gestärkt worden, Akteneinsicht zu nehmen?
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      Descartes sagte: "Ich denke, also bin ich."
      Und seit TikTok WISSEN wir: Es geht auch so.