Was man gelesen haben sollte.

    • Broder war ja nie einfach! Ein Mann mit mehr als nur ein paar Ecken und Kanten.
      Ein eigensinniger Sturkopf, aber ich habe ihn gerne im Fernsehn gesehen, im Radio gehört,
      oder Beiträge von ihm gelesen. Mann konnte sich über ihn aufregen, über ihn ärgern, oder
      mit ihm miteifern.
      Mit diesem Ding verrennt er sich aber total. Und sein Hinschmeißen bei Radio1 ist wie das
      beleidigte Fußstampfen eines kleinen Kindes. Mit dieser ganzen Augsteingeschichte (der
      ohne Zweifel auch kritikwürdig ist) zerstört Broder viel von seiner Reputation.

      Nachtrag: Der Broder hatte aber schon immer nicht nur Freunde! Kondebiler Wortverwurster
      nannte ihn der Feynsinn, wie ich gerade eben in eigentlich anderem Zusammenhang lesen konnte!

      Was heißt eigengentlich 'kondebil'??
      Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
      Kutte Tucholsky
    • Wobei mich wirklich mal interessieren würde, wie man überhaupt darauf kommt, Kritik an Israel generell als Antisemitismus zu bezeichnen.

      Im übrigen bin ich vor kurzen auch als latenter Antisemit, ja Judenhasser diffamiert worden. Das war bei der Diskussion um religiöse Beschneidungen von Säuglingen und (Klein)kindern. Diese Beschneidungen lehne ich strikt ab - vor allem, weil sie meiner Ansicht nach dem vom Grundgesetz garantierten körperlichen Unversehrtheit zuwiderlaufen. Das heißt übrigens nicht, daß ich generell gegen religiöse Beschneidungen bin - wenn erwachsene Männer oder doch zumindest religionsmündige Jugendliche sich beschneiden lassen wollen, ist mir das völlig egal.

      Diese Nebelkerze hat mich an einen anderen Vorwurf erinnert. Nachdem Westerwelle mit seinen unerträglichen Äußerungen gegen Arbeitslose ins Kreuzfeuer geriet, wurde seinen Kritikern auch vorgeworfen, sie würden hinter der Kritik an Westerwelles Tiraden lediglich ihre Homophobie verstecken.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Orthogräfin ()

    • Ich habe den Eindruck, Broder redet sich gerade um Kopf und Kragen:

      "Augstein sieht sich als kritischer Journalist, so wie sich ein Pädophiler
      als Kinderfreund ansieht. Auf die Selbstwahrnehmung kommt es dabei nicht an."

      Quelle: Tagesspiegel


      Die Kommentare bei den Nachdenkseiten und beim Politblogger sind ziemlich deutlich.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Original von Orthogräfin
      Ich habe den Eindruck, Broder redet sich gerade um Kopf und Kragen:


      Du liest ihn schon länger nicht mehr, oder? Das tut Broder eigentlich seit Ewigkeiten. Der springende Punkt dabei ist nur, dass ihn mittlerweile in der deutschen Presse eh niemand mehr ernst nimmt und beachtet und er daher am Rande wüten und beleidigen kann. Egal ob er sich gerade mit Boris Kramer, Jakob Augstein oder sonstwem anlegt, egal ob er mal wieder in NS Rhetorik (Parasiten) oder Vergleiche verfällt oder anders versucht Aufmerksamkeit zu erheischen. Ihn nimmt längst niemand mehr ernst.

      Und das ist bitter, ich habe ihn mal wirklich gemocht...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Das ist das Traurige an dieser Angelegenheit.
      Dass er mit dieser ganzen Aktion den letzten Rest von Sympathie für seine Person verspielt.
      Er wanderte ja schon lange an diesem Grad. Aber es war doch so, dass man ihm noch immer
      eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt hat. Wenn er in Zukunft etwas von sich gibt, dann wird
      das keiner mehr beachten.
      Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
      Kutte Tucholsky
    • Missbrauchsstudie der Kirche steht auf der Kippe

      Da stelle mer uns mal alle janz dummm und fragen uns, warum die RKK ihre Archive den Mitarbeitern des KFN und "geschulten Juristen" (was immer das sein mag) öffnet und das auch noch freiwillig. Zuallererst hätten doch wohl Polizei und Staatsanwaltschaft Zugang zu den Kirchenarchiven erhalten müssen - und zwar unverzüglich nach Bekanntwerden der ersten Mißbrauchsfälle und notfalls ohne Zustimmung der Kirche bei Hausdurchsuchungen?

      Auch jetzt ist offensichtlich, daß die Kirche wieder vertuschen will und keinesfalls an einer ehrlichen und vollständigen Aufarbeitung interessiert ist. Daß das kaum noch irgendwen wundert, macht das Ganze aber nicht weniger empörend.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Muss man an dem Wort und was die verbreiten nicht seit Anbeginn ihres Daseins zweifeln.

      Leider erkennt man das oft erst zu spät weil man als Kind / Jugendlicher ja mehr oder weniger der Kirche (der Glaubensrichtung der Eltern ) anheim geführt wird.
      Das fängt doch schon mit der Taufe, Beschneidung an, geht über Kommunion / Konfirmation / Bar Mitzwa / weiter bis zu den Islamischen Riten und Traditionen.

      Eigentlich erkennt man doch erst als Erwachsener wie verlogen die verschiedenen Glaubensrichtungen sind.
      Das die Kirche gerne vieles unter den Teppich kehren möchte ist ja nicht erst seid diesem Jahrhundert bekannt, also warum sollte es einen Wundern.
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Mal wieder ein lesenswerter Broder. :O

      Ich stimme ihm nach wie vor nicht zu, aber ich habe nicht mehr geglaubt, dass Broder a) aus der extremen Ecke zurückkommt und b) sich für die übelsten Entgleisungen entschuldigen würde.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin