Was man gelesen haben sollte.

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Original von cosgan
      Wenn jemand schwanger ist, braucht er das nicht beim Bewerbungsgespräch anzugeben.

      Das ist geltendes Recht, cosgan. Warum darf sich ein Arbeitgeber darüber hinwegsetzen? Noch dazu ungestraft und mit Billigung des Betriebsrates?

      Jemand ist Alkoholiker. Dadurch kann soviel passieren und die Zeche zahlt dann der Arbeitgeber.

      Das verstehe ich nicht. Wenn "was passiert", dann hat das für einen alkoholisierten Arbeitnehmer durchaus Folgen. Nicht nur arbeitsrechtlich, sondern - je nachdem, was passiert ist - auch zivil- und/oder strafrechtlich.

      Zwischenzeitlich ist es so, dass Arbeitsgerichte meist den Arbeitgebern recht geben...

      Wozu ist dann noch ein Bluttest oder eine Urinprobe vor der Einstellung notwendig?

      Was ist eigentlich aus der guten alten Probezeit geworden?

      Den Verweis auf Orwell habe ich ehrlich gesagt auch nicht verstanden.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Orthogräfin ()

    • Gräfin, ich weiß, dass das geltendes Recht ist, trotzdem finde ich es unfair, gerade Kleinbetrieben gegenüber. Ein Konzern steckt sowas leichter weg. Man müsste da Unterschiede machen, nämlich, dass sie es nicht verheimlichen dürfen. Ich weiß jedenfalls noch aus meiner Zeit, dass ich junge Frauen erst garnicht mehr eingestellt habe. Wenn denen einmal schlecht wurde, habe ich schon befürchtet, sie fallen aus, weil sie schwanger sind. Wenn sie es aber schon beim Einstellungsgespräch sind, hilft mir da auch keine Probezeit. Uns ist es einmal passiert, daher habe ich im Büro nur noch Männer eingestellt. Daher meinte ich, dass mit diesem "Recht" vielen jungen Frauen nicht unbedingt geholfen wurde.

      Gerade auf dem Bau kann durch Alkohol soviel passieren und auch andere Menschenleben können dadruch gefährdet sein, die von Kollegen beispielsweise. Klar hat das für den Arbeitnehmer auch strafrechtliche Folgen, aber im Endeffekt bekommt der Arbeitgeber den Ärger, er hätte einen Mann, der alkolisiert ist, garnicht auf diesen Platz stellen dürfen. Nur, der steht auch nicht den ganzen Tag daneben und wenn der Arbeiter nicht gerade sturzbesoffen ist, fällt es auch nicht unbedingt gleich auf.

      Ich habe nicht gesagt, dass ich diese Tests gut finde, ich habe nur gesagt, dass ich sie in manchen Fällen nachvollziehen kann.

      Der Vergleich mit Orwell sollte zeigen, dass viele Arbeitnehmer, die jetzt über die Obrigkeit schimpfen, wenn sie an ihrer Stelle wären, mit der Zeit eventuell genauso handeln würden, wie jetzt ihre Chefs. Sie wollen alles besser machen und im Endeffekt verfallen sie in das gleiche Strickmuster. Der Vergleich war aber eher ironisch gemeint.
    • Ebenso ist es bei Schwerbehinderten. Gerade auf dem Bau sieht man es den Leuten oft nicht an. Ist er dann eingestellt, stellt man fest, dass der Arbeiter gerade zum Bierholen taugt. Eine Chance, diesen Menschen zu entlassen, hat man nicht. Er ist praktisch unkündbar.


      Doch man kann auch Schwerbehinderte entlassen, A. ist man vom Gesetzgeber her gezwungen dem Arbeitgeber schon vorher mitzuteilen das man Schwerbehindert ist, macht man das erst nach der Einstellung kann ein Schwerbehindeter entlassen werden dazu gibt es auch Urteile.
      Auch so kann ein Schwerbehindeter entlassen werden, nur ist es nicht ganz so einfach, kann ich ihn zb. trotz Hilfen und Fördermitteln nicht weiter beschäftigen geht das.

      Junge Frauen und Schwager, kenne ich von einem meiner Geschwister der stellt auch keine jungen Frauen ein. Ihm ist es schon passiert, da hat er für einen guten Bekannten dessen Tochter eingestellt, nach der Probezeit war sie plötzlich schwanger, kaum war das 1. knapp ein Jahr alt, war das 2. unterwegs, das 3. war dann auch optimal abgepasst
      Seid dem Tag hat mein Bruder einen guten Bekannten weniger. Dank Gesetz muss er den Arbeitsplatz freihalten, hat er zwar nicht gemacht, aber es gab eine Menge Stress mit Behörden und Anwälten.
      Dieses Gesetzt ist schlecht durchdacht.

      Übriges kann es durchaus auch vom Vorteil sein Behinderte einzustellen, die sind oft genauso fleißig oder fleißiger als Gesunde, die Arbeitsplätze werden oft auch zum nutzen von Nicht behinderten mit Fördergeldern optimiert. Und für Schaffung von Arbeitsplätzen gibt es bis zu 80% Lohnzuschüsse sowie Hilfen zb. für Maschinen, Geräte die die Arbeit erleichtern.


      Hat er aber nicht gemacht
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Brösel, dann hat sich das Gesetz geändert. Damals musste man ab einer bestimmten Betriebsgröße, wenn man keinen Behinderten einstellte, einen Ausgleich bezahlen. Unseren Behinderten haben wir erst nach vielen Jahren losbekommen, weil er einen besseren Job fand, also selbst kündigte. :)Er hat die Einkaufswägelchen in einem Einkaufszentrum durch die Gegend kutschiert und das schien ihm zu gefallen. :))Ich bin ihm dort mal begegnet. Es könnte allerdings auch sein, dass das Einkaufszentrum auch erst später mitbekam, was mit ihm los war und ihn halt dann dafür abstellte. (ich glaube kaum, dass er für diesen Job einen besseren Stundenlohn bekam als er bei uns hatte).

      Wenn sich da das Gesetz geändert hat, ist das nur positiv. Vermutlich gab es eben dieses Gesetzes wegen später diese Urteile. Die hatten ja wohl auch ihren Grund.

      Übriges kann es durchaus auch vom Vorteil sein Behinderte einzustellen, die sind oft genauso fleißig oder fleißiger als Gesunde, die Arbeitsplätze werden oft auch zum nutzen von Nicht behinderten mit Fördergeldern optimiert. Und für Schaffung von Arbeitsplätzen gibt es bis zu 80% Lohnzuschüsse sowie Hilfen zb. für Maschinen, Geräte die die Arbeit erleichtern.


      Es spricht ja auch nichts dagegen, Behinderte einzustellen, allerdings sind sie halt nicht überall einsetzbar, trotz Lohnzuschüsse. Vorallem. man muss es wissen.
    • Das war noch in den 90 Jahren als ich Schwerbehinderten Obmann war, aber selbst in der Zeit haben sich die Gesetze schon geändert.

      Ich denke mal das in den letzten 11 Jahren noch einiges mehr dazugekommen ist was sich geändert hat, trotz allen ist das ein Heiden Papierkram, der Behinderte wird dazu angehört, Betriebsrat oder Obmann, Schwerbehinderten zu entlassen ist immer noch nicht ganz so einfach.
      Damals musste man ab einer bestimmten Betriebsgröße, wenn man keinen Behinderten einstellte, einen Ausgleich bezahlen.


      Stimmt, wenn ich es noch richtig weiß ab 5 Mitarbeitern kann auch 10 gewesen sein, bin da schon zulange raus um das noch alles zu wissen. Anderseits wird das Geld ja dann genommen um Arbeitgebern ein Anreiz zu bieten und ihnen Hilfen zu Verfügung zustellen wenn sie Behinderte einstellen (Kommt natürlich auch immer drauf an was das für ein Job ist, ein Blinden kann man nicht als Trucker einsetzen, aber zb. als Telefonist)
      Es gibt dazu auch spezielle Anlaufstellen die einem sehr fachkundig beraten und helfen.

      Aber wie gesagt nach gut 11 Jahren weiß ich das auch nicht mehr so genau, dazu müsste man sich da sehr intensiv wieder rein knien
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Und was hat die Behinderung eines Arbeitnehmers jetzt mit den Bluttests zu tun? Sieht man daran Behinderungen?

      Und welche Arbeiten muß beispielsweise ein Journalist ausführen, daß das einen Bluttest rechtfertigt? Der NDR hat Bluttests bei Bewerbern durchgeführt - und eine geradezu lächerliche Begründung geliefert.

      Mir ist klar, daß es in einigen Berufen besondere Anforderung an die Gesundheit der Mitarbeiter gestellt werden (etwa in der Lebensmittelbranche, da braucht man meines Wissens einen Gesundheitsausweis, aber den gibt es beim Gesundheitsamt).

      Es will mir nach wie vor nicht einleuchten, wozu ein Arbeitgeber generell das Blut eines (potentiellen!) Mitarbeiters brauchen sollte - und daß das mit dem Gesetz vereinbar ist.

      Im überigen bin ich ebenfalls seit Jahren im Öffentlichen Dienst - und einen Bluttest habe ich noch nie gemacht. Und beim Betriebsarzt war ich im ganzen Leben noch nie.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • etwa in der Lebensmittelbranche, da braucht man meines Wissens einen Gesundheitsausweis, aber den gibt es beim Gesundheitsamt.


      Richtig, und der besteht meist darin das man ein Film gezeigt bekommt das man auf Sauberkeit achten soll und sich grundsätzlich die Hände waschen sollte im Umgang mit Lebensmitteln. ;)
      Und jedes Jahr wurden wir auf ansteckende Krankheiten untersucht, aber die musste man eh sofort melden wenn sie einem bekannt waren. Selbst bei der kleinsten Erkältung hieß es zu Hause bleiben.


      Es will mir nach wie vor nicht einleuchten, wozu ein Arbeitgeber generell das Blut eines (potentiellen!) Mitarbeiters brauchen sollte - und daß das mit dem Gesetz vereinbar ist.


      Ich sage jetzt einfach mal weil man anhand eines Blut testest wesentlich mehr Diagnostizieren kann, wir wurden eine Zeit lang auch immer zu einer Arbeitsmedizinnischen Untersuchung geschickt, schon weil wir viel mit verschiedensten Stoffen in Gas und Staub Form zu tun hatten. Allein auch schon wegen der verschieden Schweißformen die ja zum teil Krebs erregend sind.

      Der Arbeitgeber hat aber immer nur den Hinweis bekommen das wir die Arbeit weiter verrichten konnten weil keine Gesundheitlichen Schädigungen vorlagen, lagen welche vor wurde nur drauf hingewiesen das betreffende Person zb. nicht mehr in Zwangslage Schweißarbeiten durchführen sollte. Aber deswegen wurde nie ein Arbeitnehmer benachteiligt, wurden eben andere Leute für die Jobs eingesetzt.

      Der Arbeitnehmer selber erhielt aber schon eine genauere Diagnose, von wegen auf den Rücken oder die Gelenke achten zb. oder eine genauere Untersuchung bei Fachärzten durchführen zu lassen.

      Ob das allerdings für jeden Beruf nötig ist, keine Ahnung, außer man will wissen ob der Mitarbeiter eventuell ein Drogen oder sonstiges Problem hat.
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Original von Brösel
      etwa in der Lebensmittelbranche, da braucht man meines Wissens einen Gesundheitsausweis, aber den gibt es beim Gesundheitsamt.


      Richtig, und der besteht meist darin das man ein Film gezeigt bekommt das man auf Sauberkeit achten soll und sich grundsätzlich die Hände waschen sollte im Umgang mit Lebensmitteln. ;)
      Und jedes Jahr wurden wir auf ansteckende Krankheiten untersucht, aber die musste man eh sofort melden wenn sie einem bekannt waren. Selbst bei der kleinsten Erkältung hieß es zu Hause bleiben.




      Das stimmt so nicht ganz,ich bin beim gesundheitsamt gewesen wegen dem Wisch,und mir wurde Blut abgenommen usw.
      den schein habe ich erst eine Woche später bekommen.
      Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,wird es dir sein,als lachten alle Sterne,
      weil ich auf einem von ihm wohne,weil ich auf einem von ihnen lache.
    • Dann ist es möglich das das bei eurem Gesundheitsamt anders gehandhabt wird.

      Wir haben nur einen Film zu sehen bekommen, der lief so in etwa von 15-20 Min.
      Anschließend haben wir den Wisch bekommen.

      Dafür mussten wir uns aber Betriebsintern jedes Jahr Hygiene Belehrungen anhören, und wurden untersucht. Meist brauchten wir aber nur Stuhlproben abgeben und alle 2-3 Jahre kam ein Röntgenfahrzeug vorbei.

      Hygiene Belehrungen gab es so alle 3 Monate, und zwischendurch wurden nach der Schleuse durch die man musste, Kontrollen durchgeführt ob man saubere Arbeitskleidung an hatte, die Hände gewaschen und desinfiziert waren sowie das Schuhwerk gereinigt worden war. Von den Händen wurden Abstriche gemacht und das kam dann in eine Petrischale zur Kontrolle. Und wehe man ist aufgefallen, beim 1. mal meist nur eine Ermahnung plus Belehrung, beim 2. mal Abmahnung, beim 3 mal Kündigung.
      Nur bei uns Blaumännern (Mechanikern) war das anders geregelt, aber wir haben ja auch nicht mit offenen Lebensmitteln gearbeitet sondern die Maschinen in Ordnung gehalten und Kontrollen gemacht ob die Hygiene Vorschriften beim Reinigen der Maschinen eingehalten wurden.
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Original von Brösel
      Ich setze es mal hier rein, wenn es nicht passt bitte verschieben.

      BGH-Urteil straft Inhalteklau im Internet ab


      Ich habe ihn mal in den Internetbereich kopiert, da er da thematisch auch sehr gut passt.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Bis heute, also mehr als 8 Jahre nach 9/11, hat keine unabhängige Stelle, kein unabhängiges Gericht, die zur Verfügung stehenden angeblichen oder tatsächlichen Beweise überprüft und nachprüfbar in einem rechtsstaatlichen Anforderungen genügenden Verfahren festgestellt, wer für die Anschläge von 9/11 verantwortlich war. Was auf keinen Fall geht, ist zu sagen, die Beweisführung ist schwierig; es ist uns zu mühsam, die Täter bzw. mögliche Hintermänner zu ermitteln und dingfest zu machen. Deshalb umgehen wir diese rechtsstaatlichen Schwierigkeiten und fangen einen Krieg an, um mögliche Tatverdächtige mit militärischer Gewalt direkt unschädlich zu machen, also zu töten. Es darf in einem Rechtsstaat nicht sein, dass man auf die erforderlichen Maßnahmen der Ermittlung von Verdächtigen, ihre Dingfestmachung und eine Anklageerhebung vor einem unabhängigen Gericht verzichtet oder jedenfalls davon Abstand nimmt und stattdessen einen Krieg ausruft, ein fremdes Land bombardiert und militärisch besetzt, in dem sich Tatverdächtige oder mögliche Hintermänner befinden sollen.

      [EMAIL=http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31729/1.html]Bundesverwaltungsrichter Dieter Deiseroth über die Rechtmäßigkeit des Afghanistan-Krieges und der Frage, ob die Terroranschläge in den USA aus rechtstaatlicher Sicht ausreichend aufgeklärt wurden[/EMAIL]
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens