Was uns alles so ärgert!

    • Original von Rincewind
      Ich nehme an, dass diese Forderung einer "Klarstellung" beider Landesregierungen intern mit einer sehr deutlichen Drohung bezüglich einer zukünftigen Akzeptanz und Finanzierung von Krankenhäusern in katholischen Trägerschaft kombiniert wurde und so die Kompromissbereitschaft der entsprechenden Bischöfe deutlich gesteigert wurde.

      Das nehme ich auch an. Die Kirche ist also nur deshalb "kompromissbereit", weil es gar nicht mehr anders geht - das hat also mit Menschlichkeit nicht allzuviel zu tun, sondern ist reiner Opportunismus.

      Und das ist wieder eine seit Jahrhunderten bestehende Konstante.

      Zweitens ist die Argumentation herrlich. Die katholische Kirche sagt nun:
      Die «Pille danach» sei zulässig, wenn das Medikament eingesetzt werde, um die Befruchtung zu verhindern. Nicht hinnehmbar sei eine Verschreibung dagegen, wenn die «Pille danach» die Einnistung bereits befruchteter Eizellen in der Gebärmutter verhindern solle.

      Mit anderen Worten: Verhütung ist erlaubt (oder ist sie es nur nach einer Vergewaltigung?), aber Abtreibung (auch nicht nach einer Vergewaltigung) ist es weiterhin nicht?

      Was übrigens meine Verwunderung betrifft, bezieht die sich im wesentlich auf die von dir beschriebene konsequente Logik der katholischen Kirche.

      Der Kölner Erzbischof sagte, er habe seine Ansicht zu dem Medikament nach einer Beratung mit Fachleuten geändert. Ihm sei deutlich geworden, dass unter dem Namen "Pille danach" verschiedene Präparate mit unterschiedlichen Wirkungen zusammengefasst werden.
      www1.wdr.de/themen/panorama/pilledanach126.html

      Soso, nach einer Beratung mit Fachleuten also. Das heißt, vorher hat er eigentlich gar keine Ahnung gehabt?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Inzwischen seit Jahrzehnten Standard bei öffentlichen Bauprojekten. Besonders bei Großprojekten, aber inzwischen bis hinunter auf Bezirksebene.
      Niemand sagt vorher öffentlich den tatsächlichen Preis. Das wird runter gerechnet, damit das locker durch die Parlamente gewunken werden kann. Obwohl jeder weiß, das die Preise, die da genannt werden gar nicht haltbar sind. Kein privater Bauherr könnte sich eine solche unseriöse Planung erlauben. Kein privater Bauherr würde sich von den beteiligten Baugesellschaften derartige Kostensprünge gefallen lassen.
      Papa Staat hat offene Taschen und die Betrügerbande verwaltet diese.
      Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
      Kutte Tucholsky
    • Mir sträuben sich die Haare, wenn ich die Begründung für den Weiterbau von S21 lese. Halten die da oben wirklich die Bürger für so komplett verblödet? Ich fürchte, ja.

      So sehen die tatsächlichen Kosten aus: zwuckelmann.files.wordpress.co…kosten-s21-neu-120213.pdf

      Also wird wieder mit geschönten, verlogenen Zahlen gerechnet, gegen alle Vernunft wird weitergebaut, der Betrug am Bürger geht gerade so weiter wie es begonnen hat. Man wird vera.....t.

      Wie hat man diese sogenannten Wutbürger belächelt, als Penner und Rentnergarde bezeichnet, die angeblich aus lauter Langeweile jahrelang auf die Straße gezogen sind, sich beschimpfen lassen mussten, mit Wasserwerfern auseinandergetrieben wurden, weil sie gegen ein unsinniges Projekt protestierten und nicht wie Schafe alles abnickten was ihnen vorgekaut wurde.

      Bereits auf der ersten Bürgerversammlung in den 90ern gab es tumultartige Szenen und wurden berechtigte Einwände arrogant von den damals Verantwortlichen abgebügelt. Die Medien haben sie dabei noch unterstützt. Sie wurden hingestellt als ewig Gestrige, die sich gegen alles Neue sträuben.

      Im Gegenteil, sie haben diese Propaganda für S 21 durchschaut. Ihre Gegenargumente wurden nicht gehört, sie wussten, dass K21 das innovativere und zukunftsweisendere Konzept gewesen wäre. Sie haben den Betrug gesehen, auch mit diesen Grundstücksgeschäften, wo sich wieder ein paar Hansel eine goldene Nase verdienen. Dieses Geschäft kann man sich doch nicht entgehen lassen.

      Ich sehe noch diese Schlichtungsgespräche, eine Machtdemonstration, diese ewig grinsenden, arroganten Gesichter von Gönner und Kiefer, die stellenweise keine Argumente mehr hatten um aus dem Dilemma herauszufinden, weil die damalige CDU - Landesregierung die diesen Mist verzapft hat, selbst erkannt hatte, dass es Mist war. aber nicht mehr zurückkonnten, weil die Wahl vor der Tür stand. Es wurden Millionen für Planungen ausgegeben, aber es gab keine Planungen für K21.

      Der ganze Kampf soll umsonst gewesen sein?

      Ich bin so stinkesauer und ich würde am liebsten

      Wie wohl die Zahlen aussehen, wenn das Projekt fertig ist? Da kann sich der Berliner Flughafen dahinter noch verstecken. Wer wird dann zur Verantwortung gezogen? Diejenigen, die uns das alles eingebrockt haben? Pustekuchen!!!!!!
    • Passend zu Cosgans Beitrag:
      Warnung des Verkehrsministers: Bahn-Kunden drohen höhere Preise wegen Stuttgart 21

      Zugfahren dürfe nicht teurer werden, nur weil sich ein einzelnes Land seiner Verantwortung entziehe, sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Der neue unterirdische Bahnhof sei wichtig für Stadt und Region. Baden-Württemberg dürfe seine Vertragspartner daher nicht im Regen stehen lassen.


      Für wie blöd hält Ramsauer eigentlich die Wähler? Er versucht nun gerade den schwarzen Peter für unweigerlich steigende Ticketpreise ausgerechnet an diejenigen weiterzureichen, die schon immer und von vornherein gegen das Projekt waren und vor den Kosten gewarnt haben und dazu klipp und klar gesagt haben, dass man keinen einzigen Cent über den vertraglich verpflichtenden Teil zahlen wird, während die CDU und FDP das Ding gegen alle Widerstände und wirtschaftliche Vernunft als alternativlos durchgeprügelt haben, selbst als fest stand, dass es vollkommen unwirtschaftlich ist. Nein Herr Ramsauer, ich bin nicht so blöd den Bock mit dem Gärtner zu verwechseln weil ich für Bahntickets mehr zahlen darf weil man irgendwo im Süden einen schweineteuren Bahnhof baut...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • :top: :top:

      Die Volksabstimmung hat 2011 ein klares Votum für Stuttgart 21 gebracht. Das wundert auch niemand. Der Stimmzettel war so ausgelegt, dass man sich erst vorher kundig machen musste, wo das Kreuzchen richtig platziert werden sollte, weil der so missverständlich war, dass man schwer überlegen musste, wie er nun gemeint war.
      Das Ganze war eher eine "Volksverdummung" als eine Volksabstimmung.

      Es würde mich mal interessieren, wie viel % der Bürger für etwas gestimmt hat, was sie eigentlich gar nicht wollte, abgesehen davon, dass im November 2011 noch 4,5 Milliarden für S21 vorgelogen wurden, obwohl den Herrschaften die tatsächlichen Summen längst vorlagen. Ich bin mir ganz sicher, das Resultat hätte anders ausgesehen.
      War bei der Abstimmung über S21 nicht die Rede davon, die Kosten des Landes auf 930 Mio. fest zu schreiben? Und jetzt sollen zusätzliche Gelder erpresst werden?

      Wer glaubt noch, dass die jetzt genannten Kosten ausreichen um das Gesamtprojekt zu finanzieren?

      Und nun zur Lachplatte von Kommentar des Herrn Ramsauer, der wohlweislich immer wieder unterschlägt, dass er bzw. seine Staatssekretäre in den Aufsichtsräten sitzen. Bei der Bahn sogar 3 Stck. Ich glaube unser unfähiger Verkehrsminister versteht nur noch "Bahnhof"....

      Jetzt soll die jetzige Landesregierung an diesem Desaster schuld sein, die eigentlich nur an die Regierung gekommen ist, weil sie gegen S21 war und wusste, dass die Bahn ein Millliardengrab schaufelt wo die Ausstiegskosten künstlich hoch und die Baukosten künstlich niedrig gerechnet werden.
      Ich kann mich hier Ricewind nur anschließen, hält der Minister die Bürger wirklich für so was von blöd und bescheuert?

      Klar ist unser Bahnhof schon etwas in die Jahre gekommen, aber modernisieren, heller, wärmer, bessere Anbindung, das ginge alles mit Kopfbahnhof.

      Aber jetzt bekommen wir ein Wahnsinn- Prestigeobjekt, an der die Betonmafia Jahrzehntelang saugen darf und das in Wirklichkeit keinerlei Verbesserung bringt. Man darf gar nicht daran denken, wie sich das auf die Innenstadt auswirkt, die in einem Talkessel liegt und dann eine Großbaustelle, die sich nicht nur auf den Bahnhof beschränkt, und das über mindestens 10 Jahre, (wer's glaubt, wird selig.)

      Bisher ist ja nicht mal geklärt, wie Reisende aus dem Bahnhof oder aus den Tunnels kommen sollen, wenn beispielsweise Feuer ausbricht. Es gibt keinen funktionierenden Brandschutz. Das steht alles erst in Planung, was natürlich wieder zusätzlich Geld kostet. Es muss aber durchgezogen werden, obwohl in der Planung noch viele Details aufgearbeitet werden. Es müssen wohl erst Menschen, erstickt, verbrannt, verschüttet oder ertrunken sein, damit man deutlicher sieht, wie teuer dieser Wahnsinn erkauft worden ist.
      Warum wird übrigens nur auf den Stuttgarter Bahnhof geflucht? S21 besteht aus sehr viel mehr Verkehrsinfrastruktur als aus einem Tiefbahnhof.

      Ich kann verstehen, dass viele dieses Thema satt haben. Trotzdem, sie alle bezahlen schön mit ob sie wollen oder nicht. Herr Ramsauer hat wohl vergessen, dass egal ob Stadt, Land oder Bund, es immer der Steuerzahler ist, der für diesen Irrsinn bezahlen muss.



      Falls es jemand intressieren sollte, hier ein Dossier über den Ausstieg:

      und hier noch die Reaktion von MP Kretschmann auf den Angriff des Verkehrsministers

      Ich kann nur hoffen, dass im Herbst noch eine wählbare Partei dazukommt, sonst bin ich absolut ratlos, denn die Grünen oder die Linke will ich auch nicht wählen.
    • Original von cosgan
      Der Stimmzettel war so ausgelegt, dass man sich erst vorher kundig machen musste, wo das Kreuzchen richtig platziert werden sollte, weil der so missverständlich war, dass man schwer überlegen musste, wie er nun gemeint war.

      Ich greife das mal heraus. Die Frage lautete: "Stimmen Sie der Gesetzesvorlage "Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21-Kündigungsgesetz)" zu?"

      Man musste sich kundig machen? Oh je, das ist schon viel verlangt.

      Ich verstehe nicht, wie man annehmen kann, dass jemand die Konsequenzen eines Großprojekts wie Stuttgart 21 überblicken kann, um darüber abzustimmen, gleichzeitig aber nicht in der Lage sein soll, diese Frage zu begreifen. Anders gesagt: Wie kann jemand, der schon diese Frage nicht kapiert, eine halbwegs fundierte Meinung zum Thema an sich entwickelt haben? Noch dazu, wo diese Frage schon vorher x-mal in den Medien stand.
      Klar ist unser Bahnhof schon etwas in die Jahre gekommen


      Das ist ganz klar einer der hässlichsten Bahnhöfe, durch die ich je gefahren bin. Wenn es danach geht, müsste man das Ding sofort vergraben, und zwar so tief wie möglich.

      Ich kann verstehen, dass viele dieses Thema satt haben.

      Allerdings.
    • Original von cosgan
      Ich kann nur hoffen, dass im Herbst noch eine wählbare Partei dazukommt, sonst bin ich absolut ratlos, denn die Grünen oder die Linke will ich auch nicht wählen.


      Vielleicht gibt es Hoffnung, guck mal hier :nicker:
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      Descartes sagte: "Ich denke, also bin ich."
      Und seit TikTok WISSEN wir: Es geht auch so.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sarazena ()

    • Ich greife das mal heraus. Die Frage lautete: "Stimmen Sie der Gesetzesvorlage "Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21-Kündigungsgesetz)" zu?" Man musste sich kundig machen? Oh je, das ist schon viel verlangt. Ich verstehe nicht, wie man annehmen kann, dass jemand die Konsequenzen eines Großprojekts wie Stuttgart 21 überblicken kann, um darüber abzustimmen, gleichzeitig aber nicht in der Lage sein soll, diese Frage zu begreifen. Anders gesagt: Wie kann jemand, der schon diese Frage nicht kapiert, eine halbwegs fundierte Meinung zum Thema an sich entwickelt haben? Noch dazu, wo diese Frage schon vorher x-mal in den Medien stand.


      Wie kann man nur so überheblich sein und alle, die bei dem Stimmzettel auf den ersten Blick Schwierigkeiten hatten, mehr oder weniger als Deppen oder Vollpfosten hinzustellen? Entschuldige wonderland, aber darauf fällt mir nur das bekannteste Zitat von Dieter Nuhr ein. Ich gehe davon aus, dass Du das kennst.

      Lies mal beipielsweise hier etwas über den verwirrenden Stimmzettel

      Außerdem

      Zitat wonderland
      Das ist ganz klar einer der hässlichsten Bahnhöfe, durch die ich je gefahren bin. Wenn es danach geht, müsste man das Ding sofort vergraben, und zwar so tief wie möglich.


      Tut mir leid, dass Dir unser Bahnhof nicht zusagt, aber selbst wenn, muss man deswegen gleich Milliarden vergraben für einen Tiefbahnhof, bei dem man jetzt schon berechtigte Zweifel an der Leistungsfähigkeit und Funktionalität hat? Muß man sich jahrelang belügen und betrügen lassen?

      Wie sagte ein Münchner Phiysiker:
      Man müsse kein Bahnexperte sein, um die falsche Aussage der Bahn nachvollziehen zu können. „Es reicht, wenn man die Grundrechenarten beherrscht.“[/I]

      wonderland, Du kannst Dir ganz sicher sein, dass ich mit Sicherheit eine fundierte Meinung über die hiesigen Verhältnisse habe. Falls Du es vergessen haben solltest, ich Dumpfbacke wohne hier. :evil:

      Wie ich schon schrieb, ich weiß, dass unser Bahnhof in die Jahre gekommen ist und deshalb wurde auch vielfach vorgeschlagen, diesen zu modernisieren, das wurde von der Bahn aber nie in Erwägung gezogen.

      Original von sarazena
      Original von cosgan
      Ich kann nur hoffen, dass im Herbst noch eine wählbare Partei dazukommt, sonst bin ich absolut ratlos, denn die Grünen oder die Linke will ich auch nicht wählen.


      Vielleicht gibt es Hoffnung, guck mal hier :nicker:


      Sarazena, das habe ich auch gelesen und genau auf diese Partei spekuliere ich.
    • Nein, ich entschuldige nicht, cosgan. Weder habe ich dich als Dumpfbacke noch sonst irgendwen als Deppen bezeichnet, also spar dir mir gegenüber bitte so einen Ton.

      Ich bleibe dabei: Wer über ein Projekt entscheiden will, das Ergebnis eines jahrzehntelangen Planungsprozesses ist, der sollte auch in der Lage sein, diese Frage zu verstehen oder sich entsprechend zu informieren. Bei sowas sollte man eben nicht "auf den ersten Blick" entscheiden.

      Zur Sinnhaftigkeit des Tiefbahnofs habe ich mich außerdem überhaupt nicht geäußert.
    • Original von wonderland
      [Das ist ganz klar einer der hässlichsten Bahnhöfe, durch die ich je gefahren bin.

      Das ist ein Kopfbahnhof, da fährt man rein und wieder raus, aber nicht durch. :)

      Habe ich schon mal erwähnt, daß ich Kopfbahnhöfe hasse?

      Ansonsten stimme ich Dir zu, Nur mal so nebenbei: Bei den schweizer Volksabstimmungen sind die Formulierungen auch so gewählt und da es oft Gegeninitiativen gibt, muss man sich noch mit Dingen wie der doppelten Verneinung auseinandersetzen. Die schaffen das auch, obwohl Schweizern ein allgemein geringeres Textverständnis nachgesagt wird (was ich übrigens nicht nachvollziehen kann).

      Ich bin ein klarer Befürworter dieses Projektes. Stadtplanerisch sicher eine sehr gute Gelegenheit, endlich die Stuttgarter Innenstadt aufzuwerten und offener zu gestalten. Die Kostenexplosion ist zum Teil auch durch die S21-Gegner verursacht worden, wurde darüber mal gesprochen, wie hoch dieser Anteil ist?
      heute mal ohne Signatur

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    • Original von Ivanhoe
      Die Kostenexplosion ist zum Teil auch durch die S21-Gegner verursacht worden, wurde darüber mal gesprochen, wie hoch dieser Anteil ist?


      Wenn man alleine an den Wasserverbrauch der Werfer denkt...

      Nein, mal ernsthaft, jetzt sollen die S21 Gegner Schuld an Milliardenfehlplanungen haben? Schuld daran, dass sich die 4,5 Milliarden inkl. Sicherheitspuffer(!) für das Projekt laut letzten Berechnungen der Bahn nun schon auf mittlerweile 6,5 Milliarden erhöht haben? Die Gegner waren immer diejenigen, die vor den explodierenden Kosten gewarnt haben und nun sollen genau die an den Kosten Schuld sein?

      Aber S21 wird eh bald Nebenthema werden, jetzt wo Mehdorn seinen Vornamen in Flughafenchef geändert hat... :rofl: :rofl: :rofl:
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von Ivanhoe
      Die Kostenexplosion ist zum Teil auch durch die S21-Gegner verursacht worden, wurde darüber mal gesprochen, wie hoch dieser Anteil ist?

      Natürlich haben die S21 Gegner die Kosten erhöht. Ich wage aber zu bezweifeln, dass diese Kosten in einem so relevanten Größenverhältnis zur gesamten Kostensteigerung stehen, dass die tendenziöse Bezeichnung "Kostenexplosion" gerechtfertigt wäre.

      Und vorsorglich: Nein, ich kenne die Zahlen natürlich nicht, aber selbst wenn, wem sollte man denn glauben? Der Deutschen Bahn? Oder dem BMVBS, das seine Kompetenz ja auch bei BER demonstriert?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von gjkts ()

    • Ich sage ja nicht, daß die S21-Gegner diese Kosten allein verursacht haben. Aber das ist doch allgemein Bekannt, daß Baufirmen ein erstes Angebot abgeben, daß viel zu tief ist und dann Nachforderungen stellen. Wenn man einmal ein Großprojekt angefangen hat, kann man es ja schlecht wieder stoppen.

      Ich sage nur:

      - Elbphilharmonie
      - Aachener Klinikum
      - Flughafen Berlin
      - Diverse ICE-Trassen
      - Autobahnen z. B. A20
      heute mal ohne Signatur
    • Original von Ivanhoe
      Aber das ist doch allgemein Bekannt, daß Baufirmen ein erstes Angebot abgeben, daß viel zu tief ist und dann Nachforderungen stellen. Wenn man einmal ein Großprojekt angefangen hat, kann man es ja schlecht wieder stoppen.

      Das ist es ja, was mich ärgert. Weniger, dass die Baufirmen zu niedrige Angebote machen um den Fuss in die Tür zu bekommen, sondern, dass die Auftraggeber dieses Spiel mitmachen um "ihr" Projekt wider besseren Wissens schönzurechnen. Denn wenn man erstmal angefangen hat, kommt man ja nur schlecht wieder raus.
    • Original von Ivanhoe

      Ich sage nur:

      - Elbphilharmonie
      - Aachener Klinikum
      - Flughafen Berlin
      - Diverse ICE-Trassen
      - Autobahnen z. B. A20


      Vielleicht sollte einem das ja zu Denken geben? Jeder der schon einmal irgendwas gebaut oder an der Planung und Umsetzung beteiligt war, weiß, dass es nie so kommt wie geplant und immer irgendwas kommt, was man nicht ahnen konnte oder schlicht übersehen hat und die Kosten am Ende immer etwas höher liegen als ursprünglich geplant, das hat sogar die Bahn bedacht und einen Puffer in Ihre tolle 4,5 Milliarden Budgetrechnung eingeplant. Nun ist man kaum weiter und das Ding kostet plötzlich 2 Milliarden mehr und das wird mit Sicherheit nicht die letzte Kostenkorrektur bleiben.

      Bei der Elbphilarmonie wurde erst im Februar bekannt, dass allein die Architekten mehr als 90 Millionen Euro kassieren - ursprünglich wollte man für 77 Millionen den kompletten Bau stemmen. Nun sind es eben 575 Millionen Euro - zumindest aktuell. Das ist nicht mehr mit unvorhersehbaren Schwierigkeiten zu erklären. Das ist Inkompetenz gepaart mit Idiotischem Größenwahn und der öffentlichen Hand als Auftraggeber, mit der man es ja machen kann, ohne dass am Ende irgendjemand für den Mist verantwortlich und vielleicht auch mal, wenigstens symbolisch, haftbar gemacht werden kann und wird.

      Nur nebenbei, die gesamte A20 von Lübeck nach Uckermark hat weniger als ein Drittel des jetzt für einen Bahnhof(!) veranschlagten Budgets gekostet. Die Problematik der A20 war eher die prognostizierte Auslastung als die Kosten. Und auch da hatten die Kritiker recht.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Original von wendland
      Ich bin mir da nicht so sicher, dass Ihr beide da auf das richtige Pferd setzt!!


      Ja was soll ich denn machen? Ich kann doch die Merkel nicht erschießen, damit in der deutschen Politik wieder irgend etwas passiert. Weil das nicht geht muss ich mich damit begnügen, dass es eine Partei gibt, die wenigstens mit dem Euro- und Bankenrettungsquatsch aufräumen will. Klar dass die, wenn überhaupt, die 5% Hürde nur knapp schaffen.

      Aber, versteh doch bitte mein Dilemma. Ich mag die Linken nicht (obwohl die letzten Wahlomats was anderes gesagt haben), die Splitterparteien ebenfalls nicht, zwschen Pest und Cholera wählen hab ich lange genug gemacht und zu Hause bleiben mag ich auch nicht.

      Aber es scheint sich ja zu Bewahrheiten:
      „Wenn Wahlen irgend etwas verändern würden, wären sie schon längst verboten.“
      [SIZE=7]Kurt Tucholsky[/SIZE]
      .
      .
      .

      Descartes sagte: "Ich denke, also bin ich."
      Und seit TikTok WISSEN wir: Es geht auch so.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sarazena ()