Der kleine Treffpunkt II
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Original von Athineos
Original von wendland
Scheint so geistig unbeweglich noch nicht zu sein der Herr.
Ich danke!
Das war einer der wenigen lichten Momente, bez. ein Aufflammen des Langzeitgedächtnisses .....
Das war die super erholsame Wirkung des Urlaubes, is doch klaaaa! Womit ich keinesfalls behaupte, die Wirkung lässt sehr schnell nach! Neee, neee.
Wie war es denn?
Mittendrin im realen griechischen Alltag? Als Tourist. Magst erzählen? Hier oder vielleicht im "Wer soll das bezahlen?" Thread?
Heute ist endlich mal <30 Grad, wolkig. Null Regen, nix, gaaaa nix... . X( Hätte mich gern wecken lassen.
"Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
(Albert Schweitzer) -
Original von Zwiebel
Wie war es denn?
Mittendrin im realen griechischen Alltag? Als Tourist. Magst erzählen? Hier oder vielleicht im "Wer soll das bezahlen?" Thread?
Es war schlimm!
Nicht für uns, sondern für die Bevölkerung. Denn die treffen die Maßnahmen, nicht die, die sie verursachten, hier wie dort.
Banken geschlossen, riesige Schlangen vor den Automaten. Wenn die Leute dran waren, gab es oft kein Bares mehr. Viele sind um Mitternacht los, um eine kleine Chance zu haben, an die € 50.- ( wegen der Stückelung gab es so gut wie nie die zugesagten € 60.- ) heranzukommen.
Es wurden keine griechischen EC- oder Kreditkarten genommen.
Selbst wenn ein Grieche ( wie unsere Freunde ) Geld auf der Bank hatte, war kein Herankommen. Wir haben dann die Versorgung übernommen, weil unsere Karten frei waren. Und weil wir per Zufall erfahren hatten, dass die Automaten am Venizelou-Flughafen seltener besucht waren. Jetzt schicken wir bei Bedarf aus Deutschland Bares, in Paketen, in Büchern steckend.
An einem Tag wusstest Du nicht, ob und wo Du am nächsten Tag Sprit herbekommen könntest. Es gab keine hochwertigen Medikamente ( u.a. Kreislauf-, Herzmedikamente, Insulin ). In Athen waren überall Armenküchen tätig, an den Metro-Stationen saßen Rentner und bettelten.
Die Kleinkriminalität nimmt erschreckend zu.
Gerade griechische Lebensmittel wurden ( noch mal ) verteuert, was nun gar keiner versteht.
Was auch keiner in Hellas versteht, ist, warum die Superreichen nicht besteuert werden. Es gibt dazu auch keine Erklärungsversuche. Andererseits wird das Verschuldungsthema so gut wie aus allen Unterhaltungen ausgeblendet. Und keiner weiß, was Tsipras vorhat.
Fast noch schlimmer ist der Riss, der durch die Bevölkerung geht, durch Familien, Freunde und Kollegen.
Die Leute, die nicht für Tsipras´ Memorandum stimmten, werden als Verräter und Kollaborateure öffentlich in der Presse beschimpft.
Am Montag nach dem Psifisma las ich in einer Zeitung die Schlagzeile " i nichta pou pethanan i jermanotsoliades ".
" Die Nacht in der die Jermanotsoliades starben ". Der Begriff J. ist schwer zu übersetzen. Jermanos ist klar, Tsolias ist im Umgangsgriechisch der Evzonos, der mit Gewehr, Troddelschuhen und Foustanella vor dem Parlament Wache schiebt ( am Grabmal des Unbekannten Soldaten ).
J. ist also " der deutsche Gardist " , der Kollaborateur.
Die linken Kommunisten in der Regierung streben eine Volksdemokratie nach kubanischem Muster an, dir rechten eine Militärdiktatur.
Die Situation erinnert an Oktober 1944, die ersten Schritte zum Bürgerkrieg.
Obwohl ich Land und Leute sehr mag, sehe ich keinen Ausweg, höchstens eine momentane Linderung.
Wenn sich die Mentalität nicht ändert, was nicht in kurzer Zeit zu erwarten ist, bleibt das Land ein Danaidenfass!
400 Jahre Tourkokratia, in denen der Staat als Feind gesehen wurde, der mein Geld als Steuer will, welches Türken und deren griechische Helfer einstecken, und den ich deswegen betripsen kann, wo ich will, und der Schock von 1204 und 1453, von Europa entweder ausgeplündert und unterjocht oder in Stich gelassen zu werden, sitzen tief im nationalen Gedächtnis.
Der abschließende Gedanke sollte ein Erklärungsversuch, keine Entschuldigungen sein.Quidquid agis, prudenter agas et respice finem !Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Athineos ()
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Danke, Athineos!
Die durchaus bewegte Vergangenheit heran zu ziehen, ist sicher legitim. Für mich gilt nur, was in den letzten 30 Jahren an Veränderungen passiert sind.
Lügen bezüglich des Euro, immense Abhebungen an Bargeld (das killt jedes Bankensystem), Versuche die Kontrollen auszutricksen.
Ich mag die Griechen, ich will deren Bestes. Leider nimmt der Unmut zu.
Ist es gut, dort hin zu reisen oder lieber warten?"Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
(Albert Schweitzer) -
Original von Zwiebel
Ist es gut, dort hin zu reisen oder lieber warten?
Du als Touristin wirst nichts zu befürchten haben.
Wir haben überall deutsch gesprochen - wenn ich nicht gerade mit Griechen zugange war - und wir wurden nirgendwo angefeindet.
Eines gilt imme noch in Hellas und wird immer gelten: die Filoxenia!
Wie ich schon sagte, ich weiß, dass die Griechen in vielen Beziehungen typische Levantiner sind.
Aber diese Armut ist schon herzangreifend.
Ich habe übrigens in meiner obigen Aufzählung die Armen und Alten vergessen, die aus Abfällen Essen heraussuchen.
Und ein Erratum :
es muss natürlich heißen " die Rechte " und nicht " dir rechte ".Quidquid agis, prudenter agas et respice finem ! -
Ja Athienos, ich denke auch, dass es die Einstellung der Griechen insgesamt ist. Egal, woher es kommt, aber sie denken eben - etwa in die Richtung - wenn sie sich vor den Steuern drücken, dann gewinnen sie. Was auch immer. Für mich mutet es so an, als denken sie, dann sind sie schlau. Je mehr Steuern hinterziehen, umso schlau.
Nur, um diese Milliardenhilfen überhaupt möglich zu machen, haben in vielen anderen europäischen Länder haben die Bürger dort immer ihre - teilweise noch viel höheren - Steuern bezahlt. Wäre das so nicht, dann wäre das Geld gar nicht da, um zu helfen.
Original von Athineos
Ich habe übrigens in meiner obigen Aufzählung die Armen und Alten vergessen, die aus Abfällen Essen heraussuchen.
Ja, das ist sehr schlimm. Aber diese Armen und Alten haben auch wir leider auch hier in Deutschland.
Den Flüchtlingen geht es absolut schlecht. Für die fehlt es auch dringend an Gelder.
Ich glaube nicht, dass diese Milliardenhilfen für Griechenland zu irgendeinem wirklich guten Ziel führen.
Wenn die anderen Euroländer das geliehene Geld nicht zurückbekommen, wird das sehr hart für diese. Aber das merkt man erst ab 2023.
Nabend liebe Loite
endlich hatten wir heute mal nicht über 30 Grad
Lesen gefährdet die Dummheit -
Guten Morgen und angenehmen Wochenstart.
und immer nett und freundlich bleiben 
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Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur
Kurt Tucholsky

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Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
Kutte Tucholsky -
Original von shakira
Ja, das ist sehr schlimm. Aber diese Armen und Alten haben auch wir leider auch hier in Deutschland.
Den Flüchtlingen geht es absolut schlecht. Für die fehlt es auch dringend an Gelder.
Ich glaube nicht, dass diese Milliardenhilfen für Griechenland zu irgendeinem wirklich guten Ziel führen.
Wenn die anderen Euroländer das geliehene Geld nicht zurückbekommen, wird das sehr hart für diese. Aber das merkt man erst ab 2023.
Dessen bin ich mir schon bewusst, dass es überall auf der Welt viel Elend gibt, auch bei uns. Nur das war nicht Thema meines kleinen Berichtes, der sich nur mit Griechenland befassen sollte.
Und als Bericht sollte er auch keine Lösungsversuche enthalten.Quidquid agis, prudenter agas et respice finem ! -
Moinmoin @all
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Guten Morgen
![:]](https://www.cc-plauderforum.de/wcf/images/smilies/pleased.gif)
Wir haben momentagn sonnige 19 Grad. -
Original von sprungfan
Guten Morgen![:]](https://www.cc-plauderforum.de/wcf/images/smilies/pleased.gif)
Wir haben momentagn sonnige 19 Grad.
Hier isses trüb und schwül bei denselben Temperaturen.Quidquid agis, prudenter agas et respice finem ! -
Und der wendland hat bereits um 12 wieder Feierabend gemacht, aber nicht wegen des tollen Wetters oder ausgeprägter Unlust. Beides trifft zwar auch zu. Aber ich bin Begleiter von wendlandtochter, die zum Knieszintigram muss. Was auch immer das ist.Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
Kutte Tucholsky -
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So!!! wendlandtochter und ihr Knie kennen sich jetzt!!

Nicht dass ich anschließend hätte ausruhen können.
Zuerst hatten wir den Kontrollbesuch vom Tierheim, die schauen wollten, ob es der Katze bei uns gut geht (geht es!).
Und kurz danach brach dann die Aufregung erst richtig aus.
Ein Drosselpaar hat im Efeu, der die Hauswand an der Terrasse bedeckt, ein Nest gebaut. Aus diesem ist ein, leider noch nicht flugfähiger Jungvogel raus gefallen. Ich hab diesen knapp vor der Katze entdeckt. Also Vogel sichern, Familie zusammen holen, den Tierarzt anrufen, alle Nachbarn um Rat fragen.
Dann eine Leiter holen und - schawupp - den Vogel wieder reinsetzen.
Ergebnis?
Die anderen beiden im Nest sind derart aufgeregt, dass sie auch raus fallen!!!!!
Nach mehrmaligen Einsammeln und rauf und runter klettern scheinen alle wieder im Nest zu sein!
Dabei bin ich mehrmals von den Elternvögel angegriffen worden. Aber dafür hab ich vollstes Verständnis.
wendlandkatze und wendlandhund waren derweil gewaltig aufgeregt!!!
Kaum hatte sich diese Aufregung etwas gelegt kletterte die Katze in den Kätzchenbaum (sic)
Da musste ich sie bereits zweimal raus holen. Diesmal aber kletterte sie, angelockt von dem immer noch aufgeregtem Altvogelpaar, bis ganz oben auf den Baum. Dort oben hatte sie zwar eine ganz tolle Sicht auf die ganze Angelegenheit, aber wieder runter????? Das klappte nicht!

Also wieder Leiter holen und die Katze vom Baum retten!!!
Ich bin erschöpft!!!Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
Kutte Tucholsky -
Und??? Lernt sie daraus, die Katze???
NÖÖ!!!
Ich musste sie eben schon wieder aus dem Baum klauben!!!
X(Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
Kutte Tucholsky -
Moin moin Loite.
und immer nett und freundlich bleiben 
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Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur
Kurt Tucholsky

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Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
Kutte Tucholsky

Scheenen jooten Montachmorjen, werte Gemeinde! 







Jooten Dienstachmorjen , werte Plaudergemeinde!

