Musikhandys in Bus und Bahn

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    • Musikhandys in Bus und Bahn

      Ich fahre täglich mit der Strassenbahn zu meinem Arbeitsplatz!
      Und immer öfter steigen dort Jugendliche, manchmal sogar Erwachsene ein, die mit ihrem Handy Musik abspielen lassen. Aber nicht leise, oder mit Kopfhörer, NEIN, sie müssen es so laut haben, dass es jeder mitbekommt.

      Was haben die Leute davon? Ich möchte doch meine Musik für mich hören, und nich, das es jeder mitbekommt. Kann ja unter Umständen auch peinlich sein, je nachdem was man hört. Gegen Walkmans und MP3-Player hab ich nix. Aber son Musikhandy muss doch nich sein.

      Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was sagt ihr zu solchen Leuten? Seit ihr vielleicht selber sojemand? Wenn ja, dann sagt mir mal, WARUM macht ihr das? So, das möcht ich doch mal so in die Runde fragen...
      Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage - nicht für das, was DU verstehst!

      Freunde kommen und gehen, Feinde sammeln sich an!
    • Original von Cahoma
      IWas sagt ihr zu solchen Leuten?


      Zunächst frage ich höflich, ob er das nicht leiser machen kann, in 90% der Fälle funktioniert das. Bei den restlichen reicht es dann meist, wenn ich denen die Konsequenzen (Entzug des Akkus auf Lebenszeit :evil: ) ihres Tuns klar mache. Das funktioniert, wenn man glaubwürdig genug rüberkommt. Darauf reagieren dann weitere 8%, der Rest wird einfach ignoriert.

      Man muss eben gleich erkennen, ob man einen von den 90%, 8% oder 2% vor sich hat.

      Gruß Ivanhoe
      heute mal ohne Signatur

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Ivanhoe ()

    • Original von Cahoma
      ... Gegen Walkmans und MP3-Player hab ich nix ...


      Ich schon, wenn es in öffentlichen Verkehrsmitteln ist.

      Denn die ganzen Bettnässer, wie Ingo Appelt die nachkommenden Generationen immer freundlich-fürsorglich betitelt, haben sich doch durch intensiven Konsum von Kinorandale im THX-Format und in den Ohrwaschln festgetackerten Radaugeräten das Gehör speziell für obere Frequenzen komplett zerpustet.

      In Folge dessen werden diese verdammten "In-Ear"-Dinger noch weiter aufgedreht und der halbe Bus mitbeschallt. Ist zwar ne Scheissqualität, nicht ohne Grund sind die besten Kopfhörersysteme geschlossen, aber das hören diese Akustikkrüppelgenerationen eh nicht mehr. X(
    • Ich verrate Ihnen nun ein Geheimnis:

      Ich benutze gelegentlich nicht nur die Straßen- sondern -und nun halten Sie sich fest- sogar die U-Bahn.
      Trotz nachdringlicher Warnungen bin ich davon nicht abzuhalten.

      chip.de/c1_forum/thread.html?bwthreadid=1015430

      Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel hat hohen Unterhaltungswert. Aus diesem Grund sind die Fahrpreise mehr als gerechtfertigt. Kann man es etwa das Erlebnis in Geld aufwiegen, wenn der Ehemann im völlig überfüllten Wagen seiner Frau aus der Bildzeitung vorliest und ihr anschließend das Vorgetragene ausführlich erläutert ?
      Baut die Jugend nicht für die ältere Generation eine Brücke, wenn sie diese an ihrer Musik teilhaben läßt ?
      Der Nutzer des ÖPNV hält sein Ohr somit am Puls der Zeit und ist über das, was die Jugend bewegt, bestens informiert. Das alte Ohren diese Musik als unangenehm empfinden mag daran liegen, daß das Gehör durch den Minnesang Walter von der Vogelweide nur an ein bestimmtes Klangspektrum gewöhnt ist. Erinnern Sie doch bitte einmal daran, wie entsetzt Ihre Eltern bei den Beatles waren. Wären das nicht heute die Traumschwiegersöhne ?

      Aber ich schweife ab. Halten wir somit fest, daß das Mitteilungsbedürfnis notwendiger und förderungswürdiger Bestandteil der jugendlichen Entwicklung ist. Wer hiermit nicht klar kommt, findet in öffentlichen Verkehhrsmitteln aber auch Abwechselung. Nehmen wir einmal den von mir geschätzten Pöbel, der sich dieses Refugium erschlossen hat. Hier können Sie ihn nach Herzenslust studieren. Wo können Sie sich dieser Zielgruppe derart nähern, ohne eine Flasche über den Kopf gezogen zu bekommen ?

      Ich kann somit die Ausgangsfrage, was man solchen Leuten sagt, mit einem einfachen "nichts" beantworten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Steuerzahler1 ()

    • Nochmal zu den MP3-Playern. Ich selber hab auch so einen. Ich allerdings habe Kopfhörer, die nur nach innen die Musik abgeben. Auch wenn ich die Kopfhörer draussen hab oder ganz laut, hört man erst was, wenn sie im Ohr sind. Somit störe ich niemanden! Desweiteren mache ich nie so laut. Ich kann immer alles mitbekommen, was "draussen" abgeht...
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    • Original von Cahoma
      Was haben die Leute davon?


      Was die Leute davon haben? Gute Frage. Wollen die provozieren, oder haben die einfach nur die Kopfhörer vergessen? Viele, die man höflich bittet, das Gerät auszuschalten, tun dies auch - die meisten werden erst bockig, wenn sie angepöbelt werden.

      Diese Beschallung kann man übrigens auch woanders haben (wie gesten in einem Waschsalon). Genauso kann aber auch eine überlaute Unterhaltung von Fahrgästen nerven - dieses "Vergnügen" hatte ich einmal während einer Zugfahrt von FFM bis Leipzig, als zwei ältere Damen meinten, die übrigen Fahrgäste eines ganzen Großraumabteils fänden ihre Unterhaltung interessant.

      Zu dem Thema gibt es übrigens > hier < einen recht interessanten Thread - viel Spaß beim Lesen! :zlücke:

      Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was sagt ihr zu solchen Leuten?

      Gegenfrage: Was sagst du zu solchen Leuten (und nicht nur über sie)?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • "Nehme erleichtert zur Kenntnis, daß Sie Ihre Feldforschung noch erfolgreich betreiben. "

      Ich kann nicht davon lassen, lieber Herr Doktor !
      Der Pöbel ist wie eine Droge, ein Entrinnen ist unmöglich.

      Kommende Woche werde ich Weihnachtspöbel studieren und selbstverständlich berichten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Steuerzahler1 ()

    • Hier in Berlin sehen die Leute es im Allgemeinen liberaler, Leben und Leben lassen.
      Sicher fühle ich mich dadurch auch hin und wieder gestört, aber ich sage nichts. Soll doch jeder wie er will!
      Ein anderes mal bin ich vielleicht derjenige der Nervt und dann möchte ich auch nicht von der Seite angequatscht werden.

      Der Nervfaktor hängt such von der inneren Balance ab, bin ich total ausgeglichen und mittig nehme ich das Geplärre sowieso nicht wahr, weil ich mich im Kopf oder mit Freunden gedanklich/verbal den wesentlich schöneren Seiten des Lebens widme!
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher