Recht auf informationelle Selbstbestimmung?

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    • Einspruch.

      Ich denke, daß sich kein Mann gern belügen läßt, erst recht nicht bei einer so ernsten und weitreichenden Sache wie bei einem Kind. Allerdings sind viele Männer bereit, für ein ein Kind sorgen und es auch zu lieben, auch wenn sie nicht die genetischen Väter sind. Aber es ist doch nachzuvollziehen, daß ihnen niemand die Entscheidung darüber vorenthalten oder im Interesse des Kindswohls abbehmen kann und darf (wobei das vermeintliche Kindswohl ja meist recht eng mit dem finanziellen Wohl der Mutter verknüpft ist).

      Ich habe mehrfach gelesen, daß rund 75-80% der Vaterschaftstests positiv sind, d.h. der zweifelnde (und testende) Vater hat tatsächlich dieses Kind gezeugt. Warum sollte er seine Zweifel an die große Glocke hängen? Er sieht sein Mißtrauen nicht bestätigt, vernichtet den Test und gut ist.

      die restlichen 20-25% können jetzt immer noch frei entscheiden, ob und wie sie gegen die Kindsmutter vorgehen. Es ist ihre Entscheidung, nicht die der Mutter.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Orthogräfin ()

    • "Warum sollte er seine Zweifel an die große Glocke hängen?"
      Aus Anstand?
      Es ist schon schlimm genug, wenn in einer Beziehung so wenig Vertrauen vorhanden ist, dass ein Vaterschaftstest überhaupt erwogen wird. Aber wenn dann noch ein Test still und heimlich durchgezogen wird, würde das bei mir das Maß vollmachen.
    • Original von thejailer
      Aus Anstand?

      Das verstehe ich nicht. :hmm:

      Warum soll ein Mann, der Zweifel an seiner Vaterschaft hat, nicht erst einmal für sich selbst Gewißheit erlangen dürfen? Damit schützt er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Frau und sein Kind, wenn sich sein Verdacht eben nicht bestätigen sollte.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Wenn du das nicht verstehst, werde ich es dir kaum erklären können. :O

      Ich als Mann könnte meiner Freundin oder Frau kaum noch in die Augen sehen, wenn sich nach einem heimlich durchgeführten Test herausstellt, dass meine Zweifel unbegründet waren.

      Vielleicht bin ich in der Beziehung altmodisch, aber Vertrauen ist für mich das wichtigste Kriterium in einer Beziehung. Und wer so einen Test heimlich macht, hat nicht nur kein Vertrauen, sondern verdient auch keins.

      Was anderes wäre es, wenn die Beziehung schon vor oder kurz nach der Geburt beendet wird. Dann hätte ich noch Verständnis.
    • Original von thejailer

      Was anderes wäre es, wenn die Beziehung schon vor oder kurz nach der Geburt beendet wird. Dann hätte ich noch Verständnis.


      Dann spricht aber auch nichts gegen einen normalen, also "unheimlichen" Test.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ja, klar. Das bestreite ich ja gar nicht. Nur mangelndes Vertrauen dadurch aufpolieren, indem man seinen Partner hintergeht - nichts anderes ist ein heimlicher Test - , kann ja nicht die Lösung sein.

      Ganz ehrlich, wenn ich eine Frau wäre und mein Mann würde mein Vertrauen mit einem heimlichen Vaterschaftstest mißbrauchen, sollte er beten, dass das niemals rauskommt. Was für ihn wiederums bedeutet, immer auf der Hut zu sein, sich niemals verquatschen und evtl. Folgelügen bereithalten.
      Tolle Ehe oder Beziehung. :D
    • Original von CheeseBürger
      Ich bezweifele, daß das als Entschuldigung ausreicht, wenn man so einen Test hat machen lassen und er sich als unbegründet herausstellt.


      Zumindest besteht aber die Möglichkeit, die Frau mit dem Verdacht nicht zu belasten. Beim offiziellen Test erfährt sie es aber in jedem Fall.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Verstehst du nicht, dass du einen Betrug durch einen Betrug aufdecken willst?

      Du willst doch wohl hier nicht wirklich strafrechtlich relevanten Betrug und Personenstandsfäschung, gepaart mit einen Vertrauensmißbrauch der Mutter, mit dem Vertrauensmißbrauch des "Vaters" gleichsetzen?!

      Ein Mann sollte nicht nur das Recht haben zu erfahren, ob er der leibliche Vater eines Kindes ist (oder eben nicht), sondern auch selbst entscheiden dürfen, welche Konsequenzen er aus diesem Wissen zieht. Selbst wenn er nicht der biologische Vater des Kindes ist, dann ist er doch womöglich der soziale Vater und möchte diese Beziehung zu dem Kind nicht aufgeben.

      Und genau diese Entscheidung vom Kuckucksvater zum Kuckuckskind sollte insbesondere nicht die Schlampe treffen (dürfen), die ihm dieses Kind vorsätzlich untergeschoben hat - sie kann ja ihm ja nach einem positiven Test jeden Umgang mit dem Kind verweigern.

      Ist denn das so schwer zu verstehen?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Orthogräfin ()

    • Aber nicht heimlich. Auch das Kind und die Mutter haben ein Recht darauf über solch einen Test informiert und aufgeklärt zu werden - und zwar vor dem Test.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Dein altbekanntes "Du willst doch wohl hier nicht wirklich" kannst du dir bei mir sparen. Das zieht nicht.

      Und wenn sich rausstellt, dass der Vater doch der Vater ist, ist die Schlampe gar keine Schlampe, sondern der Mann wieder das Schwein. :D

      Weißt du Gräfin, ich rede eigentlich nur von Ehrlichkeit und Vertrauen in einer Beziehung. Und weil du das offenbar nicht verstehen willst, lassen wir es besser sein.
    • Ich sehe das auch nicht unbedingt so wie tj.

      Wenn ein Vater, nur weil er extrem eifersüchtig ist, einen Vaterschaftstest machen will, dann ist er reif für den Psychiater, dann tut mir die Frau eh leid.

      Wenn eine Ehe völlig in Ordnung ist, alles harmonisch und so wie es sein soll, wird ein Mann erst garnicht auf die Idee kommen, die Vaterschaft anzuzweifeln. Wenn aber wirklich Zweifel aufkommen, aus welchen Gründen auch immer,(wie will man das als Außenstehender nachvollziehen) weil z.B. das Kind eine täuschende Ähnlichkeit hat mit seinem besten Freund, warum soll ein Mann dann nicht einen Test machen lassen um nicht weiterhin diese Zweifel zu haben?

      Diese Zweifel kommen ja nicht von ungefähr. Soll er jetzt seiner Partnerin seine Zweifel sagen? Die Beziehung hat zu diesem Zeitpunkt in der Regel eh schon einen Knax.

      Ist das Kind von ihm, dann ist die Frau zu recht sauer. und die Partnerschaft wird noch mehr belastet als sie in diesem Moment sowieso schon ist. Hat ihm die Frau wirklich ein Kind untergeschoben, dann ist das genauso ein Vertrauensbruch.

      Ich würde als Mann meiner Frau nicht vorher sagen wollen, dass ich diesen Test möchte. Was er nachher mit dem Nachweis anfängt, das ist wieder eine andere Geschichte.

      Warum eine Frau ein Kind untergeschoben hat und we das zustande kam, ist wieder ein anderes Thema. Nicht alle Kuckucksmütter sind dehalb Schlampen.

      CB, Du kannst Dir den Vaterschaftstest sparen, da Du einen Sohn in einer Miniaturausgabe von Dir selbst hast, da würde jeder Tester einen Lachanfall kriegen und Dir einen Spiegel hinhalten. :owackel:
    • Diese Argumentation kann ich ja nachvollziehen. Aber abgesehen davon, dass ich einen heimlichen Test als Vertrauensbruch ansehe und einfach nicht zu entschuldigen wüßte, finde ich es sehr bedenklich, wenn man(n) auf einen bloßen Verdacht hin die Privatsphäre anderer einfach so aushebeln kann.

      Aus welchen Gründen darf man denn dann noch einfach so heimlich eine DNA Probe nehmen? Oder gilt das Recht auf Untergrabung des Selbstbestimmungsrechts nur bei Kindern?

      Wenn ein Vater, nur weil er extrem eifersüchtig ist, einen Vaterschaftstest machen will, dann ist er reif für den Psychiater,

      Wenn aber wirklich Zweifel aufkommen, aus welchen Gründen auch immer

      Und wo soll hier die Grenze gezogen werden? Egal wie man es dreht, die Rechte des Kindes und die der Mutter werden mit Füßen getreten.