Terroranschläge und Sicherheit

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Also Angst vor einer "Überfremdung" unserer Gesellschaft habe ich auch nicht, bleiben doch die ethnischen Minderheiten nach wie vor am liebsten unter sich. Allerdings finde ich es schon höchst befremdlich, wie wir diese Menschen hoffieren.

      Da wird aus Angst, das einem Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen wird, alles getan, damit man ja den Eindruck eines Gutmenschen bzw. einer Gutbehörde erweckt.

      So halte ich den Islamunterricht an deutschen Schulen für Kinder islamischer Eltern für (allerdings gehört Religionsunterricht sich m. E. sowieso nicht), oder die Idee, islamische Feiertage einzuführen für übertrieben. Nicht wir haben uns dem Islam bzw. den islamischen Mitbürgern anzunähern, sondern die islamischen Mitbürger haben sich uns anzunähern, unter Beibehaltung ihrer nationalen, kulturellen und religiösen Identität und unter Achtung der hier herrschenden nationalen, kulturellen und religiösen Identitäten aller, die in diesem unserem Lande friedlich zusammenleben wollen.

      Gruß Ivanhoe
      heute mal ohne Signatur

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ivanhoe ()

    • Hier liegt, so scheint mir, ein weitverbreiteter Irrtum vor, nämlich der, "wir" seien alle Christen. Es gibt Konfessionslose, Juden, auch deutsche Moslems (und damit meine ich nicht nur eingebürgerte Türken etc.).

      Wieso ist es dann so selbstverständlich, daß es christliche Feiertage und christlichen Religionsunterricht gibt, Feiertage und Religionsunterricht anderer Religionen werden aber stets als "fremd" abgelehnt?

      allerdings gehört Religionsunterricht sich m. E. sowieso nicht


      Da sind wir uns einig. Meine Lösung für das Problem wäre ohnehin, Religionsunterricht, egal welcher Religion, an staatlich kontrollierte Privataschulen abzutreten, dann kann jeder entscheiden, ob er da hin will oder nicht. An den öffentlichen Schulen sollte meinetwegen ein allgemeiner Werte- oder Moralunterricht oder wie man das nennen will ersatzweise eingeführt werden.
    • In der Schule soll Allgemeinwissen vermittelt werden. Ich konnte schon als Schüler nicht verstehen, dass nach Konfession getrennter Unterricht stattfand und immer noch findet. Wie gern hätte ich etwas über die Weltreligionen erfahren, Sekten standen gerade hoch im Kurs - Info gab es in der Schule dazu nicht. Wer sich für ein Thema interessiert, kann sich selbst Informieren. So wird mir mein Argument versucht zu Widerlegen. Klar: ich kann mich auch über Mathematik und alles was in der Schule sogar als Hauptfach gilt anderswo Informieren. Weiteres Gegenargument: in den Familien wird immer weniger Religion vermittelt. Ja, nicht nur Religion. Aber das ist ein ganz anderes Thema und alles kann die Schule nicht ersetzen.

      Ethikunterricht, lieber thejailer, ist noch nicht alltäglich an unseren Schulen. Leider.

      Nur wer über andere Glaubensrichtungen und Lebensweisen informiert ist, kann die Angst vor "Fremdem" verlieren. Die Angst vor Terroranschlägen nicht. Das sind Fanatiker und die gibt es leider überall. So wie es überall Menschen gibt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Leichte Beute für jeden der etwas Gutes Verspricht!

      Was die Feiertage angeht, bin ich dafür alle christlichen zu Streichen bis auf Weihnachten und Ostern. Wer die anderen für seinen Glauben benötigt, soll Urlaub opfern. Davon haben wir nicht wenig aber immer weniger Kirchenmitglieder. Dann ist es auch egal, in welchem Bundesland man wohnt (lieben Gruß nach Bayern :grins: ).
      "Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
      Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
      (Albert Schweitzer)
    • Ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, was du mit "unseren" meinst, wonderland. :D
      Meine Tochter konnte in der Schule zwischen Religions und Ethikunterricht wählen. Somit hatte sie als getaufte "Christin" seit der 5. Klasse keinen Religionsunterricht mehr. Ob ich als Erziehungsberechtigter dafür mein Ok geben mußte, weiß ich gar nicht mehr - zu lange her. :grins:

      Ethikunterricht, lieber thejailer, ist noch nicht alltäglich an unseren Schulen. Leider.

      Gut, dann unterlag ich einem Irrglauben und ersetze "unsere Schulen" durch diese eine oben erwähnte Schule.
    • das mit dem "steten Tropfen" halte ich eben doch für eine ziemlich übertriebene Sorge.

      Ob die Sorge übertrieben ist, lasse ich einmal dahingestellt. Die Frage wird sich ohnehin erst im Nachhinein beantworten lassen. Wenn ich mir allerdings dieses Interview mit der Islam-Kritikerin Necla Kelek ansehe, dann komme ich zu der Überzeugung, daß ich damit nicht unbedingt falsch liege.

      Kurzer Auszug:

      Kelek: Die muslimischen Verbände nehmen tagtäglich Einfluss in der deutschen Gesellschaft - nur die merkt das kaum...
      (Einschub von mir: eben ein "steter Tropfen" und die deutsche Gesellschaft darf es vor lauter political correctness - man könnte uns Deutsche ja wieder samt und sonders in die braune Ecke stellen - ja auch offiziell nicht merken.)
      ...Wenn zum Beispiel in den Moscheen vermittelt wird, man hat nur mit "reinen" Menschen zusammen zu sein hat, mit "Unreinen", die Schweinefleisch essen und ihre Töchter unehrenhaft leben lassen, darf man nicht zusammenkommen, hat das natürlich Auswirkungen. Auf die Kinder wird schon früh eingewirkt, dass sie muslimisch sind, damit man sie nicht an die liberale deutsche Gesellschaft verliert. Das halte ich für sehr gefährlich...

      Ich füge hinzu: Aus dieser Angst des Verlierens an die liberale Gesellschaft, d.h. in letzter Konsequenz aus Angst vor Machtverlust will und wird man sich auch gar nicht integrieren. Vor allem der patriarchalische Druck auf die Mädchen ist immens.

      Wenn ich Keleks Aussagen zur Einflußnahme auf Kinder dann verknüpfe mit den Aussagen der bereits in einem anderen Thread erwähnten Palästinenserin, die von ihrem Arabischlehrer tatsächlich das zu hören bekam, was man zwar munkeln hört, aber hierzulande wohl nicht glauben möchte und ich mir bisher nicht vorstellen konnte/wollte (Naivität oder weil nicht sein kann, was nicht sein darf? - es geht schließlich um einen LEHRER!), sinngemäß: 'Es ist gut, wenn bei (Selbstmord)anschlägen bewußt(!) Kinder (gem. sind "Westliche") getötet werden, denn die werden ja erwachsen und sind zumindest als Erwachsene unsere Feinde.', dann stelle ich mir schon die Frage, ob hier Islamunterricht (1) erteilt werden sollte, der letztlich wohl kaum zu kontrollieren ist, ob eine Lehrerin Kopftuch tragen darf etc. Und ob das alles unter dem Mäntelchen der Religionsfreiheit und liberalismusneurotischer Toleranz zugedeckt werden soll. (Wer jetzt anfängt, das Kopftuch einer muslimischen Frau/Lehrerin mit dem Schleier einer Nonne gleichzusetzen, nach dem Motto: Ordenslehrerinnen müssten dann aber auch ihren Schleier absetzen, dem ist allerdings in seiner Naivität nicht mehr zu helfen.)

      Vor einige Dinge mal entschiedener und offensiver ein P zu setzen, selbst wenn man sich den Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit einhandelte, der sich mit der Zeit dann eh überleben dürfte, würde m.E. auch der braunen Brut in vielen Fällen das Wasser abgraben.

      Doc

      Keine Ahnung, ob durchkommt, worum es mir geht, vermutlich habe ich mich auch schon klarer ausgedrückt. Manche werden sich ggf. an Pauschalisierungen aufhängen, aber eine Forumsdiskussion ist keine wissenschaftliche Abhandlung.
      Das soll's von meiner Seite auch erst einmal zum Thema sein. Posting ist eh schon zu lang geworden.

      (1) allenfalls von in Deutschland ausgebildeteten Lehrern, die auch hier ihre Prüfung abgelegt hätten. Aber wer wird den besuchen??? Nach meiner Überzeugung keiner, der in vorwiegend muslimischen Stadtteilen aufwächst. Der "soziale" Gegendruck wäre viel zu hoch.
      Fernsehen ist der Beweis dafür, daß der Gehirntod
      nicht das Ende des Lebens ist.

      :O :O
      Aus dem Programm "Perlen vor die Säue" des Dresdner Kabaretts Herkuleskeule

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Doktor_Faustus ()

    • Gelebter Antiterrorkampf in Deutschland. Ein Fragebogen für jeden vermeintlichen Terroristen, äh ausländischen Mitbürger mit Aufenthaltsgenehmigung.
      spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,654027,00.html

      "Haben Sie an einer Spezialausbildung (gebrauch von Sprengstoffen oder Chemikalien, Kampfausbildung, Flugausbildung, Lizenz für Gefahrguttransporte usw.) teilgenommen?" Und weiter: Ob er Kontakt zu terroristischen Vereinigungen habe? Ob er Leute kenne, die zu solchen Organisationen Kontakt hätten? Ob er je für einen Nachrichtendienst gearbeitet habe?


      Das ist die Idee, wenn die USA Atta und Co. bei der Einreise einfach gefragt hätten ob sie Terroranschläge begehen wollen wäre es nie zu 9/11 gekommen.

      Ersten würde ich solche Fragen als Beleidigung empfinden, zweitens dürfte die Anzahl eventuell verhinderter Terroranschläge durch den Fragebogen bei 0 liegen.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Zum Glück muss man als deutscher Staatsbürger in der Regel solche Dinger nicht beantworten. Der Bevölkerungsrückgang würde sich heftig beschleunigen.

      NRW-Innenministerium
      Man werde den "formellen Mangel" prüfen, aber das Gericht habe "die Praxis der Sicherheitsüberprüfung von Ausländern aus bestimmten Staaten in Nordrhein-Westfalen nicht in Frage gestellt".

      Weil sich das Gericht, nachdem es den "formellen Fehler" gefunden hatte gar nicht mehr weiter mit der Rechtmäßigkeit der ganzen Angelegenheit befasst hatte.
      Find ich eigentlich bedauerlich.
      Seid barmherzig. Das Leben ist schon schwer genug!
      Kutte Tucholsky

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wendland ()

    • sueddeutsche.de/politik/584/498871/text/

      Soso, der Bundesinnenminister befürwortet also den Einsatz von Nacktscannern, wenn sie die Persönlichkeitsrechte nicht einschränken und gesundheitlich unbedenklich sind.

      Wie kann so ein Ding eigentlich die Persönlichkeitsrechte nicht berühren? Und ganz gleich, was man nun von der Meldung über den geplatzten Terroranschlag hält, sollte man sich doch auf jeden Fall fragen, warum wir uns von diesem Terroristengesindel eine Freiheit nach der anderen nehmen lassen.

      Wo das wirkliche Terroristengesindel sitzt, ist ja nur noch eine Definitionsfrage.

      Jedenfalls fühle ich mich von den Sicherheitsbestrebungen einer in einem Rechtsstaat demokratisch gewählten Regierung mehr bedroht als von Leuten, die angeblich ein Flugzeug in die Luft jagen wollten...
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Mir drängt sich eh mehr und mehr der Gedanke auf das solche Vorkommnisse von wem auch immer inszeniert werden, um Verschärfungen der Überwachung durch zu setzen.
      Als Handlanger fungieren die Massenmedien, die da wieder einmal Angst und Furcht verbreiten sollen um den Interessen der eigentlichen Verbrecher den Weg zu ebnen.
      Alles in Allem eine peinliche Nummer! :)
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher
    • Wie kann so ein Ding eigentlich die Persönlichkeitsrechte nicht berühren?


      Indem neue Technik genutzt wird, die die Person nur technisch zeigt. Also quasi eine vom Computer generierte Grafik auf der gezeigt wird, wo sich ein verborgener Gegenstand befindet.

      Jedenfalls fühle ich mich von den Sicherheitsbestrebungen einer in einem Rechtsstaat demokratisch gewählten Regierung mehr bedroht als von Leuten, die angeblich ein Flugzeug in die Luft jagen wollten...


      Was bin ich froh, dass es mir anders geht, vor allem angeblich.
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.
    • Indem neue Technik genutzt wird, die die Person nur technisch zeigt

      Jop, hier sollte man den Ausdruck Nacktscanner nicht wörtlich nehmen. Wenn die Betrachter nicht mal zwischen Männlein und Weiblein unterscheiden können, ist das doch kaum was anderes als ein Röntgenbild.

      die angeblich ein Flugzeug in die Luft jagen wollten...

      Wieso angeblich?
    • Wenn die Betrachter nicht mal zwischen Männlein und Weiblein unterscheiden können, ist das doch kaum was anderes als ein Röntgenbild.


      Sogar noch weniger, tj. es ist schon eher ein Piktogramm, zumindest von dem Teil das ich die Tage gesehen habe.
      Im Gegensatz zum Hirn meldet sich der Magen wenn er leer ist.