Dresden schuldenfrei - ist das die Lösung?

    • Zumindest klingt "Erste schuldenfreie Großstadt Deutschlands" mal nicht schlecht.
      Davon kann Berlin mit seinen 38,9 Mrd. Schulden nur Träumen.
      Bleibt abzuwarten, was jetzt auf die Mieter des Noch-Städtischen Wohneigentums zukommt.

      US-amerikanische Investorengruppe hört sich nicht nach Mietgarantie oder gar nach Mietminderung an.
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher
    • Moin.... :]

      Leider konnte ich heute aus Zeitgründen dazu noch keinen Kommentar abgeben....
      Aber diese Investorgoup Fortress : fortressgroupinc.com/
      scheint bereits für einige, auch deutsche Städte der "Retter" in letzter Not gewesen zu sein.

      Aus der Traum vom humanen Wohnen für alle. Mit dem Verkauf von Millionen Sozialwohnungen an internationale Fonds verraten deutsche Städte ein Jahrhundertwerk
      Quelle : DIE ZEIT
      Sogenannte "Heuschreckenfirmen" stürzen sich auf den deutschen Wohnungsmarkt :
      Seit wenigen Jahren stürzen sich die Fondsgesellschaften, zumeist aus den USA und Großbritannien, geradezu auf deutsche Mietwohnungen. Sie heißen Terra Firma, Fortress, Apellas oder auch Cerberus wie der dreiköpfige Höllenhund aus der griechischen Mythologie, der den Eingang zur Unterwelt bewachte.
      ...... sehr bezeichnend diese Namen.


      Hier auch der Bericht dazu: zeit.de/2006/02/Wohnungen_Head?page=all

      Da kommt einiges auf uns zu.... X(

      Wohl dem, welcher nicht in einer dieser Wohnungen wohnen muss und sein privates Heim bewohnt.....
      Demnächst ist auch Leipzig betroffen....die Investoren schielen schon in diese Richtung.
      Da nutzt auch keine Bürgerinitiative mehr......
      Die Frage ist nur : Wer wird sich wieder mal an den Überschüssen bereichern ?
      "WER BREMST VERLIERT" -----> "ICH GEWINNE... STROM,- MIT TOYOTA PRIUS"
      Fehlende PS werden durch nackten Wahnsinn ersetzt !... :pfeif:

      GLÜCKWUNSCH an ALLE, die wo welche HEUTE Geburtstag feiern....:top:

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von GUL_DUKAT ()

    • Kein Investor gibt knapp eine Milliarde Euro aus, wenn er nicht sicher ist, daß dieser Betrag mit Gewinn zurückkommt. Allerdings ist auch ein amerikanischer Investor an deutsches Mietrecht gebunden.

      Mich würde mal interessieren, ob die WOBA schwarze Zahlen schreibt. Falls ja: warum wird sie verkauft? Falls nein: was hat der Investor vor, was die Stadt Dresden nicht kann?

      Habe sich die Dresdner Stadträte mal gefragt, warum nicht eine einzige andere deutsche Stadt ihr Tafelsilber verkauft?

      Die Frage ist nur : Wer wird sich wieder mal an den Überschüssen bereichern ?
      Das ist in meinen Augen zunächst mal eine haltlose Unterstellung. Oder gibt es Beweise für diese Behauptung?
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Das ist in meinen Augen zunächst mal eine haltlose Unterstellung. Oder gibt es Beweise für diese Behauptung?


      Diese "haltlose" Unterstellung war zynisch gemeint, da es nicht auszuschliessen ist,-dass irgendwelche "xxxx" sich mit den Überschüssen eine "Goldene Nase" verdienen. Meistens kommen solche Touren viel später, oder nur durch einen "dummen Zufall" raus,-weil sich irgendjemand benachteiligt fühlte.... Fälle aus der Vergangenheit gibt es zur Genüge..., aber das ist jetzt nicht Gegenstand einer Diskussion...

      Tschüss...muss wieder wech...Einkaufen... :]
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    • Soweit ich weiss, übersteigen die Ausgaben der Stadt die Einnahmen um einiges (wude gestern in einem Fernseh-Bericht jedenfalls gesagt). D.h., durch den Verkauf des Wohnungsbestandes werden vorhandene Löcher gestopft, wärend gleichzeitig neue entstehen.

      Mal abgesehen davon, das durch den Verkauf in 10 Jahren ALLE Sozialwohnungen wegfallen und damit auch deren Status (wo sollen dann die, gerade in diesem Landstrich sehr zahlreichen Bewohner solcher Wohungen hin?): WAS will die Stadt DANN verscherbeln? Vieleicht hat sie ja noch ein par Ländereien, oder Baugrundstücke, die man an japanische Investoren verkaufen kann? Oder ECHTES Tafelsilber?

      Ich persönlich halte diese Aktion für selten dämlich.

      In soweit SOLLTEN die verantworlichen Politiker sehen, das sie sich ihr güldnes Stück abzwacken ---- Wenn in 10 bis 12 Jahren die Konsequenzen dieses unveantwortlichen Handelns zum Trage kommen, wäre ein fester Wohnsitz auf den Bahamas anzuraten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Heiderogoshi ()

    • knapp 982 Millionen Euro sowie die Übernahme aller Schulden der Wohnungsbaugesellschaft
      Ob die Stadträte auch daran gedacht haben, daß das Finanzamt wohl auch noch einen "netten Anteil" an der (Gesamt-)Summe verlangen wird? Schließlich handelt es sich doch wohl um einen ganz normalen Immobilienverkauf, auch wenn der Verkäufer eine Kommune ist.
    • Aber die Einnahmen der Stadt sind doch auch noch irgendwie steuerpflichtig, wenn ich mich nicht täusche? Jedenfalls war das in meiner Kommune vor etlichen Jahren so, daß der Gesamtbetrag aus so einem "Tafelsilberverkauf" schon voll verplant war und plötzlich kräftig vom Finanzamt reduziert wurde. Frag mich jetzt aber nicht, welche Steuer das war - da müsste ein Schlauerer drauf antworten. ;)
    • Ich habe das schon mehrfach geschrieben. In wenigen Jahren werden wir die ersten Blechhütten am Stadtrand bewundern.

      Dresden ist nicht die einzige Stadt, die ihr Tafelsilber verkauft. Ich habe zwar keine Belege, aber meine es gelesen zu haben. Vielleicht nicht so komplett wie Dresden.

      Interessanterweise habe ich jetzt eins meiner wichtigsten Argumente im TV gehört: Die Politik setzt auf Wachstum. Irgendjemand fragte "Was passiert eigentlich, wenn das Wachstum ausbleibt?" :D

      Alle aktuellen Planungen gehen davon aus, daß das Wachstum kommen wird. Bei einer Preissteigerung von über 2% wächst ja auch der Gewinn bestimmter Firmen.

      Diese Monopolisten zeichnen sich besonders durch Prozeßverschleppung aus. Wie lange dauert es bei der Telekom, bis ein berechtigter Anspruch zur Kenntnis genommen wird?

      Aber egal. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und die unbegründete Hoffnung noch ein bischen später.

      Joei