Studenten unter der Armutsgrenze...

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    • spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,375147,00.html


      Irgendwie habe ich das Gefühl beim lesen dieses Artikels im falschen Film gelandet zu sein.


      Von wegen feistes Studentenleben - das Einkommen vieler Studenten liegt weit unter der Armutsgrenze. Selbst wenn sie Bafög bekommen, reicht das kaum für den Lebensunterhalt. Die Siegener Studentin Inga Selck zum Beispiel ernährt sich hauptsächlich von Nudeln.


      Die Arme, aber wie geht es weiter?


      Inga Selck lebt im Monat von 650 Euro. Sie bekommt 250 Euro Bafög. Der Rest ist Kindergeld und ein kleiner Zuschuss der Eltern und Großeltern.


      650€, das habe ich in guten Monaten. I)ch esse zwar gerne Nudeln, aber nicht ausschließlich. Ich kann damit ganz gut leben, was macht die gute falsch?

      Fast die Hälfte davon zahlt sie für Miete und Nebenkosten.


      300€ fürs wohnen? Tut das in Siegen Not? Eher nicht.

      studenten-wg.de/angebote_lesen.html?suche=Siegen

      Die kosten fürs Wohnen ließen sich locker halbieren. Oder um mindestens 100€ drücken. Selber schuld. Und wer sich als Studi für 300€ ne Wohnung leistet...

      Wenn sie ihre Fahrkarten und die Semestergebühr bezahlt hat, bleiben der jungen Frau noch 250 Euro zum Leben. Das sind rund acht Euro pro Tag, um genau zu sein.


      Nach Abzug der Kosten füs Wohnen und Fahrkarten sowie Semestergebühr bleiben ihr also pro Monat noch 250€. Also 650€ minus 300€ fürs Wohnen sind 350€. Dann pro Monat 100€ für Fahrkarten und Semestergebühren? :O

      Semstergebühren gibt es hier auch. Das sind knapp 100€ pro Semester, macht im Monat umgerechnet also nichtmal 20€. Wie hoch sollen diese Gebühren in Siegen sein?

      Das mit den Semstergebühren würde sich erklären wenn sie bereits mehr als das 1,5 fache der Regelstudienzeit rum hätte, dann würde sie aber kein BaföG mehr kriegen. Ansonsten kann ich mir die Kosten nicht erklären, für Studiengebühren können die einfach nicht sein. Und das in Siegen eine Monatskarte für einen Studenten 100€ kostet kann ich irgendwie nicht glauben. Vor allem weil der Studentenausweis in Siegen als Fahrkarte gilt, Semsterticket sei Dank, die Kosten sind bereits in den Semestergebühren drin. Das nebenbei die Stadt Siegen anscheinend die Kosten für das Semesterticket erstattet wenn man sich da mit dem Wohnsitz anmeldet kommt noch dazu.

      www2.uni-siegen.de/studium/studienkonten/
      uni-siegen.de/student/asta/vws/index_vws.html
      steuerzahler-saarland.de/inhal…0116772ee52519ddbf6dfa50e


      Was für unbedingte Kosten für Fahrkarten sollen das also sein? Und welche Semestergebühren? die ja anscheinend pro Semster hier 600€ betragen...

      Und mit angeblich 8€ am Tag nach Abzug der Fixkosten ist man gezwungen sich von Nudeln zu ernähren? Von dem restlichen Merkwürdigkeiten in dem Artikel mal zu schweigen. Hallo???
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • In einen muß ich dir auch zustimmen, wenn ich deinen Link mit den Wohnungs/Zimmerangeboten durchlese, hast du Recht, warum 300 Euro für Miete? Es wäre wirklich möglich zu halbieren und dann bekommt sie schon 5 Euro pro Tag dazu, also 13.
      Und das die Monatskarte 100.- kostet das glaube ich erstens nicht u. zweitens wird da doch auch ein Zuschuß gezahlt. Dann die Dunkelziffer an Geld von den Großeltern?
      Nur kurz dazu, ich hab nichts gegen Studenten aber an diesen Zahlen glaub ich auch nicht so recht ;(
      8) und immer nett und freundlich bleiben ;)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bugs ()

    • Original von Bugs
      Und das die Monatskarte 100.- kostet das glaube ich erstens nicht u. zweitens wird da doch auch ein Zuschuß gezahlt. Dann die Dunkelziffer an Geld von den Großeltern?


      kostet sie nicht. Die Kosten sind in den 2 mal im Jahr zu zahlenenden Semstergebühren für das ganze Jahr enthalten. Das sind pro Semster ca. 60€. Dazu düften 30-40€ Euro für das Studentenwerk und den Asta kommen. Deutlich mehr als 100€ Gebühren pro Halbjahr kann ich mir nicht vorstellen...
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      Benjamin Franklin
    • Ergänzung:

      128,25€ pro Semster. Wohlgemerkt Semstergebühren und Semesterticket im halben Jahr. Wie der Spiegel das mal eben auf 600€ hochgerechnet bekommt muss ich nicht verstehen.

      Bei der Rückmeldung, bzw. eurer Erstimmatrikulation zum Wintersemester (WS) 2004/2005 musstet ihr, soweit nicht bereits von Langzeitstudiengebühren betroffen, insgesamt 118,25 EUR berappen.

      70,25 EUR davon fließen zunächst mal an den AStA, nämlich 60,25 EUR Mobilitätsbeitrag (das zahlt ihr für's Semesterticket) plus 10,00 EUR Studierendenschaftsbeitrag.
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      Benjamin Franklin
    • Wenn die Frau Studentin Kindergeld erhält, ist es naheliegend, dass sie ein Kind hat. Und mit Kind in einer WG ? Also ich weiß nicht ... find ich nicht so der Brüller. Außerdem verursachen Kinder auch Kosten, die Herr Traumtänzer vermutlich nicht hat ;)
      Wieviel eine Monatskarte für den ÖPNV kostet, hängt auch von der länge der Strecke ab. Wissen wir, wie weit die Dame zu fahren hat ?
      In Universitätsstädten ist bezahlbarer Wohnraum für Studis meist knapp und teuer. (außer in Rostock vielleicht). Um den horrenden Preisen zu entgehen, ziehen viele Studis in die Randbezirke. Schwups, schon wird die Monatskarte teurer. Zudem sind die Mietkosten in D von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich. OK, Siegen ist sicher nicht der Nabel der Welt, aber vielleicht doch etwas teurer als Rostock.

      ;)
      "Zicke Zacke Hühnerkacke"

      Dickie Hoppenstedt
    • Wenn die Studentin, um die es hier geht, eine bestimmte Altersgrenze noch nicht überschritten hat, bekommen ihre Eltern, da sie ja noch in der Ausbildung steckt, Kindergeld.

      Hätte diese Studentin selbst ein Kind, dann würde sie für dieses Kind auch Unterhalt und evtl. auch Erziehungsgeld bekommen.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • "Wenn die Frau Studentin Kindergeld erhält, ist es naheliegend, dass sie ein Kind hat."

      Ich glaube, es ist eher das Kindergeld gemeint, das ihre Eltern für sie bekommen. Andernfalls wären in dem "Armutsbericht" noch Kosten für Kinderartikel und Kindergarten aufgeführt.

      In letzter Zeit scheint sich unter Studenten die Meinung durchzusetzen, Dritte hättem im vollen Umfang für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Der Student, der in einem Zimmer zur Untermiete wohnt und einen Nebenjob hat, scheint wohl zur aussterbenden Gattung zu gehören.
    • Wenn die Frau Studentin Kindergeld erhält, ist es naheliegend, dass sie ein Kind hat.


      Das ist eher unwahrscheinlich. Kindergeld bekommt man als Student/in bis zur Vollendung des 27 Lebensjahres. Ich glaube ein vorhandenes Kind wäre in dem Artikel erwähnt worden...

      Wieviel eine Monatskarte für den ÖPNV kostet, hängt auch von der länge der Strecke ab. Wissen wir, wie weit die Dame zu fahren hat ?


      Das kostet sie ja nix. Die Gebühren für das Semsterticket sind bereits in den Semestergebühren drin. Und der Geltungsbereich des Semestertickets scheint vorliegend recht großflächig zu sein. Mein Semesterticket deckt zb. nur den reinen Stadtverkehr ab.


      In Universitätsstädten ist bezahlbarer Wohnraum für Studis meist knapp und teuer. (außer in Rostock vielleicht). Um den horrenden Preisen zu entgehen, ziehen viele Studis in die Randbezirke. Schwups, schon wird die Monatskarte teurer. Zudem sind die Mietkosten in D von Stadt zu Stadt sehr unterschiedlich. OK, Siegen ist sicher nicht der Nabel der Welt, aber vielleicht doch etwas teurer als Rostock.



      Auch die Nachbarorte können durch das Semesterticket erreicht werden. Mein erster Googlelink erbrachte mehr als bezahlbare Angebote in Siegen, und 300€ für Miete deutet nicht auf günstigen Wohnraum irgendwo im Wald hin. :D Übrigens ist Rostock ziemlich teuer was Wohnungspreise angeht. Die Wohnungsangebote in meinem Link sind im Vergleich zu ähnlichen Angeboten hier sehr günstig.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Unterhalt ? Vom Kindsvater ? Ja, vielleicht, aber doch nicht zwingend. Wenn der Erzeuger sich davor drückt, aus welchem Grund auch immer...

      Erziehungsgeld: Weiß ich jetzt nicht.

      Stimmt, das Kindergeld könnte auch das der Eltern sein. So wie es weiter oben zitiert wird, lese bzw verstehe ich es aber anders.
      "Zicke Zacke Hühnerkacke"

      Dickie Hoppenstedt
    • Wer unbedingt einen Job will, der bekommt auch einen. Insbesondere Aushilfs- und Nebenjobs gibt es zu Genüge...nur es scheinen nicht viele damit zufrieden zu sein oder es überhaupt zu benötigen.



      Original von Traumtänzer
      Deutlich mehr als 100€ Gebühren pro Halbjahr kann ich mir nicht vorstellen...



      Ähem, ja. In Frankfurt beträgt der Semesterbeitrag fast 250€.

      Aber ansonsten kann ich dir nur beipflichten. Dieses Mädel ist wirklich sehr arm dran. :D

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Curufinwe ()

    • @Friedhelm

      Ein vorhandenes Kind würde a) gesondert erwähnt werden und würde b) ein mehr an Einkommen bedeuten, allein durch staatliche Beihilfen in so einem Fall.

      Ich bin Student und mir stößt dieser Artikel ziemlich auf. Der widerspricht einfach meiner Realität. Wie schon gesagt mir stehen in einem guten Monat gerade so 650€ zur Verfügung, meist weniger. Und ich kenne viele die auch teils mit deutlich weniger klarkommen müssen, klar im Osten ist es etwas günstiger, aber das kann nicht sein. Daher verstand ich nicht wie man mit der Kohle anscheinend gezwungen ist sich hauptsächlich von Nudeln zu ernähren. Bei mir reicht das Geld für Fleich, Fisch, Obst und Gemüse. Warum nur?
      Daher habe ich mal aufmerksam auf die Zahlen gesehen. Und sehe als erstes 300€ Kosten für Miete. Da setzt ja jemand seine Prioritäten richtig. Soviel zahlen Studenten durchschnittlich in München oder Frankfurt am Main. Das muss in Siegen eigentlich billiger gehen und mein Link beweist das es geht.

      Dazu werden ihr monatlich 100€ für Fahrscheine und Semestergebühren abgezogen die 2 mal im Jahr anfallen...

      Daher stimmen die errechneten 8€ am Tag nicht. 350:31 machen schon mal 11€ am Tag. Und das reciht gerade mal so für Nudeln? Kauft die Hilcona?
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      Benjamin Franklin
    • Lieber Steuerzahler,

      als wir noch eine Million Arbeitslose hatten, das war die gute alte Zeit im letzten Jahrhundert. :)
      Bis vor wenigen Jahren hatte mein Arbeitgeber über sehr viele Jahre Heerscharen von Studenten für die tägliche Nachtpost beschäftigt. (einige sind fast bis zum Rentenalter geblieben, andere wurden z.B. Juristen :D ) heute ist kein einziger mehr da.
      Die ist leider vorbei. So einfach ist das mit den Jobs nicht mehr. Die haben jetzt in der Regel Zeitarbeitsfirmen inne. Und ob sich ein Studium und eine Anstellung bei einer Zeitarbeitsfirma verträgt, würde ich nicht beschwören wollen.
      "Zicke Zacke Hühnerkacke"

      Dickie Hoppenstedt
    • Original von Curufinwe
      Ähem, ja. In Frankfurt beträgt der Semesterbeitrag fast 250€.


      Mein Beileid. Aber ich habe gerade gelesen das dort auch ein Semesterticket für den gesamten Rhein-Main Vekehrsverbund drin ist, der wird die Kosten hochtreiben...




      Um mich mal wieder ins Gespräch zu bringen:

      jaja, so ist das mit den Jobs, die nur in der Fantasie einiger Politiker existieren


      Job? Die gute hat anscheinend nicht mal einen. Und Studenten finden eigentlich relativ problemlos Jobs. Die verlangen nicht viel und auch die Abrechnung durch den Arbeitgeber ist Dank Mini-Job einfach.

      Da ist dieses Leid der Armen die sich ja damit immerhin deutschlandweit bekannt macht eher überschaubar.
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      Benjamin Franklin