Nach der Wahl ist vor der Wahl.

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    • Joei, das "wen" kann mal wohl wieder streichen, dass du die Politiker anklagst, ist dann doch nicht an mir vorbei gegangen. :D

      Ist es nicht bekannt, daß Hedge-Fonds inzwischen unsere Mietwohnungen, Kläranlagen, Straßenreinigungen, Kanalisationen und Wasserversorgungen aufkaufen?


      Doch, das ist bekannt, da kriege ich immer wieder einen dicken Hals drauf, aber irgendwie sehe ich mich nicht in der Lage, dass durch ein Kreuz bei der Wahl zu verhindern. Es gibt keine Partei, mit der ich komplett übereinstimme, so geht es wohl den meisten.

      Was noch viel schlimmer ist, ist die Korruption und Mitnahmementalität der Politiker, da kannst du mich wieder "schicksalsergeben" nennen, wenn ich sage, das kann ich nicht ändern, da kann ich mich nur regelmäßig drüber aufregen.
      Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt. (Die Ärzte)
    • Die Mitnahmementalität ist ja nun wirklich keine Eigenschaft auf die die Politiker ein Monopol haben.
      Das zieht sich doch durch sämtliche Gesellschaftsschichten.

      sehe ich mich nicht in der Lage, dass durch ein Kreuz bei der Wahl zu verhindern.

      Ne, du alleine nicht. Aber so lange die Bürger immer schön schnell vergessen, wird sich garantiert nichts ändern.
    • Korruption gab es schon im alten Rom. :D
      Egoismus liegt nun mal in der Natur des Menschen und du wirst niemals verhindern können, dass ein Politiker die Hand aufhält. Genausowenig können Politiker die Schwarzarbeit verhindern, usw., usw..

      Aber an dem Spruch, jedes Volk bekommt die Politiker die es verdient, ist was dran. Die können machen was sie wollen. Versprechen geben und sie sofort, nachdem sie gewählt wurden, wieder brechen. Sie können einigen wenigen (den Konzernen) Zugeständnisse machen und im Gegenzug die Armen noch ärmer machen und werden trotzdem wieder gewählt, weil sie ja nun vor der Wahl wieder einige Versprechungen gemacht haben. Dieses Phänomen kannst du auf lokaler Ebene genauso wie auf Bundesebene bewundern.

      Um es auf den Punkt zu bringen. Wenn mich irgend jemand, privat oder beruflich, verarscht, ist derjenige für mich erledigt.
      Und diese Einstellung vertrete ich auch dann, wenn ich an der Wahlurne stehe.
      Jetzt nenn mich ruhig naiv. :D
    • Ich möchte meine "Anklage" noch ein wenig fortführen. :))

      Da wird immer nach ausländischen Investitionen in Deutschland gerufen. Einfach abwarten; das Kapital kommt ganz von selbst. Wenn demnächst Brücken und Autobahnen verkauft worden sind, dann werden wir an jeder Brücke ein Schild finden, auf dem der Preis steht.

      Abrechnung? Kein Problem. Man bekommt die Rechnung direkt ins Haus, haargenau erstellt vom Maud-System. Wie bei einer Telefonrechnung ist jede Autobahn, jede Brücke und jeder Tunnel aufgelistet.

      Das Geld kommt also; aber es investiert nicht da, wo es wünschenswert wäre. Und arbeitsrechtliche Streitigkeiten kann man dann vor US-Gerichten ausfechten.

      Dann wird es Zeit, die Politiker nach Hause zu schicken, denn sie haben ja über nichts mehr zu befinden. Wahrscheilich sind sie aber so dreist und wollen sich dann für ihr Geschwätz bezahlen lassen. Das ist ja dann das Einzige, was an Aufgaben für sie übrig bleibt.

      Und Schröder hat das erreicht, was er immer wollte. Die Schalthebel der Macht. Hat er nicht ein Angebot von einem Fonds? Er kann ja dann eine Schröder/Ackermann-Regierung aufmachen.
    • Ich mag es ehrlichgesagt bald nicht mehr hören. Politiker sind korrupt, Fondsgesellschaften sind böse und die Welt ist schlecht. :D

      Es ist nicht so. Ich behaupte wir haben icht nur die Politiker die wir verdienen sondern auch den Staat und die Wirtschaft dazu.

      Die Politiker sind nicht korrupt, ein Großteil der Bevölkerung ist es. Seine Kippen kauft man beim Vietnamesen und guckt auch sonst wo man bleibt. Wer hat noch nicht Schwarzarbeit in Anspruch genommen? Da wid mal die Beule im Auto unter der Hand repariert, der Dachdecker oder Fliesenleger arbeitet bei "Bekannten"
      am Wochenende usw. DAS ist Standortförderung in Deutschland. Sowas bringt unsere Sozialsysteme mit an den Kollaps und vernichtet Arbeitsplätze. Und Schuld sind weder die Reichen noch der intenationale Kapitalismus. Schuld ist Otto Normal. Man tut doch alles um den Staat zu bescheißen und selber am Ende mehr in der Tasche zu haben, aber wehe der Staat sagt irgendwann das seine Tasche leer ist und er dann kürzt. Schwarzarbeit hat gegenwärtig ein Volumen von jährlich 350 Milliarden €... Hier wird immer nur von Steuerschlupflöchern für Reiche gesprochen, was ist damit? Aber wehe der Staat sagt die Kassen sind leer.

      Und Fondsgesellschaften sind schlecht? Globalisierung ist böse? Wirtschaft braucht Kapital, Hedgefonds sind doch nciht die Regel sondern Außnahmen. Fondsgesellschaften sind doch pinzipiell nix böses.

      Globalisierung ermöglicht es doch gerade das jeder der Will aus dem Unterdrückungs- und Ausbeutungsprinzip rausfällt. Aber sowas erhöht eben die Preise. wenn man nicht mehr irgendwelchen Spekulanten die Rosete beim Kauf von Kaffee vergloden will kann das jeder einzelne tun. Fair gehandelter Kaffee ist gegenwärtig im Vergleich gar nicht so teuer, da kriegt aber die Kohle kein Spekulant, sondern der Anbauer einen besseren Teil. Wenn man sich über spekulation und sowas beschwert kann man durchaus mal schauen was faire Preise für den eigenen Geldbeutel bedeuten würden und auch diese ganz bewusst bezahlen. Tut aber keiner, das Transfair Siegel ist nur selten im Supermarkt zu finden. Das würde steigen wenn die Hersteller merken das dieses vom Verbraucher gewünscht wird. Die Wirtschaft ist eben nicht von der Nachfrage abgekoppelt und reichtet sich an ihr aus. Und nach fairen und angemessenen Bedingungen für alle Beteiligten fragt doch bei "Geiz ist Geil" kein Mensch. Wer sit Schuld, die Wirtschaft die die Nachfrage beliefert oder Otte Normal der nur sich sieht?

      Eine bessere Welt ist möglich, das kostet aber beim Einkauf ein paar Euro mehr...

      Und nur nebenbei. Wir befinden uns gerade in der fairen Woche. Schaut doch mal rein.

      faire-woche.de
      transfair.org/
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • @ Traumtänzer,

      Dein Loblied für die Fonds ist aber etwas knapp ausgefallen. Natürlich braucht die Wirtschaft Kapital. Wo bleiben den die Gewinne der deutschen Firmen? Möchten die nicht investieren?

      Reicht deutsches Kapital nicht aus für Investitionen in Deutschland? Wenn das so ist, werden uns die Fonds auch nicht weiterhelfen, weil durch Fremdkapital die Verfügungsgewalt über deutsche Arbeitsplätze verloren geht. Das wäre dann der schnellere Weg zum Lohndumping.

      Natürlich müssen die dummen Konsumenten nach Deiner Auffassung auch schlauer sein, als alle Manager, oder? Ist es nicht ein wenig unrealistisch, den Bürgern den Durchblick durch das weltweite Geflecht des Kapitalmarktes zuzumuten und dann zu verlangen, sie sollten sich entsprechend verhalten?

      Können wir machen. Kein Bürger wird ohne VWL-Studium aufs Leben losgelassen. :D

      Es gibt keinen vernünftigen Grund, sich den Bedingungen der Globalisierung zu unterwerfen. Im Gegenteil gibt es mehr Gründe dieses Unwesen abzustellen.

      Welche Volkswirtschaft und vor allen Dingen welche Arbeitnehmer sind in der Lage, genauso zu agieren, wie das Kapital? Sollen Arbeitnehmer ständig um die ganze Welt reisen, um irgendwo einen passenden Arbeitsplatz zu finden? Soll man eine Volkswirtschaft vorübergehend wie eine Kneipe schließen und 10 Jahre später wieder aufmachen, wenn die Rahmenbedingungen sich gebessert haben?

      Zwischen dem Kapital und den Menschen gibt es keine Waffengleichheit. Es gibt noch nichtmal internationale Gesetze, die mit Visabestimmungen für Reisende vergleichbar wären.

      Wer ist also überlegen und wer ist unterlegen?

      Das Problem Schwarzarbeit haben wir auch nur, weil die Politik zu feige ist, harte Regelungen durchzusetzen. Das ist natürlich umso schwerer, je länger man zugewartet hat.
    • Du hast mich nicht verstanden. Der Verbaucher soll mündig sein. Er soll wissen was er will und was das wert ist, wert sein sollte. Gegenwärtig ist das nur "Geiz ist geil". Warum soll die Wirtschaft den Vebraucher zwingen was anderes zu nehmen als er will? Die Orientiert sich eben am Markt. Und Wirtschaft kann ohne Markt nicht existieren. Das Problem fängt also da unten (und nur da) an.

      Erinnert mich irgendwie an eine Episode auf Arbeit. Eine Kollegin wurde gezielt gefragt ob wir Weißwein haben. Wurde bestätigt und zwei kleine Flaschen und 2 Gläser rausgegeben. 5 Minuten später kommt die Kundin wieder und fängt an zu schimpfen. Sie hätte ja lieber Rotwein gehabt und man hätte ihr doch sagen müssen das wir diesen auch haben... :O So passiert. Ist das jetzt der Informationsvorteil der Wirtschaft oder Dummheit des Verbrauchers?
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • @ Traumtänzer,

      Da du ja ein Freund der Fonds bist hätte ich noch ein oder zwei Fragen. :D

      Nehmen wir an, da kommt ein US-Fond und will bei uns investieren. Wo hat er das Geld her? Warum investiert er nicht in den USA? Sind etwa seine Gewinne zu hoch? Warum trägt dieses Kapital nicht dazu bei, daß in den USA die Löhne steigen oder die Produktkosten sinken oder beides?

      Ich habe nämlich langsam den Eindruck, daß es derartig hohe Gewinnabschöpfungen gibt, daß das Kapital nicht mehr weiß, wo es noch investieren kann.

      Soviel zum Gleichgewicht zwischen Kapital und Arbeit.

    • Nehmen wir an, da kommt ein US-Fond und will bei uns investieren. Wo hat er das Geld her? Warum investiert er nicht in den USA? Sind etwa seine Gewinne zu hoch? Warum trägt dieses Kapital nicht dazu bei, daß in den USA die Löhne steigen oder die Produktkosten sinken oder beides?


      Warum investieren ausländische Firmen in Deutschland? Na vielleicht weil wir ein Absatzmarkt sind? Warum übernimmt Benq die Handy-Sparte von Siemens, die haben doch eine eigene? Vielleicht um Fuss auf dem deutschen Markt zu fassen? Warum investiert eine Fondsgesellschaft in Deutschland? Vielleicht weil sie sich von dem Unternehmen Profit erhofft? Die meisten Fondsgesellschaften investieren langfristig in Unternehmen um langfristig und sicher für die Anleger Gewinne zu erwirtschaften.

      Wenn ich deine Posts sehe kommt mir irgendwie das Gefühl das Deutschland am besten eine wirtschaftliche Mauer hochziehen sollte wo weder waren noch Kapital rein oder raus geht. Da können wir doch gleich das Licht aus machen.
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