Ich will kein Getränk!

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    • So weit, mich im stationären Handel beraten zu lassen und dann wegen des Preises online zu kaufen, war ich bisher noch nicht

      Nach den Erfahrungen, die ich gestern in unserem Medimax machen durfte, werde ich es mir zukünftig schwer überlegen, mich überhaupt nochmal bei technischen Fragen im stationären Handel beraten zu lassen.

      Wie hier eben beschrieben, hat mein Router gestreikt und ich brauchte dringend eine Internetverbindung um Mails abrufen zu können. Was ja eigentlich kein Problem ist, wenn man sein Passwort für das Mailkonto weiß. :)

      Gut, meine Dummheit. Aber da ich mir eh einen Surfstick für den Urlaub zulegen wollte, bin ich in besagten Laden gegangen um mich über die Prepaidtarife etwas schlau zu machen, da meine letzten Recherchen zu dem Thema schon etwas länger her sind. Das Gespräch fing eigentlich ganz gut an, denn die junge Frau nannte mir so ziemlich die Preise, die mir noch bekannt waren. Als ich aber nach der Volumenbegrenzung der einzelnen Anbieter gefragt habe, ging das Theater los. 3 GB bei der Monatsflat bei Vodafone und O2 kamen mir schon komisch vor und ich meinte mich an 5 GB zu erinnern, sie aber beharrte auf 3 GB und da ich, wie erwähnt nicht auf dem laufenden war, glaubte ich ihr (noch). Wie sich später herausstellte, hatten wir beide Recht: Vodafone = 3 GB, O2 = 5 GB.

      Bei der Tagesflat behauptete sie dann, diese sei auf 1 GB beschränkt - und zwar im Monat, egal wie oft man die Tagesflat in Anspruch nimmt. Meinen Einwand, dass diese 1 GB doch wohl je Kalendertag gelten, tat sie mit einem wirklich erstaunt überheblichen Lächeln ab und meinte, 10 GB für 35 Euro (berechnet auf 10 Tage bei o2 a 3,50 / Tag) gäbe es niemals. Mein Argument, das man damit auf den Monat gerechnet immerhin stolze 105 Euro für 30 GB bezahlen würde, beantwortete sie wortwörtlich mit "Sie können mir ruhig glauben, ich verkaufe die Verträge täglich". Mittlerweile hatte sich ein Kollege von der Dame dazu gesellt, der mir zu diesen Worten zunickte und meinte, dies sei schon richtig.

      Ich war zwar nach wie vor der Meinung im Recht zu sein und hätte mir den Stick demnach ruhig kaufen können, da die Preise ja noch in etwa in der Spanne lagen, wie sie mir bekannt waren. Aber das Geld wollte ich dann doch lieber woanders ausgeben. So bin ich dann heute Mittag in einen Telefonladen in der Stadt marschiert (ich habe mir dort vorsichtshalber meine Meinung nochmal bestätigen lassen) und habe mir dort den Surfstick gekauft - übrigens mit 5 inklusiven Tagesflats, von der die freundliche Dame bei Medimax auch nichts erwähnt hat.

      Mein Fazit ist, dass ich in einem Beratungsgespräch wirklich noch niemals soviel geballte Ignoranz und Arroganz auf einmal erlebt habe. Wäre es wirklich so schwer gewesen, mal kurz das Kleingedruckte auf der Seite von O2 oder Vodafone nachzulesen und den Kunden, der ich nun in dem Laden niemals wieder sein werde, kompetent zu beraten? Nun ja, als Entschuldigung könnte man anführen, dass es schon 18.30 war, also rechtzeitig um sich auf den in 1,5 Stunden kommenden Feierabend vorzubereiten. Wer will sich da schon noch um einen nervigen Kunden kümmern? :D
    • Ich hatte es mal in ähnlichem Etablissement mit einem Verkäufer zu tun, der da auch so einfach seine Preise & Tarife so ganz ohne eine Spur Unsicherheit runter sabbelte bis ich ihn unterbrach und meinte, in dem und dem Punkt müsse er sich sicher Irren.
      Dieser Verkäufer wischte meine Einwände jedoch nicht mit einem Gutsherrengustus zur Seite sondern meinte diplomatisch, "Na da lassen sie uns mal gemeinsam schauen", kramte Unterlagen heraus und meinte dann, "Upps, tut mit leid, da war ich wohl nicht ganz richtig informiert".

      Das es da Verkäufer mit einem Wissensdefizit gibt kann man gerade noch so hinnehmen [schlecht natürlich wenn es Kunden nicht auffällt und es sich später erst bei einer überhöhten Rechnung heraus stellt] aber Verkäufer, die da wieder besseren Wissens auf ihrer Aussage beharren haben sich definitiv für den falschen Job entschieden.
      Da kann ich Ausreden wie "schlecht ausgebilde"t, "mies bezahlt" auch nicht gelten lassen, diese Kriterien sprechen keinen Menschen frei von der Eigenschaft, eigene Fehler zu erkennen und zu kommunizieren.
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher
    • So sehe ich das auch. Fehler kann jeder mal mal machen. Aber zum einen kann man als Verkäufer(in) nicht solch eine Besserwisser-Arroganz an den Tag legen und zum anderen ist es ein Zeugnis einer sehr schlechte Schulung, wenn man nicht mal das technische Verständnis hat, um zu begreifen, das 1 GB / Monat eventuell doch etwas zu wenig ist, um allein deshalb schon nochmal genauer nachzuschauen. Das kommt davon, wenn man keine Fachkräfte, sondern Verkäufer aus allen möglichen Berufen in die Technikabteilung stellt.
    • Wobei ich immer noch einen Unterschied sehe zwischen dem Kauf bestimmter Konsumartikel (einerseits DVD oder Drucker und andererseits Bürostuhl oder etwa einer Matratze, die man vor dem Kauf schon ausprobieren sollte. Technische Daten allein helfen da ja nicht weiter.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Man Hermes mal wieder...

      Jeder andere Paketbote kriegt es hin Pakete bei Nachbarn abzugeben, die nicht.
      Gestern war der Bote da und hat einen Zettel hinterlassen. Ich habe den Zettel heute früh an den Briefkasten geklebt mit der bitte das Paket im Haus abzugeben oder Freitag wiederzukommen. Heute war ein Zettel drin, dass man mich nicht angetroffen hat und morgen, also Donnerstag, wiederkommt. Klasse, morgen bin ich auch nicht da und verpasse Zustellversuch Nummero 3 und da der Zusteller wohl auch trotz Zettel am Freitag nicht nochmal kommen wird und auch sonst nicht flexibel zu sein scheint geht es eben zurück zu Amazon...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Auch meiner Erfahrung nach ist Hermes ein Graus. Die schmeißen bei uns im Institut regelmäßig Sendungen einfach auf die Treppe zum Hochparterre, wo also wirklich jeder dran vorbeiläuft. Da, wo ich früher meinen Nebenjob hatte, haben sie mal ein Päckchen für eine Firma im Hinterhaus vor die Eingangstüre des Vorderhauses gelegt - das lag also faktisch am Bürgersteig mitten im Hauptbahnhofviertel... Ich hoffe wirklich, dass Amazon sich das noch mal überlegt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wonderland ()