Intensiv pflegerische Betreuung

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    • Intensiv pflegerische Betreuung

      Minister Spahn möchte die intensiv pflegerische Betreuung von beatmungspflichtigen Patienten ändern.

      Ich bin ein sehr sozial eingestellter Mensch, setze mich für Behinderte ein und bin trotzdem FÜR den Gesetzentwurf.

      Zur Meinungsfindung:

      Gute Heimreise, Homepage

      Eine Betroffene


      Ich möchte jeder/m seinen Wunsch und Willen erfüllen. In diesem Fall bin ich anderer Meinung. Eine Betreuung im 3-Schicht-Dienst für eine Person ist in Anbetracht der fehlenden Intensivpfleger, die hierfür gebraucht werden, egoistisch. Dazu noch die Hilfe der Angehörigen. Wie lange geht das gut und ist das für deren Leben wirklich gut? In einem Pflegeheim ist niemand eingesperrt, Ausflüge, Besuche jederzeit möglich. Egal wie lange. Das ist also kein Grund, unbedingt zu hause sein zu wollen. Mit dem Ehemann einen Film ansehen wollen daher auch nicht. Wenn ich dann lese, im Urlaub mit 3 Pflegern, weil ja Schichtdienst... kommt mir echt die Galle hoch. Das geht auch nicht mit Behinderung, ich sehe da eine Grenze! Wer sich das privat leisten kann, ok. Auf Steuerzahler- gesetzlich Versichter - Kosten: nein!


      Eine verpflichtende Beurteilung jeder dauerhaften Beatmung durch mindestens einen Zweitarzt ist wichtig. Es darf weder ein Geschäft sein, möglichst lange zu beatmen noch darf es eine Hinderung sein.
      "Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
      Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
      (Albert Schweitzer)
    • Zwiebel schrieb:

      Eine Betreuung im 3-Schicht-Dienst für eine Person ist in Anbetracht der fehlenden Intensivpfleger, die hierfür gebraucht werden, egoistisch.
      Dann musst du es für dich nicht in Anspruch nehmen.

      Für etliche Patienten ist das aber die einzige Möglichkeit für ein im Rahmen ihrer Möglichkeiten selbstbestimmtes Leben.

      Und solange gesetzliche Krankenkassen in diesem Land für Homöopathie Geld ausgeben, ist auch das Geld dafür da, beatmete Patienten in ihrem Zuhause zu betreuen, wenn sie das möchten.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Ich weiß über das Thema zu wenig. Habe daher mal geschaut und bin über einen Beitrag der Tagesschau gestolpert und bin nun noch viel ratloser...

      Da heißt es:

      Tagesschau schrieb:

      Diese außerklinische Intensivpflege habe in der jüngeren Vergangenheit stark zugenommen. Schätzungen gehen heute allein von 30.000 Patienten aus, die künstlich beatmet werden müssen, im Jahr 2005 waren das lediglich etwa 1000, schreibt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.
      Wie kommt es, dass es heute 29.000 Fälle mehr gibt als 2005? Wohlgemerkt bei einem Ausgangswert von "nur" 1000 Patienten?

      Tagesschau schrieb:

      Für einen mit Halskanüle beatmeten Intensivpatienten, der häuslich gepflegt wird, bezahlen die Krankenkassen bis zu 25.000 Euro. Eigenanteile für die Angehörigen entfallen. Die stationäre Pflege des gleichen Patienten kostet die Kassen hingegen etwa 6500 Euro. Hier werden Eigenanteile von 2000 bis 3000 Euro fällig. Allein aus diesem Grund dürften sich viele Angehörige für eine häusliche Pflege entscheiden, unabhängig davon, ob das für den Patienten die beste Entscheidung ist.
      Wie kommt es, dass die extrem teure heimische Intensivpflege ohne Eigenanteil ist - die stationäre Pflege aber 2-3000€ Eigenanteil kostet - ich gehe mal davon aus, dass es sich um eine monatliche Zahlung handelt. Wenn ohnehin 24/7 eine Pflegekraft vor Ort ist ist die Wahl tatsächlich allein schon aus finanziellen Erwägungen klar...

      Tagesschau schrieb:

      Zudem spricht das Ministerium von "Fehlanreizen": Weil mit der Beatmung von Patienten sowohl im Krankenhaus als auch in der häuslichen Pflege viel Geld verdient werden kann, dürften weder Krankenhäuser noch Pflegedienste großes Interesse daran haben, die Patienten von der Beatmung zu entwöhnen. Dabei sei das nach Expertenmeinung bei etwa 60 Prozent der Patienten möglich.
      Und hier setzt es bei mir aus. Die Behauptung ist, dass 60% dieser Patienten diese Beatmung nicht benötigen würden aber Pflegedienste und Krankenhäuser mit denen soviel Geld verdienen, dass die das nicht machen???
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ich habe den Thread nicht vergessen, bin aber in Urlaub und gehe auf die bisherigen und vielleicht noch kommenden Antworten daher erst nächste Woche ein.
      "Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
      Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
      (Albert Schweitzer)
    • Neu

      Und ich bin total gegen diesen Entwurf .
      Und warum?Ganz einfach,weil jeder Mensch das Recht hat,zuhause gepflegt zu werden.
      Meistens ist es nämlich auch oft so,das ganz normale Pflegeheime Beatmungspatienten gar nicht aufnehmen,weil das Personal gar nicht auf die Maschinen geschult ist und auch angeblich der Pflegeaufwand zu hoch ist.
      Letzeres stimmt noch nicht mal wirklich.
      Bei uns im Kreis Peine sind wir,da wo ich arbeite,das einzige Haus was Beatmungspatienten aufnimmt.
      Zur Zeit haben wir 5.Bewohner nummer 6 kommt nächste Woche,jünger wie ich ...
      Und der junge Mann kommt nur zu uns,weil sich kein Pflegedienst findet der ihn betreut.
      Und im Wachkoma liegt er auch.
      Der Spahn hat überhaupt von Gesundheit null Ahnung,totaler Vollpfosten.
      Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,wird es dir sein,als lachten alle Sterne,
      weil ich auf einem von ihm wohne,weil ich auf einem von ihnen lache.