Was man gelesen haben sollte.

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    • MDR schrieb:

      Langfristig fordert Kemmerich, dass die Digitalisierung eine größere Rolle in der Schule einnimmt. [...] Mit Google könne man sich das aktuellste Wissen ziehen und die Wissensvermittlung immer auf den neusten Stand bringen.
      Herr Kemmerich ist Chef der Thüringer FDP und Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl im Oktober...
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Orthogräfin schrieb:

      MDR schrieb:

      Langfristig fordert Kemmerich, dass die Digitalisierung eine größere Rolle in der Schule einnimmt. [...] Mit Google könne man sich das aktuellste Wissen ziehen und die Wissensvermittlung immer auf den neusten Stand bringen.
      Herr Kemmerich ist Chef der Thüringer FDP und Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl im Oktober...

      1. Du zitierst ihn aus dem Kontext:

      Langfristig fordert Kemmerich, dass die Digitalisierung eine größere Rolle in der Schule einnimmt. Er kritisierte, dass Schulbücher häufig zu alt seien. Deswegen setze die FDP auf digitale Bildung. Mit Google könne man sich das aktuellste Wissen ziehen und die Wissensvermittlung immer auf den neusten Stand bringen. Dafür müssten auch den Lehrern Fort- und Weiterbildungen zum Thema geboten werden.

      2. Er hat Recht.
      Die Schüler tun das heute ohnehin. Ich befürchte, dass den wenigsten Lehrern überhaupt bewusst ist, wie aktiv ihre Schüler ihre Vorbereitung mit Google statt des alten Buchs machen. Glaubst du ein Schüler sitzt vor dem ollen Geschichtsbuch oder nicht doch auf Youtube?


      Die sich mit Youtubekanaälen wie MaiLab (über 500.000 Abonnenten), MisterWissen2Go (fast 300.000 Abonneten) oder Mathe mit Daniel Jung (über 500.000 Abonnenten) informieren.

      Alleine dieses Mathevideo hat 1,2 Millionen Aufrufe.


      Ich zitiere mal aus den Kommentaren:

      Fakt ist, jeder schaut dieses Video weil er morgen eine Mathe Arbeit schreibt
      So ein müll.... ich hab seit 2wochen dieses Sinnlose thema und verstehe es nicht... dann schaue ich mir dieses Video an und verstehe es sofort....Danke
      1/4 Jahr versucht unser Mathe lehrer uns den shit beizubringen... IN EINEM FUCKIN VIDEO HAB ICHS VERSTANDEN!
      Das ist digitales Lernen und Realität - Problem dabei ist, das den wenigsten Lehrern das überhaupt bewusst ist, was dringend Fort- und Weiterbildungen der Lehrer erfordert, Teil dieses Jobs ist es nämlich den Schülern beizubringen, wie man solche Lernquellen nutzt und qualitativ einordnen kann und an dieser Erkenntnis scheitern auch heute noch viele Lehrer...


      Aus der Süddeutschen:


      Aber ihre Schüler hat die Digitalisierung längst erreicht. Wenn die Lehrerin nicht gut erklären kann, wenn die Kinder im Unterricht gealbert haben, können sie sich ihre Bildung selbständig im Netz holen. Die zweitwichtigste Informationsplattform nach Google ist für sie Youtube. 60 Prozent der Jugendlichen recherchieren damit, zum Beispiel für die Hausaufgaben. Fast die Hälfte der Zwölf- bis 19-Jährigen hält Youtube für wichtig oder sehr wichtig für die Schule. Das zeigt eine Studie, die der Rat für Kulturelle Bildung an diesem Dienstag veröffentlicht.
      [...]
      Schon die JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest 2018 hatte ergeben: 19 Prozent der Mädchen und 22 Prozent der Jungen schauen mehrmals pro Woche oder sogar täglich Erklärvideos zu Themen aus der Schule. Vor allem das Angebot in den Naturwissenschaften ist riesig. Fächer, in denen es auf Fragen nur eine richtige Antwort gibt, eignen sich für das Videolernen besonders gut. Dass sich auf Youtube eine Parallelschule mit einem Heer Nachhilfelehrer entwickelt, ist erfreulich und bedenklich zugleich.
      [...]
      Vor kaum 20 Jahren wurden Schüler mit dem ersten Referat Mitglied in der Stadtbibliothek. Das gesuchte Wissen stand oft auf vergilbten Seiten, kompliziert formuliert, ermüdend zu lesen, schwer zu schleppen. Als dagegen Marius Müller kürzlich in Chemie über Kunststoffe referieren sollte, ist er mit ein paar Klicks bei Youtube fündig geworden. Eine Berliner Hochschule hatte einen Film über den Vernetzungsgrad der Kunststoffe hochgeladen, sieben Minuten und 40 Sekunden geballtes Wissen. Die Grafik bei Minute 1:28 übernahm Marius für ein Tafelbild, Minute 3:32 bis 5:35 schaute er sich viermal an. "Da ging es um die Gummi-Elastizität von Kunststoffen, das fand ich schwer zu verstehen", sagt der 17-jährige Gymnasiast aus Wiesloch bei Karlsruhe.

      Wir Zeit, dass auch bei den Lehrern mal der Groschen fällt, wenn es sogar die FDP verstanden hat...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ist ja schön, wenn die Schüler sich ihre Bildung aus dem Internet holen. Aber dafür müsste doch erstmal für ALLE Schüler ein ausreichender Internet-Zugang und ein internetfähiges Gerät zur Verfügung stehen.
      Oder reicht es, wenn eine privilegierte Bevölkerungsschicht das hat und der "doofe" Rest doof bleibt, Herr Rincewind?
    • gasman schrieb:

      Ist ja schön, wenn die Schüler sich ihre Bildung aus dem Internet holen. Aber dafür müsste doch erstmal für ALLE Schüler ein ausreichender Internet-Zugang und ein internetfähiges Gerät zur Verfügung stehen.
      Oder reicht es, wenn eine privilegierte Bevölkerungsschicht das hat und der "doofe" Rest doof bleibt, Herr Rincewind?

      Die frühen 2000er wollen ihre Argumente zurück...


      Aus der JIM Studie 2018 schrieb:

      Jugendliche wachsen in Haushalten mit einem breiten Medienangebot auf.In praktisch allen Familien sind im Jahr 2018 Smartphones, Computer/Laptop und Internetzugang vorhanden.
      Konkret sind das im Rahmen der Studie 99% der Haushalte mit Internet, 99% mit Smartphone und 98% mit einem Computer.

      Funfakt: in nur 95% der befragten Haushalte befindet sich ein Fernseher.

      Bei den Jugendlichen selbst sieht es wie folgt aus:

      gleiche Studie schrieb:

      Bei der Betrachtung des Gerätebesitzes der Jugendlichen selbst stehtwieder das Smartphone an erster Stelle: Mit 97 Prozent besitzen praktischalle Jugendlichen ein Smartphone, das viele verschiedene Medientätigkeiten und eine multifunktionale Nutzung ermöglicht. Computer/Laptopssind etwas seltener vorhanden (71 %). Die Hälfte der Zwölf- bis 19-Jährigenhat einen eigenen Fernseher (50 %), stationäre (46 %) oder tragbare (45 %)Spielkonsolen sowie Radios (45 %) sind in knapp jedem zweiten Jugendzimmer vorhanden. 37 Prozent besitzen einen MP3-Player. Jeder vierteJugendliche hat einen eigenen DVD-Player/Festplattenrekorder oder eineigenes Tablet (jeweils 26 %), Smart-TVs (22 %) finden sich bei jedem Fünften. E-Book-Reader (12 %), Wearables (11 %) oder Streaming-Boxen (8 %)sind bei etwa einem Zehntel der Jugendlichen im Eigenbesitz. DigitaleSprachassistenten (6 %) und Internetradios (5 %) finden (noch) die geringste Verbreitung
      Sind diese 97% Jugendliche Smartphonebesitzer jetzt deine privilegierte Bevölkerungsschicht oder die 99% wo es zumindest im Haushalt verfügbar ist?

      Du argumentierst hier gegen die Lebensrealität.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Du kennst diie Parabel von der Kuh und dem Dorfteich?

      97% der JUGENDLICHEN. Welche Altersgruppe genau ist da gemeint, und was ist mit den restlichen 3%?

      Was ist, wenn die sich entweder kein Smartphone leisten können oder es nicht ersetzen können, wenn es kaputtgeht?

      Hier in Sachsen herrscht Lernmittelfreiheit. Da müsste also der Schulträger die Technik, die im Unterricht benötigt wird, zur Verfügung stellen. Diese Hardware muss aktuell gehalten und administriiert werden. Statt hier den Hardwareherstellern Milliarden in den Rachen zu werfen, könnte man doch - und das ist jetzt nur mal so eine Idee - auch gute Lehrer ausbilden und bezahlen?

      Rincewind schrieb:

      1. Du zitierst ihn aus dem Kontext:
      Ach ja? Und warum lässt DU dann diesen Teil weg?

      MDR schrieb:

      Der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen, Thomas L. Kemmerich, fordert im Kampf gegen Unterrichtsausfall neue Unterrichtsformen.
      Da geht es also zunächst mal eher um Quantität als um Qualität.
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Orthogräfin schrieb:

      97% der JUGENDLICHEN. Welche Altersgruppe genau ist da gemeint, und was ist mit den restlichen 3%?


      Was ist, wenn die sich entweder kein Smartphone leisten können oder es nicht ersetzen können, wenn es kaputtgeht?
      Erfasst sind hier die 12-19 Jährigen - steht auch in dem Link.
      Nochmal, die Lebensrealität in Deutschland ist eine andere - die Geräte sind bei praktisch fast allen Jugendlichen bereits privat vorhanden und verfügbar. Das ganze Argument läuft doch völlig ins Leere wenn letztlich praktisch alle privilegiert sind...

      Hier in Sachsen herrscht Lernmittelfreiheit. Da müsste also der Schulträger die Technik, die im Unterricht benötigt wird, zur Verfügung stellen.
      Ja und? Ist das auch dein Argument gegen die Verwendung von Schulbüchern? Allein ein Weltatlas kostet bereits 33€ und muss vom Schulträger gestellt werden. Also lieber abschaffen? Ja, dann muss eben der Schulträger die Technik zur Verfügung stellen. Wenn man Digitalisierung an der Schule möchte, muss man eben auch die Technik dafür vorhalten und bezahlen. Entweder der Schüler hat ein Gerät mit den von der Schule geforderten Spezifikationen oder er bekommt eben eins gestellt. Wie es bei jedem Schulbuch heute auch der Fall ist. Das ist keine Raketenwissenschaft.

      Statt hier den Hardwareherstellern Milliarden in den Rachen zu werfen, könnte man doch - und das ist jetzt nur mal so eine Idee - auch gute Lehrer ausbilden und bezahlen?Ach ja? Und warum lässt DU dann diesen Teil weg?
      Absolutismen... Entweder Lehrer ausbilden ODER Lernmaterialien zur Verfügung stellen. Die Idee BEIDES zu machen ist natürlich völlig absurd...


      Ach ja? Und warum lässt DU dann diesen Teil weg?
      Kennst du den Spruch mit dem Balken im eigenen Auge? Weil der Teil, den ich "weggelassen" habe nicht den Sinn der Aussage entstellt und vor allem überhaupt nicht Teil deines Zitats war...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Rincewind schrieb:

      Erfasst sind hier die 12-19 Jährigen - steht auch in dem Link.
      Nochmal, die Lebensrealität in Deutschland ist eine andere - die Geräte sind bei praktisch fast allen Jugendlichen bereits privat vorhanden und verfügbar. Das ganze Argument läuft doch völlig ins Leere wenn letztlich praktisch alle privilegiert sind...
      Ich wohne in einem Dorf mit rd. 2.500 Einwohnern. Die Jugendlichen hier haben zu 100% ein Smartphone, nur leider kein Netz. Und die haben alle, wohl wegen der jugendlicheren Werbung und den dümmlichen Werbeversprechungen, O2 Verträge. Hier gibt es aber nur Vodafone, das, bei LTE-Verträgen, wesentlich teurer ist. Telekom ist ebenfalls tote Hose. Diese Jugendlichen können nicht einmal telefonieren, von streamen will ich gar nicht reden.

      Ich kenne übrigens im Umkreis von 25km noch 2 weitere Orte, in denen es genau so aussieht.

      Bis vor ein paar Monaten hatten wir hier auch kein Internet, dass diesen Namen verdient. Nicht einmal ein Festnetzanschluss war zu bekommen.

      Ganz schön privilegiert, was? Und wenn ich so an der niederländischen Grenze entlangfahre, dann habe ich bis zu 3 niederländische Netze, aber kein deutsches - Zonenrandgebiet, oder wie nennt man das?

      Diese Beispiele kann ich stundenlang fortsetzen, dazu habe ich aber keine Lust.

      Und jetzt nehmt euch eure Statistiken, die ihr nicht selbst gefälscht habt, und schiebt sie euch...... - sie haben mit der Realität nichts zu tun :ätsch:

      Deutschland, digitale Diaspora, Internet Platz 31, weit abgeschlagen hinter Rumänien und Ungarn und Mobilfunk auf Platz 32 (von 36) in Europa. Das sind die Voraussetzungen für digitale Bildung in Deutschland :rofl:
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      Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber


    • Dieses Buch sollte man gelesen haben.

      Auch, wenn der Wendy mich jetzt prügeln möchte, die Print-Ausgabe kostet 12€, das eBook 9,99€ und zwar bei


      P.s.
      Und wer das Buch nicht kaufen mag, es aber dennoch lesen möchte, kann mir per PN seine Mail-Adresse mitteilen, dann schicke ich es - leider habe ich nur epub.
      Die Weitergabe des Buchs ist ausdrücklich erwünscht, sodass es mit den Urheberrechten keine Probleme gibt.
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      Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von sarazena () aus folgendem Grund: Hinzufügen P.s.