Die Bahn kommt oder Streikfrust

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    • Klar, ich glaube nur eine Minderheit nutzt diese Formulare. Ich wäre als regelmäßiger Bahnfahrer mehr als angepisst, wenn die Bahn Mindestunstiegszeiten festlegt und ich mein Ziel (Stunden) später erreichen würde als es regulär möglich wäre.

      Du kannst übrigens bei Buchung längst als Kunde Mindestumsteigezeiten festlegen, was für Senioren und andere langsame Reisende sehr praktisch ist. Aber die Reisenden, die eben auch Mal Mal Rennen würden um den Zug zu kriegen auszubremsen kann nicht die Lösung sein...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ich bin gestern mal wieder von Bonn nach Hamburg gefahren.

      Dafür, dass wegen des Sturms nur ein verkürzter Ersatzzug zur Verfügung stand, habe ich Verständnis, auch dafür, dass es deshalb keine Reservierungen gab (das Verständnis dafür wird mir dadurch erleichtert, dass in Bonn der Zug noch leer genug war).

      Aber das mit den Reservierungen wurde nicht klar genug kommuniziert. Es gab lange und sich wiederholende Diskussionen. Der Ersatzzug hatte auch keine spürbare Heizung, so dass ich sechs Stunden in einem kalten Zug sitzen durfte. Selbstverständlich haben wir uns auch 70 Minuten Verspätung eingefahren. Zum Teil Sturmfolgen, zum Teil, weil es auch Probleme mit den Türen gab.
    • Rincewind schrieb:

      Du kannst übrigens bei Buchung längst als Kunde Mindestumsteigezeiten festlegen...
      Ist mir bekannt.

      surfin schrieb:


      Aber das mit den Reservierungen wurde nicht klar genug kommuniziert.
      Ich glaube, dass die mangelnde Kommunikation eines der Hauptprobleme der Bahn ist - und dafür wird sie völlig zu Recht kritisiert. Wenn ich via Internet eine Fahrkarte buche, muss ich zwingend eine Mailadresse angeben und bin dadurch bei Änderungen jeder Art erreichbar. Mails mit Hinweisen zu Zugverspätungen oder Fahrplanänderungen sind aber ziemlich sinnfrei, wenn ich längst in einen anderen Zug sitze oder aber schon am Ziel bin...
      Gibt es schließlich eine bessere Form, mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?
      Charles Dickens
    • Ich nehme grundsätzlich 15 Minuten Umsteigezeit. Wenn man falsch im Wagen steht (vorne statt hinten und umgekehrt) und zig Leute mit mir aussteigen, ist das selbst bei pünktlichem Anschluss das Minimum!

      Ganz schlimm wird es mit Gepäck. Großer Koffer.... . Da wünsche ich mir die Kofferaufgabe wie beim Flugzeug. Entsprechend nehme ich oft den Kofferservice in Anspruch.
      "Wo das Bewusstsein schwindet, dass jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.
      Das Fortschreiten zur entwickelten Inhumanität ist dann nur noch eine Frage der Zeit."
      (Albert Schweitzer)
    • Orthogräfin schrieb:


      Ich glaube, dass die mangelnde Kommunikation eines der Hauptprobleme der Bahn ist - und dafür wird sie völlig zu Recht kritisiert. Wenn ich via Internet eine Fahrkarte buche, muss ich zwingend eine Mailadresse angeben und bin dadurch bei Änderungen jeder Art erreichbar. Mails mit Hinweisen zu Zugverspätungen oder Fahrplanänderungen sind aber ziemlich sinnfrei, wenn ich längst in einen anderen Zug sitze oder aber schon am Ziel bin...

      Stelle ich mir schwierig vor. Einerseits ist der Buchende nicht unbedingt der Reisende. Dazu kommt, dass die Bahn ein hochkomplexes System hat - und wenn die Anzeigen im Bahnhof schon Quatsch über Verspätungen und Anschlüsse anzeigen - wie soll das dann mit Mail aussehen? Die Bahn ist eben keine Fluggesellschaft.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Rincewind schrieb:

      wenn die Anzeigen im Bahnhof schon Quatsch über Verspätungen und Anschlüsse anzeigen
      Meine Lieblingsgeschichte:
      Anzeige im Hbf Bonn: "Zug entfällt. Bitte beachten Sie die geänderte Reihenfolge."

      Die Anzeige allein ist ja schon lesenswert. Ich dann zur Information. Auskunft: "Der Zug fährt, aber nicht durch Bonn Hbf, sondern auf der anderen Rheinseite mit Halt in Bonn-Beuel. Sie können ihn noch erreichen, denn er hat Verspätung."

      Dass ich gerade von der anderen Rheinseite kam, sei mal dahingestellt. Aber als ich in Beuel ankam,
      -gab es weder eine Anzeige
      -noch eine Ansage,
      -geschweige denn, einen lebenden DB'ler.

      Dafür aber fünf Leute, die jeder auf ihr Smartphone schauten und sich danach einig waren, dass der Zug doch über den Hbf fährt. Ich selbst hatte damals (Dezember 17) noch kein Schlauphone.

      Ende vom Lied: Wir sind alle wieder zum Hbf gefahren. Da die Verspätung sich vergrößert hatte, haben wir den Zug noch erreicht (und ich habe mir ein Smartphone gekauft, weil man das scheinbar zwingend zum Bahnfahren braucht.)