"Wir wissen die Motive nicht, wir kennen die Täter nicht. Es werden auch blonde blauäugige Menschen Opfer von Gewalttaten, zum Teil sogar von Tätern, die möglicherweise nicht die deutsche Staatsangehörigkeit haben."
"Deswegen ist es eher ein Problem, dass in der früheren DDR die Menschen die Erfahrung gar nicht sammeln konnten, was für eine Bereicherung es ist, mit Menschen aus anderen Teilen der Welt zusammenzuleben. Aber die waren ja auch durch eine Mauer eingesperrt."
Kommentare unseres Bundesinnenministers nach dem brutalen Überfall in Potsdam.
Ergänzt wird das durch Kommentare eines Jörg Schönbohms:
Es müsse sich erst noch herausstellen, ob es den Zusammenhang zwischen einer Gewaltstraftat und einer fremdenfeindlichen Straftat wirklich gebe. Erstaunlich sei, daß geurteilt werde, noch bevor der Sachverhalt aufgeklärt sei.
Begriffe wie "Scheiß-Nigger" die von den Tätern stammen erlauben natürlich keinerlei Rückschlüsse auf einen eventuell rassistischen Hintergrund sondern können ja wirklich vielen anderen möglichen Hintergründen des Überfalls zugeordent werden. Das es sich bei dem Opfer um einen Schwarzen handelt darf natürlich auch nicht als mögliches Indiz für Rassismus gesehen werden. Schäubles Äußerungen das da wohl die DDR dran Schuld ist tun ihr übriges. Keine Spur eines Eingeständnisses einer eventuell verfehlten Bildungs- und Arebeitspolitik? Warum auch, könnte ja vollkommen abwegig sein das Jugendliche dadurch in die Fänge rechter Rattenfänger geraten. Inwieweit auch die gegenwärtige Integrations- und Ausländerpolitik rechte Idioten in ihren Ansichten bestätigt braucht man den Herren Schönbohm und Schäuble wohl gar nicht erst fragen...
Vor allem ist es interessant das der Bund die Mittel für die Prävention und den Kampf gegen den Rechtsradikalismus deutlich kürzen will. Glückwunsch. Ein richtiges Signal zur rechten Zeit. Manchmal fragt man sich echt wie die Herren Politiker auf Bundes und auch auf Landesebene eigentlich ticken...
taz.de/pt/2006/04/20/a0126.1/text
“Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
Benjamin Franklin
Benjamin Franklin