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Zum Ende der Seite springen Das politische Kabarett  
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sarazena
Foren Gott


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Beiträge: 2.048
Herkunft: linker Niederrhein

 
Die SPD zählt sich selber aus

Einmal werden wir noch wach. Heißa, denn ist Sozi-Nacht! Die SPD hat sich ja spätestens am Sonnabend selbst ausgezählt. Was wäre eigentlich in dem sehr unwahrscheinlichen Fall, dass die Basis sich mit knapper Mehrheit gegen die Minderheit im Parteivorstand entscheidet. Dann würde es wieder heißen: Opposition sei Mist. So wie es weiland der magensäuerliche Müntefering kundtat. Und damit hat er durchaus Recht bezogen auf die SPD. Wann immer die Sozialdemokraten in der Opposition waren, besonders in den letzten vier Jahren, war diese Opposition tatsächlich Mist. Man hatte sich selbst verkompostiert auf dem eigenen Mist-Haufen. Das hielt man dann für den Humus, aus dem neue Regierungsmöglichkeiten erwachsen würden.

Opposition war Mist für die SPD – eben, weil sie nie eine richtige Opposition war. Das selbstgewählte Schicksal teilte sie mit den Grünen: Als angebliche Opposition taten sie immer nur so als ob. Eine Als-ob-Position.

Wann immer es bei Abstimmungen im Bundestag um wirklich grundsätzliche Dinge ging, fanden sich die rotgrünen Spießer-Gesellen mit der CDU stets in absoluter Mehrheit im Regierungslager wieder. Egal, ob man den internationalen Banken sinnlos Milliarden von Steuergeldern hinterherschmiss. Egal, ob man in Südeuropa die arbeitslosen Jugendlichen per deutscher Spardiktatur noch tiefer in den sozialen Abgrund stürzte. Egal, ob man in Afghanistan und anderswo Kriegseinsätze verlängerte im sicheren Wissen darum, dass man in Wirklichkeit nichts dadurch erreichen konnte außer einer sicheren Steigerung der Opium-Ernte in den geschützten Gebieten.

Immer stimmten die SPD (und natürlich auch die Grünen) mehrheitlich mit der CDU/CSU und FDP. Eine größere Koalition im Bundestag war kaum denkbar; es sei denn, die Linkspartei hätte auch noch mitgestimmt mit diesen Blockparteien der Nationalen Front, mit dieser schwarz-gelb-rot-grünen Einheitspartei von CDU/CSU/FDP/Grünen.

Wenn man nachträglich alle Reden von Gregor Gysi zur permanenten Banken-Rettung, die uns als Euro-Rettung verkauft wurde, bei youtube nachhört, dann stellt sich heraus: Auch wenn man nicht allen Argumenten zustimmen mag, hatte der Mann leider recht. Zumindest wurde hier eine inhaltlich begründete Gegen-Position bezogen, also eine Op-Position. Und die war keineswegs Mist. Opposition gehört in einer Demokratie zum Wertvollsten überhaupt: Ohne sie gibt es keine wirkliche Demokratie.

Bei Grünen und SPD hieß es immer erst:
„Nein! So geht’s nicht!“
Daraus wurde sehr schnell:
„Nein! Aber vielleicht geht’s anders!“

Und dann noch schneller:
„Falls es denn ginge: Ja, aaaber!“

Und schließlich:
„Nur so geht’s! Aber jaaaa!“



Buchholzens WochenSchauer - Nummer 600

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„Zeig mir einen Menschen, der keine Geheimnisse vor seiner Familie, seinen Nachbarn oder seinen Kollegen hat und ich zeige Dir jemanden, der entwerder ein ungewöhnlicher Exhibitionist oder ein unglaublicher Dummkopf ist.“
– Lutz Donnerhacke
14.12.2013 02:12
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Orthogräfin
Bäckerin des Jahres


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Beiträge: 42.796

 
Pinguine und Sozialdemokraten bewegen sich dann am schnellsten, wenn sie bäuchlings abwärts rasen.

Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig bei "Pelzig hält sich"


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Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.
Kurt Tucholsky

15.12.2013 20:45
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Orthogräfin
Bäckerin des Jahres


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Beiträge: 42.796

 
Alice im Springer-Land

Alice Schwarzgeld beschwert sich heftig über „Denunziation“ und „Rufschädigung“. Der „Spiegel“ hatte sie geoutet als Steuer-FlüchtlingIn, die vor den Nachstellungen der brutalen deutschen Macho-Bürokratie Zuflucht in der feministischen Schweiz gefunden hatte. (Immerhin wurde dort zum Beispiel das Stimmrecht für Frauen schon im Jahre 1990 endgültig durchgesetzt.) Der Informant, der die Story dem „Spiegel“ steckte, hatte die Enthüllung schon vorher der „Bild-Zeitung“ angeboten. Deren Chefredaktion hatte jedoch eine Veröffentlichung abgelehnt, weil man in diesem Blatt grundsätzlich sehr dezent mit Persönlichkeitsrechten umgeht. Besonders dann, wenn es um die hauseigenen Autoren geht beziehungsweise um die prominenteste „Bild“-Autorin, die auch noch auf Plakaten heftige Werbung betreibt für die Volksbildungs-Postille.

Für Alice sind das lohnende Neben-Einnahmen, die zusätzlich unversteuerte Zinsen tragen. Wie so mancher frühere Links-Schreiber hat auch sie herausgefunden: Springer-Geld stinkt nicht. So fließen denn auch in ihre Exklusiv-Honorare Gelder mit ein, die aus den Werbe-Einnahmen der täglichen Puff-Anzeigen stammen, die in den lokalen „Bild“-Ausgaben jeweils fast eine halbe Seite füllen. Da verhökern unter anderem großindustrielle Zuhälter ihre Fleischimporte aus Ost-Europa. Das lohnt auch für den Springer-Konzern unterm Strich. Unterm? Und Alice profitiert davon – zumindest indirekt. Und natürlich kommt ihr kein Wort des Protestes über die kesse Lippe, die sie ansonsten alleweil riskiert, wenn es gegen Prostitution und Pornographie geht. Schließlich ist Friede Springer, die diesem journalistischen Puff vorsteht, eine ihrer engsten Freundinnen. Da hat sich Alice journalistisch voll eingenuttet... äh... sorry... eingebedded wollte ich sagen.

Damit wollte ich jetzt selbstverständlich nicht ihren Ruf irgendwie schädigen. Das hat sie schon selber getan.

Buchholzens Wochenschauer – Nummer 607 vom 7. Februar 2014

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Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.
Kurt Tucholsky

07.02.2014 22:10
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sarazena
Foren Gott


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Beiträge: 2.048
Herkunft: linker Niederrhein

 
Nach dem gestrigen Volksentscheid in der Schweiz kommt mir die Idee, dass direkte Demokratie vielleicht doch keine so gute Idee ist Ätsch

Hierzu: Buchholzens Wochenschauer – Nummer 608 vom 10. Februar 2014


Dütschland, Dütschland
über alles!


Dütschland, Dütschland über alles! Unseren Schweizer Nachbarn eilt ja manch übler Ruf hinterher: So leidet das dortige Bergvolk an einer angeborenen schweren Rachenentzündung, die man in medizinischen Fachkreisen „Schwyzerdütsch“ nennt. Die sanft Dahinröchelnden sind nicht gerade schwestern-freundlich, weil sie „ein einig Volk von Brüdern“ sein wollen und das Stimmrecht für weibliche Mitbürger erst Jahrzehnte nach so feministisch engagierten Staaten wie Afghanistan und der Türkei eingeführt haben. Was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass sie sich gerne etwas Zeit lassen; sind sie doch eher von bedächtiger Art, um es extrem höflich auszudrücken. Die Erfindung der Langsamkeit: Nun, wer hat’s erfunden? Mit entsprechender Verzögerung haben sich jetzt erst bei den Alm-Öhis Forschungsergebnisse aus dem 14. Jahrhundert vor Christi herumgesprochen, die besagen, dass die Schweiz mitten in Europa liegt, ja, dass sie regelrecht umzingelt ist von der Europäischen Union. Und plötzlich tönte es von allen Matterhörnern in die Täler hinab: „Fuck you, EU!“

Das ist jetzt nicht direkt schwyzerdütsch, sondern mehr schwyzerünglüsch – ein Dialekt, der dort nur von bestimmten Aborigines gepflegt wird. Wobei das Tätigkeitswort „fuck“ in der Schweiz keine spezielle helvetische Aktivität bezeichnet, sondern mehr eine müde Ablehnung jeglicher Aktivität, bei der man sich selbst einbringen müsste. „Fuck you, EU!“ soll heißen, dass besagtes Fucking bitte sehr außerhalb der Landesgrenzen stattfinden sollte, weil es den Schweizern wesensfremd ist. In der Schweiz, zumindest in der angeblich deutsch-sprachigen, gibt man sich eher abgefuckt, weil man sich fuck-mäßig notgedrungen zu dicht auf die Pelle rücken würde. Und das führt zum gefürchteten „Dichte-Stress“ (so die Hauptvokabel bei der jetzigen Volksabstimmung). Mit knapper Mehrheit entschieden die Eidgenossen am Sonntag, dass sie lieber nicht ganz dicht sind.

Ich fühle mich am Ausgang dieses Volksentscheids nicht ganz unschuldig, denn die Empörung über die Überfremdung des Heidi-Landes durch deutsche Okkupanten kam erst vor Jahren so richtig in Fahrt, als man den Schweizer Kabarettpreis verliehen hatte an einen preußischen Germanen, der den Preis sofort nach Berlin entführte und nie wieder zurückgab. Ja, der Preis-Davonträger war ich.

Apropos: Auch in Mainz wurde ich schon einmal aus Versehen gepriesen mit dem Deutschen Kleinkunstpreis der Sparte „Kabarett“. An diesem Samstag kehre ich mal wieder an den Tatort zurück – ins Mainzer Unterhaus. Am Montag bin ich dann im Hamburger „Lustspielhaus“. Näheres unter „Tourneeplan“ auf meiner Web-Seite www.martin-buchholz.de

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„Zeig mir einen Menschen, der keine Geheimnisse vor seiner Familie, seinen Nachbarn oder seinen Kollegen hat und ich zeige Dir jemanden, der entwerder ein ungewöhnlicher Exhibitionist oder ein unglaublicher Dummkopf ist.“
– Lutz Donnerhacke
11.02.2014 13:02
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Orthogräfin
Bäckerin des Jahres


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Beiträge: 42.796

 
Es ist schon mehr als seltsam: Da herrschte noch vor Monaten helle Empörung bei allen Parteien im Bundestag, als bekannt wurde, wie lange man in der Öffentlichkeit (Geheimdienste und Polizei inklusive) den neonazistischen Mordterror in Deutschland verharmlost und fehleingeschätzt hatte. Wer aber in der deutschen Öffentlichkeit die rechtsradikalen Parteien in der Ukraine als das benennt, was sie nach eigenen Aussagen sind – nämlich als antisemitisch und neonazistisch –, der betreibt die Geschäfte Moskaus. Dass man „alle Judenschweine“ vernichten müsse – wie es der Führer der Swoboda-Partei fordert – wird von führenden Grünen als harmlose Petitesse behandelt, die man vergessen könne. Dass gleich drei Minister dieser Neonazi-Partei in der ukrainischen Regierung sitzen, darunter der stellvertretende Regierungschef, ist für die Parteien im Bundestag – mit Ausnahme der Links-Partei – kein Hindernis, diese Regierung offensiv zu unterstützen. Natürlich ist es ein bisschen peinlich, dass man auf diese Weise auch potentielle Judenmörder in Regierungsämtern duldet, aber Putins Feinde sind nun mal unsere Freunde, egal aus welcher Ecke sie kommen.

Weiter gehts hier.

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Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.
Kurt Tucholsky

31.03.2014 15:11
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sarazena
Foren Gott


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Beiträge: 2.048
Herkunft: linker Niederrhein

 
Buchholzens Wochenschauer – Nummer 617 vom 17. April 2014

Ukrainische Verwirrungen

Wie haben wir im Westen die Volkshelden gefeiert, die da in Kiew auf dem Maidan Platz der Staatsgewalt einer immerhin gewählten Regierung ihren Widerstand entgegengesetzt haben. Auch wenn sich inzwischen herausgestellt hat, dass einige dieser Helden neonazistische Scharfschützen waren, die in die Menge hineingeschossen haben, um Märtyrer zu produzieren. Das wurde zwar in der WDR-Sendung „Monitor“ detailliert dokumentiert, aber ansonsten wurden solche Untersuchungen in der deutschen Presse weitgehend verschwiegen, weil die Ergebnisse nicht ganz ins Bild der freiheitlich-friedlichen Revolution passten.

Die Botschaft fast aller Medien war eindeutig: Das war ein Aufstand des Volkes gegen die herrschende Willkür. Ein legitimer demokratischer Akt des Widerstands. Und bei den meisten, die sich an diesem Aufstand beteiligten, war das auch gewiss so.

Aber was geschieht derzeit in der Ost-Ukraine? Da stellen sich in vielen Orten und Städten unbewaffnete Bürger den Panzern der offiziellen ukrainischen Armee in den Weg. Die Panzerbesatzungen schlossen sich teilweise sogar den Aufständischen an und übergaben ihnen ihr rollendes Kriegsgerät. In neun Städten der Ost-Ukraine haben die Bewohner alle öffentlichen Gebäude besetzt. Die Frontberichterstatter in unseren Medien müssen zugeben, dass es sich dabei tatsächlich um Einheimische handelt und nicht um verkappte russische Soldaten. Aber selbstverständlich handelt es sich in diesem Fall nicht um einen legitimen Volksaufstand. Und warum nicht? Weil dieses russischsprachige Volk in der Ost-Ukraine offenbar nicht vom Westen vereinnahmt werden will. Und das ist natürlich unerhört. Und ein solch unerhörter Volkswille kann gar kein echter Volkswille sein und damit auch nicht legitim. Da ist sich die Nato vollkommen einig mit den USA. Und mit fast all unseren Kommentatoren.

Und wer da mal schüchtern-kritisch nachfragt, so wie ich es hier tue, der ist ein „Russland-Versteher“, ein „Putin-Freund“. Nun hält sich meine Sympathie für Putin in sehr überschaubaren Grenzen. Auch in früheren Kolumnen habe ich ihn schon als das bezeichnet, was er ist: Eben ein brutaler imperialer Möchtegern-Caesar, ein veritabler größenwahnsinniger Kotzbrocken mit ekligstem Macho-Gehabe, ein lupenreiner Demagoge. Doch kotzalledem! Das macht mir eine Kiewer Regierung mit faschistischer Beteiligung auch nicht sympathischer und demokratischer.

Aber das darf man ja nicht sagen – geschweige denn schreiben. Deshalb distanziere ich mich hiermit vollinhaltlich von mir selber. Streichen Sie die vorangegangenen Absätze einfach aus Ihrem Gedächtnis. So verharre ich mal wieder in totaler Ratlosigkeit auf dem ost-westlichen Diwan. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen: Nicht allzu heftige Ostern! Nicht allzu aufgeregte Western!

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– Lutz Donnerhacke
17.04.2014 20:53
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Rincewind
Prof. für grausame und ungewöhnliche Geographie


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Beiträge: 7.580
Herkunft: Unsichtbare Universität

 
Zitat:
Original von sarazena
Aber das darf man ja nicht sagen – geschweige denn schreiben. Deshalb distanziere ich mich hiermit vollinhaltlich von mir selber.


Ich sehe schon das SEK vor seiner Tür...



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“Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
Benjamin Franklin
17.04.2014 23:54
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Orthogräfin
Bäckerin des Jahres


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Zitat:
Irgendeine stumpf-diskriminierende Mehrheitsmeinung...

Was genau meinst du damit?

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Kurt Tucholsky

18.04.2014 00:04
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Rincewind
Prof. für grausame und ungewöhnliche Geographie


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Beiträge: 7.580
Herkunft: Unsichtbare Universität

 
Zitat:
Original von Orthogräfin
Zitat:
Irgendeine stumpf-diskriminierende Mehrheitsmeinung...

Was genau meinst du damit?



Zitat:
Aber was geschieht derzeit in der Ost-Ukraine? Da stellen sich in vielen Orten und Städten unbewaffnete Bürger den Panzern der offiziellen ukrainischen Armee in den Weg. Die Panzerbesatzungen schlossen sich teilweise sogar den Aufständischen an und übergaben ihnen ihr rollendes Kriegsgerät. In neun Städten der Ost-Ukraine haben die Bewohner alle öffentlichen Gebäude besetzt. Die Frontberichterstatter in unseren Medien müssen zugeben, dass es sich dabei tatsächlich um Einheimische handelt und nicht um verkappte russische Soldaten. Aber selbstverständlich handelt es sich in diesem Fall nicht um einen legitimen Volksaufstand. Und warum nicht? Weil dieses russischsprachige Volk in der Ost-Ukraine offenbar nicht vom Westen vereinnahmt werden will. Und das ist natürlich unerhört. Und ein solch unerhörter Volkswille kann gar kein echter Volkswille sein und damit auch nicht legitim. Da ist sich die Nato vollkommen einig mit den USA. Und mit fast all unseren Kommentatoren.

Und wer da mal schüchtern-kritisch nachfragt, so wie ich es hier tue, der ist ein „Russland-Versteher“, ein „Putin-Freund“.




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28.04.2014 12:30
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Orthogräfin
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Beiträge: 42.796

 
Nachspiel zu einer Kabarettsendung.

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Nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein.
Kurt Tucholsky

24.05.2014 20:18
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