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Zum Ende der Seite springen Bombennacht von Dresden  
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Rincewind
Prof. für grausame und ungewöhnliche Geographie


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Beiträge: 7.760
Herkunft: Unsichtbare Universität

 
Tja ein Jahr später, wieder keine Demo der Landsmannschaften, NPD und sonstiger Gestriger. Leider blieb es dieses Jahr nicht friedlich und eine Minderheit der linken Autonomen dominiert die Berichterstattung über die überwiegend friedlichen Blockaden am vergangenen Samstag in Dresden. Schade.

In den Medien kaum Erwähnung findet hingegen der Überfall eines Trupps Rechter auf das Linke Wohnprojekt "Praxis" im Dresdner Stadtteil Löbtau - während die Polizei zuguckt bzw. den Verkehr regelt:

Auch in den offiziellen Polizeiberichten im Netz fand sich über diesen Überfall zunächst kein Wort...

Dafür hat man dann Samstag Abend die Pressestelle des Aktionsbündnisses Dresden-Nazifrei, eine Anwaltskanzlei und ein Büro der Linkspartei gestürmt und durchsucht - anscheinend ohne richterliche Anordung...

http://www.mz-web.de/servlet/ContentServ...d=1298268688719
http://www.dresden-fernsehen.de/default....showNews=932555
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/7596337.php

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“Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
Benjamin Franklin
21.02.2011 16:42
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Athineos
Forengreis


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[quote]Original von Orthogräfin

Ich möchte an dieser Stelle Konstantin Wecker zitieren:

Sage nein!






Obwohl ich Wecker sehr schätze, so ist doch das originale " Sag nein " von Wolfgang Borchert.(Er war einer meiner beiden Abiturdichter.)

DANN GIBT ES NUR EINS !

Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir mor-
gen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr ma-
chen - sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie
dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für
Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Besitzer der Fabrik. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst statt
Puder und Kakao Schießpulver verkaufen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN !
Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
keine Liebeslieder, du sollst Haßlieder singen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
die Männer kriegstauglich schreiben, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
den Mord segnen und den Krieg heilig sprechen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
keinen Weizen mehr fahren - sondern Kanonen und Panzer, dann gibt
es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Pilot auf dem Flugfeld. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
Bomben und Phosphor über die Städte tragen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Schneider auf deinem Brett. Wenn sie dir morgen befehlen, du
sollst Uniformen zuschneiden, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Richter im Talar. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst zum
Kriegsgericht gehen, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !
Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst
das Signal zur Abfahrt geben für den Munitionszug und für den Trup-
pentransporter, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen
kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!


Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter
in Frisko und London, du, am Hoangho und am Mississippi, du, Mutter
in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo - Mütter in allen Erdtei-
len, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder ge-
bären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für
neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!


Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann:


dann:


In den lärmenden dampfdunstigen Hafenstädten werden die großen
Schiffe stöhnend verstummen und wie titanische Mammutkadaver was-
serleichig träge gegen die toten vereinsamten Kaimauern schwanken, al-
gen-, tang- und muschelüberwest, den früher so schimmernden dröh-
nenden Leib, friedhöflich fischfaulig duftend, mürbe, siech, gestorben -
die Straßenbahnen werden wie sinnlose glanzlose glasäugige Käfige
blöde verbeult und abgeblättert neben den verwirrten Stahlskeletten der
Drähte und Gleise liegen, hinter morschen dachdurchlöcherten Schuppen,
in verlorenen kraterzerrissenen Straßen-


eine schlammgraue dickbreiige bleierne Stille wird sich heranwälzen,
gefräßig, wachsend, wird anwachsen in den Schulen und Universitäten
und Schauspielhäusern, auf Sport- und Kinderspielplätzen, grausig und
gierig, unaufhaltsam -


der sonnige saftige Wein wird an den verfallenen Hängen verfaulen,
der Reis wird in der verdorrten Erde vertrocknen, die Kartoffel wird auf
den brachliegenden Äckern erfrieren und die Kühe werden ihre totsteifen
Beine wie umgekippte Melkschemel in den Himmel strecken -


in den Instituten werden die genialen Erfindungen der großen Ärzte
sauer werden, verrotten, pilzig verschimmeln -


in den Küchen, Kammern und Kellern, in den Kühlhäusern und Spei-
chern werden die letzten Säcke Mehl, die letzten Gläser Erdbeeren, Kür-
bis und Kirschsaft verkommen - das Brot unter den umgestürzten Ti-
schen und auf zersplitterten Tellern wird grün werden und die ausgelau-
fene Butter wird stinken wie Schmierseife, das Korn auf den Feldern wird
neben verrosteten Pflügen hingesunken sein wie ein erschlagenes Heer
und die qualmenden Ziegelschornsteine, die Essen und die Schlote der
stampfenden Fabriken werden, vom ewigen Gras zugedeckt, zerbröckeln
-zerbröckeln -zerbröckeln -


dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpeste-
ter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne
und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den un-
übersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen
betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig,
lästernd, klagend -und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört
in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern
im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen,
ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch -




all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht, vielleicht heute
nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn -- wenn -- wenn ihr nicht
NEIN sagt.

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verwirrt Quidquid agis, prudenter agas et respice finem ! geschockt
21.02.2011 22:43
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Rincewind
Prof. für grausame und ungewöhnliche Geographie


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Herkunft: Unsichtbare Universität

 
Zitat:
Original von Athineos
Obwohl ich Wecker sehr schätze, so ist doch das originale " Sag nein " von Wolfgang Borchert.(Er war einer meiner beiden Abiturdichter.)



Was heißt Abiturdichter?

Wecker passt aber besonders zu der Dresdner Thematik, er engagiert sich dort und war Samstag auch vor Ort und hat auch gespielt - hier am Hauptbahnhof.



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“Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
Benjamin Franklin
22.02.2011 01:46
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Athineos
Forengreis


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Herkunft: Linksrheinisch, Nähe Bonn

 
Zitat:
Original von Rincewind
Was heißt Abiturdichter?

Wecker passt aber besonders zu der Dresdner Thematik, er engagiert sich dort und war Samstag auch vor Ort und hat auch gespielt - hier am Hauptbahnhof.




Ich habe 1963 in Bayern Abitur gemacht, wie ich an anderer Stelle schon mal erwähnte.
Da hatte man die Möglichkeit, aus jeder Periode zwei Autoren zu wählen, über die man im Bedarfsfall referieren musste.
Warum K.W. nun besonders zu Dresden passen soll, erschließt sich mir nicht so ganz.
Höchstens, dass er eben vor Ort war.
Aber das waren wahrscheinlich andere auch!

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verwirrt Quidquid agis, prudenter agas et respice finem ! geschockt
22.02.2011 12:29
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mtc
Siebenpunkt


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Beiträge: 4.020
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Ich war war nicht vor Ort sondern auf einem Geburtstag grins

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Believe in the future. If you do, spring will come.

22.02.2011 22:58
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Orthogräfin
Bäckerin des Jahres


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Beiträge: 44.053

 
Zitat:
Brandbomben, die den Sprengbomben folgten, entfachten Feuerstürme, die Innenstädte und Keller in Todesfallen verwandelten. In diesem Umfang und mit dieser Zerstörungskraft waren Bombardierungen reiner Wohnviertel bis dahin unbekannt. Ob eine derartige Kriegsführung militärisch sinnvoll, völkerrechtlich zulässig und moralisch vertretbar war, wurde bereits während des Krieges – auch in England und unter den Alliierten – intensiv und kontrovers debattiert. Und bis heute wird immer wieder rechtlich und moralisch über die Grenzfrage gestritten, ob illegitime Mittel überhaupt jemals eingesetzt werden dürfen, um Unrecht zu beseitigen.

Was Dresden darüber hinaus zu etwas Besonderem macht, ist dies: Nirgends wurde Leid so stark politisch instrumentalisiert wie hier. Die Verfälschung der Geschichte begann schon unter nationalsozialistischer Herrschaft, setzte sich fort in Zeiten der DDR und wird selbst heute noch von einigen Unverbesserlichen weitergeführt.

http://www.bundespraesident.de/SharedDoc...13-Dresden.html

Nein, dieser bellizistische Heuchler ist nicht mein Präsident.

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Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
Wilhelm Busch

13.02.2015 19:16
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Herrick
Routinier


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Beiträge: 311
Herkunft: Solingen

 
Meine Wahl (davon abgesehen eh eine Sache der merkwürdigen Bundesversammlung) wäre er ebenfalls nicht. Auf ihn trifft die Umschreibung des Gutmenschentum von

Zitat:
Boris Grundl: "Diktatur der Gutmenschen. Was sie sich nicht gefallen lassen dürfen, wenn sie etwas bewegen möchten", Berlin : Econ 2010


nahezu idealtypisch zu. Und was noch schlimmer ist, er und seine Ghostwriter merken nicht einmal, dass sie Dresden gerade selbst instrumentalisieren...
13.02.2015 19:53
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Orthogräfin
Bäckerin des Jahres


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Beiträge: 44.053

 
Zitat:
Und was noch schlimmer ist, er und seine Ghostwriter merken nicht einmal, dass sie Dresden gerade selbst instrumentalisieren...

Genauso ist es. Außerdem: Wie paßt das zusammen, daß der amtierende Bundespräsident in dieser ehemals zerbombten Stadt der Opfer gedenkt und andererseits wieder militärische Einsätze der Bundeswehr im Ausland fordert? Mehr noch - Kriegsgegnern unterstellt, sie seien "glücksüchtig"?

Gauck sagte gestern in Dresden wörtlich:
Zitat:
Und bis heute wird immer wieder rechtlich und moralisch über die Grenzfrage gestritten, ob illegitime Mittel überhaupt jemals eingesetzt werden dürfen, um Unrecht zu beseitigen (Quelle).

(Wie) hat die Bombardierung Dresdens denn irgendein Unrecht beseitigt?

Zitat:
Ich weiß aber auch: Ein Land, das für eine Ungeheuerlichkeit wie den Völkermord steht, konnte nicht damit rechnen, ungestraft und unbeschädigt aus einem Krieg hervorzugehen, den es selbst vom Zaun gebrochen hatte.

Das ist einfach nur völlig daneben. Weil Deutschland den Krieg angefangen hat, war es in Ordnung, zehntausende Zivilisten zu ermorden? Darunter tausende Kinder? Glaubt Gauck wirklich, daß die es verdient haben, so zu sterben?
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Die Bombardierung Dresdens war ein Kriegsverbrechen - militärisch sinnlos und nur mit der Absicht, Zivilisten zu töten, denn es war ja bekannt, daß Dresden voll von Flüchtlingen war. Meiner Ansicht nach ist jeder Bombenangriff zur Demoralisierung der Zivilbevölkerung ein Kriegsverbrechen. Es hat absolut nichts mit Relativierung zu tun, wenn man die Bombardierung von Dresden als Kriegsverbrechen bezeichnet. Das reduziert auch in keiner Weise unsere Verantwortung, aus unserer Geschichte zu lernen, damit sich sowas nicht wiederholt.

Wir dürfen es nicht den Rechtsradikalen überlassen, die Bombardierung Dresdens als Kriegsverbrechen zu bezeichnen. Ein Kriegsverbrechen übrigens, für das nie jemand zur Verantwortung gezogen wurde.

Wenn aber Herr Gauck ständig eines mit anderen aufrechnet, dann gibt er den Opfern von Dresden die Schuld ihrem Schicksal. DAS ist Relativierung. Und je mehr Gauck hier relativiert, desto mehr Wasser ist das auf die Mühlen der braunen Brut.


dresden.jpg



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Wilhelm Busch

14.02.2015 12:31
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Rincewind
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Beiträge: 7.760
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Zitat:
Original von Orthogräfin
Die Bombardierung Dresdens war ein Kriegsverbrechen - militärisch sinnlos und nur mit der Absicht, Zivilisten zu töten, denn es war ja bekannt, daß Dresden voll von Flüchtlingen war.


Nein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff...den_14._Februar
Zitat:
Große Teile der Innenstadt und der industriellen und militärischen Infrastruktur Dresdens wurden zerstört.


Zitat:
Von 22:13 bis 22:28 Uhr fielen die ersten Bomben. 244 britische Lancaster-Bomber der No. 5 Bomber Group zerstörten die Gebäude mit 529 Luftminen und 1800 Spreng- und Brandbomben mit insgesamt 900 Tonnen Gewicht. Sie gingen südwestlich des Zielpunktes in einem 45-Grad-Fächer zwischen der großen Elbschleife im Westen der Stadt, dem industriell bebauten „Ostragehege“ (heute Messegelände) und dem etwa 2,5 km Luftlinie entfernten Hauptbahnhof nieder.

Zitat:
Ihre Angriffsziele waren einige Rüstungsbetriebe und erneut der Bahnhof und das Reichsbahnausbesserungswerk Dresden in Friedrichstadt.


Man darf Dresden nicht instrumentalisieren und relativieren. Aber die Behauptung, dass Dresden nur mit der Absicht Zivilisten zu töten bombardiert wurde ist genau das. Eine Instrumentalisierung und Relativierung.

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Benjamin Franklin
14.02.2015 13:44
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Herrick
Routinier


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Beiträge: 311
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Werter Rincewind: Kennst du die gängige Literatur zum strategischen Luftbombardement ziviler Ziele? Oder zum Beispiel:

Zitat:
Jörg Friederich: "Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940–1945". Ullstein, Berlin 2004.


Die Demoralisierung der Zivilbevölkerung war oberstes Ziel des alliierten Luftkriegs, insbl. des britischen Luftmarschall Harris: auch hier gilt, das lange Zeit die Sieger die Geschichtsperspektive vorgeben. Friedrichs Buch hat da einiges an Perspektivenverschiebung bewirkt, obwohl die Sachlage lange Zeit vorher klar war. Aber über Mikrountersuchungen ging man da nicht hinaus. Was die deutsche Luftwaffe mit Guernica im Spanischen Bürgerkrieg, in den Niederlanden, London und Coventry angefangen hat, wurde durch die Theorien eines italienischen Generals während der 20er Jahre entwickelt und antizipiert vor allen Dingen von US-amerikanischen Militärtheoretikern der 30er Jahre, im 2. Weltkrieg von den Alliierten zu geradezu industrieller Perfektion betrieben. Wenn es zwischenzeitlich allein nach Churchill gegangen wäre, hätte man Deutschland „ins Mittelalter zurückgebombt“. Es ging ab Ende 1943 nicht mehr darum, ob es einen militärstrategischen Sinn hatte, etwas zu "zerbomben", sondern allein darum, dass man beweisen wollte, dass man es konnte. Nur so erklären sich viele Bombardements etlicher unbedeutender Städte. Dass Dresden vollgestopft mit Flüchtlingstrecks war, wusste man aufgrund der Luftaufklärung.

Und wer es als DVD sehen möchte: Rezension zu: Bombenkrieg gegen Deutschland. Dehousing - Bombenterror gegen Zivilisten
14.02.2015 15:26
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