Lebensmittelampel: Der Sinn verständlicher Nährwertangaben für den Verbraucher

    • Lebensmittelampel: Der Sinn verständlicher Nährwertangaben für den Verbraucher

      Da dieses Thema ja doch tobt und mich ziemlich interessiert stelle ich es auch mal hier rein. ;)

      Worum gehts? In England wurde bereits vor Jahren ein Kennzeichnungsystem für Lebensmittel eingeführt das mittels grünen, gelben und roten Punkten den Nährwertgehalt der Lebensmittel beurteilt.
      das-ist-drin.de/blog/archives/…-auf-das-ist-drin.de.html

      Der Verbraucherschutzminister Seehofer wehrte sich energisch dagegen sowas auch in Deutschland einzuführen und auch die Industrie wehrt scih mit Händen und Füssen gegen solch Kennzeichnungen. Um der Diskussion den Wind aus den Segeln zu nehmen führten sie die Kennzeichnung nach dem GDA System ein.
      das-ist-drin.de/gda-lebensmittelkennzeichnung

      Und wie nicht anders zu erwarten versucht man nun nach Kräften mit der neuen Offenheit den Verbraucher in die Irre zu führen. Beliebt scheint da die frei wählbare Portionsgröße zu sein auf die man sich bezieht.
      Angefangen bei vollkommen unrealistischen Portionsgrößen. Die 150g Chipstüte enthält dann beispielsweise 6 Portionen á 25g. Man kann ja mal versuchen 6 Leute mit einer Tüte zu versorgen...
      Oder Erasco die auf ihren 400ml Dosensuppen teils 250 ml Suppe als Portion ansehen - gibt es Leute welche die übrigen 150ml wegkippen?

      Ich bin für eine gesetzliche Einführung der Ampelkennzeichnung in Deutschland. Vielen ist teils garnicht klar was in welchem Umfang in ihren Lebensmitteln steckt. Etwa Kellogg's Smacks die aus 43 Gramm Zucker je 100 Gramm bestehen...
      foodwatch.de/foodwatch/content…odukte-mit-Ampeln_ger.pdf
      Übrigens werden auch dort von der Industrie mit 35-40 Gramm je Portion imho vollkommen an der Realität vorbeigehende Portionsgrößen verwendet.

      Interessiert hier jemanden dieses Thema oder schaut man ohnehin nie auf die Nährwertangaben?
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Ich finde dieses Thema interessant.Ich gucke immer auf die Nährwertangaben,und vieles was ich kaufen wollte landet da wo ich es her hatte-im regal ;)
      Beispiel:Müslikugeln,die liebt mein kleiner Zwerg.
      Nährwertangaben pro 25gramm: Fett:8,0g 8o
      Brennwert:130kcal
      Kohlenhydrate:11,5g
      Eiweiß2,9g

      Ich möchte aber auch nicht immer alles verbieten.trotzdem achte ich da drauf,und ich finde diese Ampel mal gar nicht so schlecht.
      Wie gesagt,wenn ich an die Müslikugeln denke,die ja eigentlich gesund sein sollen.... X(
      Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,wird es dir sein,als lachten alle Sterne,
      weil ich auf einem von ihm wohne,weil ich auf einem von ihnen lache.
    • Ich finde das Thema auch interessant.

      Bin mir aber nicht sicher, ob ich wirklich für diese Ampel bin.
      Und genauso unsicher bin ich mir bei der Frage, ob das was bringt.

      Das Beste wäre wohl einfach, wenn gesündere Nahrung günstiger wäre.

      Ich selbst ernähre mich auch nicht mustergültig, aber bleibe im Rahmen.

      Aber mal Beispiele:
      1. Ich habe sonst immer zu einem (exzessiv) Eistee trinkenden Freund gesagt: "Trink doch mal weniger von dem Mist." - Meine Apfelschorle hat aber quasi den gleichen Zuckergehalt und Wasser ist für jeden Tag und durchgehend einfach nicht mein Fall.

      2. Wie oft isst ein Durchschnittsbürger Brot/Brötchen und vor allem womit isst er es, also was schmiert ein normaler Mensch darauf?
      Marmelade, Nutella, Honig - zuviel Zucker
      Fleisch soll sowieso weniger gegessen werden
      Käse hat häufig viel Fett

      Alles nicht so einfach, wie man zuerst denken mag, finde ich.
    • Ich denke mal,diese Ampel macht es einfacher zu gucken ob ich ein Produkt kaufe,oder nicht.ohne das ich mich stundenlang im Laden aufhalten muss.
      Klar wäre es schöner,wenn gesunde Nahrung günstiger wäre.Aber selbst die ungesunde Nahrung ist ja mittlerweile teuer geworden.
      Und was das Essen von Fleisch usw angeht,da gibt es bei mir überwiegend eh nur Geflügel.Und Käse ist sehr fettig-aber die 2 Scheiben Käse die mein Zwergensohn futtert-das sehe ich dann nicht so eng.
      Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,wird es dir sein,als lachten alle Sterne,
      weil ich auf einem von ihm wohne,weil ich auf einem von ihnen lache.
    • Ich denke mal,diese Ampel macht es einfacher zu gucken ob ich ein Produkt kaufe,oder nicht.ohne das ich mich stundenlang im Laden aufhalten muss.


      Richtig. :))

      Ich denke Käse und ähnliches ist nicht das Problem, da weiß man was drin steckt und außerdem liefert Käse wichtige Nährstoffe.

      Das Problem sind die vielen Tricksereien und Lügen der Lebensmittelkonzerne. Die einem ungesunde Produkte für das Gegenteil verkaufen wollen - der Fettgehalt der Müslikugeln sagt da was aus...
      Das sind dann Sachen wie mit Karamellsirup oder Zuckerrübensirup gefärbtes Brot damit es dunkler und "gesünder" aussieht.
      Oder Produkte die bewusst als gesundes oder Fitnessprodukt beworben werden und vollkommen überzuckert sind. Das trifft gerade die Frühstücksflocken von Kelloggs und Néstle oder auch Fruchtzwerge "ohne Zusatz von Kristallzucker" - die zugesetzte Süße aus Früchten nennt man im Klartext Fruchtzucker...
      Da hilft die Ampel auf einen Blick diese "kleinen Spielchen" zu durchschauen, die roten Punkte strafen die Hersteller dann nämlich lügen...

      Von Werbesprüchen wie "ohne Zusatz von Geschmacksverstärker" mal ganz zu schweigen wenn sich in der Zutatenliste Hefeextrakt findet...

      Foodwatch hat da eine nette Kampagnenseite:
      abgespeist.de/fitness_fruits/index_ger.html
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      Benjamin Franklin
    • X(Das ist ja wohl ein Kracher...im Grunde müsste man diese ganzen Schwindeleien boykottieren...
      Zuckerrübensirup im Brot ist schon ne Frechheit schlechthin-da ist man als Verbraucher gezwungen diese eine Sorte dunkles Brot zu kaufen die dieses gelumpe nicht drin haben und legt mal locker etwas über 1€mehr an die Kasse.Oder Dreikorntoast-ist Alkohol drinne bei einigen günstigen Produkten.Klasse!
      Ich bin für die Ampel!
      Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust,wird es dir sein,als lachten alle Sterne,
      weil ich auf einem von ihm wohne,weil ich auf einem von ihnen lache.
    • Original von wiskey
      Zuckerrübensirup im Brot ist schon ne Frechheit schlechthin-da ist man als Verbraucher gezwungen diese eine Sorte dunkles Brot zu kaufen die dieses gelumpe nicht drin haben und legt mal locker etwas über 1€mehr an die Kasse.


      Gerade das ist der Irrtum. Gerade die dunklen Brote sind oft mit Sirup versetzt um sie zu verdunkeln und auch ein helles Brot kann einfach mal "Vollkorn" sein. Darauf legen viele ja wert weil es ja gesünder ist - nur beurteilen viele Verbraucher das nicht an den Zutaten sondern an der Farbe des Brotes oder an den dekorativ verteilten Körnern...
      Und nichtgefärbte Brote sind nicht teurer, man muss nur genau auf die Liste gucken, die kann bei Brot sehr lang oder sehr kurz sein... Je nachdem ob man "nur" Mehl, Wasser, Natursauerteig, Salz und Hefe verwendet (eben von ner Brotpackung abgeschrieben) oder noch diverse E-Nummern, Johannisbrotkernmehl, Guarkernmehl, Zuckerrübensirup und so weiter mit auflisten muss...
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Es wird höchste Zeit, dass der Verbraucher endlich Einblick darüber bekommt, was er zu sich nimmt.

      Da wird von den Politikern festgestellt, dass die Deutschen zu dick sind. (Die Deutschen sollen die dicksten Europäer sein.) Es mag sein, dass zuviel Bierkonsum und Bewegungsmangel ein Grund dafür ist und sie sich teilweise falsch ernähren, dass aber in den Lebensmitteln zuviele, versteckte Dickmacher enthalten sind, das wird dabei unter den Tisch gekehrt.

      Der Bürger wird behandelt wie ein Kleinkind. Die Industrie wird geschützt. Selbst wenn man versucht, sich gesund zu ernähren, kommt immer wieder belastetes Obst und Gemüse auf den Markt, das teilweise wegen überschrittener Grenzwerte nicht verkauft werden dürfte. Zuviel Spritzmittel, Pestizide die auch durch waschen nicht beseitigt lassen.

      Wären die Hersteller verpflichtet, diese Dinge offenzulegen, würden diese Artikel sehr bald vom Markt verschwinden.

      Mir gehen diese Ampeln nicht weit genug. Es wäre allerdings mal ein Anfang.
    • Vorweg: für mich persönlich ist das Thema nicht wirklich dringend, bisher kann ich futtern was ich will und hab nicht einmal ansatzweise ein Bäuchlein. Jaja, ich weiss, beneidenswert. :evil:

      Politisch finde ich es aber durchaus sehr spannend. Wenn der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sich strikt gegen eine verbraucherfreundliche und ernährungsphysiologisch sinnvolle Kennzeichnung von Lebensmitteln ausspricht, bekommt er dann auch nur noch ein Drittel seines Ministergehalts?

      Wäre für ihn sicher nicht weiter schlimm, ich sehe da schon einige Wirtschaftszweige, die ihm großzügige Sozialhilfe gewähren würden. :D
      Religion ist wie wennze ne Wasserpfeife rauchst
      - Karl Mai -
    • Liebe wiskey,

      auch der meiste Scotch enthält Farbstoffe. Auf die Farbe können Sie daher nichts geben. Anders ist das bei Bourbon. Dem dürfen keine Farbstoffe zugesetzt werden.





      Der deutsche Verbraucher muß endlich lernen für sein Leben selbst Verantwortung zu tragen. Zum Thema "Gesunde Ernährung" gibt es genug Literatur. Wenn aber eine nicht gerade geringe Anzahl der Kinder nicht weiß wie Gemüse schmeckt, liegt die Vermutung nahe, daß deren Eltern geistig nicht in der Lage sind, ihre Kinder gesund zu ernähren.

      Gesunde Lebensmittel müßen auch nicht unbedingt teuer sein. Ein Sack Kartoffeln, Kohl, Kohrabi u.s.w. kosten nun wirklich kein Vermögen. Auch Tiefkühlgemüse ist billig zu haben. Nur ist deren Verarbeitung manchmal etwas arbeitsaufwendig, was wohl vielfach der wahre Grund für den Verzicht sein wird. Es ist halt einfacher eine Pizza in den Ofen zu schieben.
    • Original von Steuerzahler1
      Der deutsche Verbraucher muß endlich lernen für sein Leben selbst Verantwortung zu tragen. Zum Thema "Gesunde Ernährung" gibt es genug Literatur. Wenn aber eine nicht gerade geringe Anzahl der Kinder nicht weiß wie Gemüse schmeckt, liegt die Vermutung nahe, daß deren Eltern geistig nicht in der Lage sind, ihre Kinder gesund zu ernähren.

      Gesunde Lebensmittel müßen auch nicht unbedingt teuer sein. Ein Sack Kartoffeln, Kohl, Kohrabi u.s.w. kosten nun wirklich kein Vermögen. Auch Tiefkühlgemüse ist billig zu haben. Nur ist deren Verarbeitung manchmal etwas arbeitsaufwendig, was wohl vielfach der wahre Grund für den Verzicht sein wird. Es ist halt einfacher eine Pizza in den Ofen zu schieben.


      Natürlich und wer mit seinen Kindern Sonntag mittag lieber bei McDonalds isst als zuhause den Herd anzuwerfen braucht sich wirklich nicht zu wundern oder zu beschweren, sollte man aber nicht trotzdem darauf achten das einem die Lebensmittelfirmen kein A für ein O verkaufen oder alles tun um den tatsächlichen "Gehalt" ihrer Produkte zu verschleiern?

      Ein aktueller Post aus dem Blog der Firma Frosta zeigt da was schönes, ich zitiere mal:
      Heute sehe ich in der Lebensmittelzeitung, dass Coca-Cola schon seit 1886 auf künstliche Aromen und Konservierungstoffe verzichtet. Das war damals wirklich bahnbrechend, weil es nämlich vor 122 Jahren noch gar keine künstlichen Aromen und Konservierungstoffe gab und man gar nicht wußte, worauf man verzichtete. Nur Weltmarken können so etwas vorhersehen und ab Juli wird Coca-Cola auf seinem Flaschenetikett mit folgendem Text werben: “Ohne zugesetzte Konservierungsstoffe. Ohne künstliche Aromen. Seit 1886.”
      Es gibt übrigens nur 15 künstliche Aromastoffe aber dafür etwa 2500 natürliche Aromen, die z.B. aus Sägemehl und Bakterien gewonnen werden. Es fällt also nicht besonders schwer, auf die wenigen künstlichen Aromastoffe zu verzichten.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • foodwatch.de/kampagnen__themen…ahlensalat/index_ger.html

      Ich finde die Haltung des (gottseidank ehemaligen) Bundesministers für Verbraucherschutz zur Lebensmittelampel interessant. Bleibt zu hoffen, daß Frau Aigner die Interessen der Verbraucher ernster nimmt als ihr Amtsvorgänger. Aber offensichtlicher als der konnte wohl nur noch Herr Clement Lobbypoliik betreiben.
      Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
      Wilhelm Busch
    • Der Handel bot bisher H-Milch (hält sich ungeöffnet etwa 3 Monate) und pasteurisierte/homogenisierte Frischmilch (hält sich normalerweise eine Woche) an. Inzwischen gibt es aber auch "Frisch"milch, die sich wesentlich länger hält: etwa drei bis vier Wochen - ESL-Milch.

      Wie heutzutage Milch haltbar gemacht wird, kann man hier nachlesen (auf diese Seite wird direkt vom BMELV verlinkt).

      Ich trinke gern frische Milch, aber wenn ich seit fast vierzig Jahren etwas an Milch hasse, dann ist es der Geschmack, wenn sie aufgekocht wurde.* Aus diesem Grund mag ich auch keine H-Milch (mit einer einzigen Ausnahme: entrahmte H-Milch mit 0,3% - 0,5% Fett, aber die kommt nur an den Kaffee).

      Was mich massiv stört, ist die Tatsache, daß die ESL-Milch nicht als solche gekennzeichnet werden muß, sondern weiterhin als Frischmilch verkauft werden darf.

      Das BMELV setzt auf eine freiwillige Kennzeichnung. :wirr: Wofür steht nochmal das V?

      Wie kann sich der Kunde aber zwischen ESL-Milch und Frischmilch entscheiden, wenn die ESL-Milch als Frischmilch verkauft werden darf und etliche Discounter wie Lidl, Aldi oder Penny überhaupt keine Frischmilch mehr anbieten? Muß man sich so täuschen lassen, damit der Handel die gesündere, vitaminreichere Frischmilch aus den Regalen verbannen und der ganze, eigentlich leicht verderbliche Schrapel noch problemloser durch das ganze Land gekutscht werden kann? Warum bekomme ich in etlichen Leipziger Geschäften ESL-Milch aus Köln oder Neckarsulm und keine Frischmilch aus der Region zu kaufen?!

      Das Argument, daß der Kunde das so will, zieht hier nicht - der Kunde weiß ja offensichtlich gar nicht, was er da kauft - und soll es scheinbar auch gar nicht wissen. Er und sein Geschmacksinn sollen sich an das Billig-Prinzip der Discounter anpassen.

      __________________
      * Anders war damals ein Haltbarmachen auch nur bis zum nächsten Tag insbesondere in der warmen Jahreszeit nicht möglich. Die Milchwar außerdem nicht homogenisiert.
      Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
      Wilhelm Busch

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von Orthogräfin ()

    • "Er und sein Geschmacksinn sollen sich an das Billig-Prinzip der Discounter anpassen."

      Das klappt aber offensichtlich ganz hervorragend, wobei mir nicht verständlich ist, warum man solche Produkte dann noch kauft.
      Außerdem kann man durch einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum leicht "Freund von Feind" unterscheiden.

      Freunde aus Nachbarländern haben bei Besuchen hin und wieder die mindere Qualität deutscher Lebensmittel kritisiert. Gerade in Frankreich oder in der Schweiz wären oft hier in Supermärkten oder Discounter angebotene Lebensmittel unverkäuflich.
      Solange sich der deutsche Verbraucher aber diesen Mist aufschwätzen läßt, solange wird sich an dieser Situation nichts ändern.
      Es würde im übrigen dem deutschen Verbraucher auch nicht schaden, sich Kenntnisse über Lebensmittel und gesunde Ernährung zu verschaffen. Dann kämen die meisten Discounter wohl auch nicht auf den Gedanken, minderwertige Lebensmittel aus allen Teilen des Landes bzw. der Welt heran zu schaffen.
    • Läden zu empfehlen, die noch richtige Frischmilch verkaufen ist überaus schwierig, das dass nicht nur regional anders gehandhabt wird sondern auch in Großstädten unterschiedliche Regelungen bei ein und derselben Kette gibt.
      Unser Edeka hat noch Frischmilch, der übernächste Edeka nur noch ESL Milch.
      Gleiches bei REWE und auch Kaisers.
      REWE hat noch echte Bio-Frischmilch in 0,5 Liter Flaschen für 65ct und Kaisers in einigen Filialen noch Frischmilch ohne ESL Hausmarke.
      Dass diese HSL Milch als Frischmilch verhökert werden darf finde ich unpassend, einen gekochten Karpfen in Kunststoffverpackung würde man auch nie als frisch deklarieren. :O
      Büchermäßig bin ich nicht so lesetechnisch unterwegs!

      Cora Schumacher
    • Ich kaufe Lebensmittel danach, wie sie mir schmecken. Ich achte ebenso auf das Verfallsdatum.
      Bei Milch bin ich schon seit Jahren bei der von Bärenmarke hängen geblieben. Diese schmeckt mir und die anderen bleiben im Regal stehen, es sei denn, ich brauche sie zum kochen, dann kaufe ich die Landliebe. Bei vielen Discountern wird diese Bärenmarke garnicht angeboten.
      Diese Milch ist mit Sicherheit auch nicht mehr diese "Frischmilch", dafür hält sie zu lange. Solange sie mir aber schmeckt, ist es mir aber egal.

      Was hier teilweise an belastetem Gemüse und Obst angeboten wird, da hat der Steuerzahler recht, würden Schweizer oder Franzosen ihrem Discountern um die Ohren schlagen. Würde ich in der Nähe dieser Länder wohnen, würde ich mit Sicherheit lieber dort einkaufen als hier.

      Ich versuche Obst und Gemüse entweder auf dem Markt oder im Gemüseladen zu kaufen, nur wenn es sich nicht vermeiden lässt, eben auch beim Discounter.

      Billig, billig ist die Devise und so wird sich dieser Zustand bei uns nicht ändern.

      Edit: ich habe eben gelesen, dass meine Bärenmarke auch zur ESL Milch zählt. 8o
    • Ich habe jahrelang in einem Milch verarbeiteten Betrieb gearbeitet als ich das Rumreisen als Monteur leid war.

      Unter anderen meinte dann jemand in einem Lebensmittelladen mal zu jemanden:"Kauf dir lieber die Milch von XYZ die schmeckt viel viel besser als die von ZYX."

      Das lustige daran, beide Produkte wurden in unseren Betrieb abgefüllt, die Milch kam aus einem und dem selben Tank. Im vorbeigehen meinte ich dann nur: "Sie haben ja richtig Ahnung, schauen sie mal oben auf den Stempel wo die Milch abgefüllt wurde." :))

      Obst und Gemüse hole ich mir aus dem Garten da weiß ich was damit passiert, das was bei mir im Garten nicht geht hole ich mir bei einem meiner Geschwister die ökologische Landwirtschaften betreiben. Sind zwar immer 3 Stunden Autofahrt, aber egal auf dem Heimweg ist der Kofferraum voll. Da wird noch selbst geschlachtet, Säfte selbst gepresst und selbst gemachter Rebensaft gibt es obendrein.
      Zu wissen,
      was man weiß,
      und zu wissen was man tut,
      das ist Wissen.
    • Original von Steuerzahler1
      Das klappt aber offensichtlich ganz hervorragend, wobei mir nicht verständlich ist, warum man solche Produkte dann noch kauft.
      Außerdem kann man durch einen Blick auf das Haltbarkeitsdatum leicht "Freund von Feind" unterscheiden.

      Mir geht es um die bewußte Täuschung. Will ich Milch kaufen, die sich lange hält, kaufe ich H-Milch. Will ich Frischmilch, weiß ich, daß die schnell verdirbt. Meiner Meinung darf nur das als Frischmilch verkauft werden, was auch tatsächlich Frischmilch ist.

      Alles andere ist - freundlich ausgedrückt - Augenauswischerei.
      Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
      Wilhelm Busch