Gute Werbung

    • Orthogräfin schrieb:

      Solche Werbung macht mich fassungslos. :nono:


      Da ist Kontext nötig.
      Es ist kein "schwarzer Smoothie" sondern weißer - wie auch auf der Flasche steht. Es geht um die Markteinführung in Österreich und dem Punkt, dass der sich da nicht gut verkauft, entsprechend selten exportiert wird und es daher selten über die Grenze schafft...

      Weitere Motive sind:





      Der Hersteller provoziert gerne und hat damit bei überschaubarem Marketingbudget durchaus Erfolg - sie wären sonst nicht hier gelandet...

      Es gibt übrigens mittlerweile auch eine Stellungsnahme auf Facebook:



      Liebe true fruits Fans, liebe Hater, liebe neunmalkluge „Vorverurteiler“ & „Vorverurteilerinnen“,

      unsere aktuelle Plakatkampagne in Österreich hat für viel Wirbel gesorgt. Manche von Euch waren besorgt oder verärgert (vermutlich aus Unkenntnis und/oder schlichter Dummheit), wir könnten uns dem rechten Ufer zugewandt haben. Andere wiederrum kommen vom rechten Ufer und feiern unsere Kampagne aus falschen Gründen (und/oder aus schlichter Dummheit).
      Eins möchten wir direkt klarstellen:
      RASSISMUS UND FREMDENFEINDLICHKEIT FINDEN WIR ZUM KOTZEN.
      Trotzdem möchten wir beiden „Gruppen“ danken - nur durch Euer voreiliges Gezeter bekommt unser Anliegen die Aufmerksamkeit, die es benötigt.
      Unsere aktuelle Plakatkampagne in Österreich richtet sich nämlich explizit gegen Fremdenfeindlichkeit. Leider ist das Thema sehr aktuell: Sei es die regelmäßige Androhung, die österreichische Grenze in Richtung Italien zu schließen oder sonstige lächerliche/widerliche Parolen der rechtsorientierten Parteien.
      Insgesamt gibt es vier Motive. Alle Sprüche haben einen klaren Bezug zu unseren Flaschen. Und ja, die ganzen Wordings haben auch eine gesellschaftspolitische Botschaft. Uns ist bewusst, dass wir uns der Satire bedienen, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor. Wer hineinschaut und sich erschreckt, hat sich im Zweifelsfall nur selbst erkannt.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin
    • Diese (freundlich ausgedrückt) überhebliche "Stellungnahme" ist eine weitere, vermutlich wohlkalkulierte Provokation. Das geht ja schon mit der Anrede los. Absolut unbelehrbar, (t)rotzig, beleidigend.

      Rincewind schrieb:

      Da ist Kontext nötig.
      Sicher. Es ist ja nun nicht gerade so, dass diese Bude mit ihrem Verständnis von "werbewirksam" und "lustig" noch nie angeeckt wäre.

      Rincewind schrieb:

      Der Hersteller provoziert gerne...
      Ja, zum Beispiel mit sexistischer, lookistischer Werbung oder Fatshaming:



      Die Reaktionen von true fruits auf Kritik sahen im vergangenen Jahr dann etwa so aus:





      Rincewind schrieb:

      Es gibt übrigens mittlerweile auch eine Stellungsnahme auf Facebook:

      true fruits schrieb:

      Liebe true fruits Fans, liebe Hater, liebe neunmalkluge „Vorverurteiler“ & „Vorverurteilerinnen“,

      unsere aktuelle Plakatkampagne in Österreich hat für viel Wirbel gesorgt. Manche von Euch waren besorgt oder verärgert (vermutlich aus Unkenntnis und/oder schlichter Dummheit), wir könnten uns dem rechten Ufer zugewandt haben. Andere wiederrum kommen vom rechten Ufer und feiern unsere Kampagne aus falschen Gründen (und/oder aus schlichter Dummheit).
      Eins möchten wir direkt klarstellen:
      RASSISMUS UND FREMDENFEINDLICHKEIT FINDEN WIR ZUM KOTZEN.
      Trotzdem möchten wir beiden „Gruppen“ danken - nur durch Euer voreiliges Gezeter bekommt unser Anliegen die Aufmerksamkeit, die es benötigt.
      Unsere aktuelle Plakatkampagne in Österreich richtet sich nämlich explizit gegen Fremdenfeindlichkeit. Leider ist das Thema sehr aktuell: Sei es die regelmäßige Androhung, die österreichische Grenze in Richtung Italien zu schließen oder sonstige lächerliche/widerliche Parolen der rechtsorientierten Parteien.
      Insgesamt gibt es vier Motive. Alle Sprüche haben einen klaren Bezug zu unseren Flaschen. Und ja, die ganzen Wordings haben auch eine gesellschaftspolitische Botschaft. Uns ist bewusst, dass wir uns der Satire bedienen, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Heiligt der Zweck die Mittel? Ja, denn wir halten der Gesellschaft damit lediglich den Spiegel vor. Wer hineinschaut und sich erschreckt, hat sich im Zweifelsfall nur selbst erkannt.

      (Hervorhebungen in bold durch mich)

      Wenn ich diese Werbung kritisiere, liegt das also an meiner Unkenntnis oder daran, dass ich schlicht dumm bin?

      Dann ist es wohl mein Problem und meine Schuld, dass ich rassistischen Dreck wie diese Werbung scheiße finde. Angesicht tausender Menschen, die in den vergangenen Jahren allein im Mittelmeer auf der Flucht ihr Leben verloren haben, kann ich über "Schafft es selten über die Grenze" absolut nicht lachen.
      Wer durch des Argwohns Brille schaut, sieht Raupen selbst im Sauerkraut.
      Wilhelm Busch
    • Ich wollte das jetzt weder bewerten noch rechtfertigen, sondern Kontext liefern.

      Am Ende ist mir es zu viel billige Provokation mit dem Holzhammer frei nach dem Motto jede Publicity mit anschließendem irritiert tun, falls jemand das tatsächlich in den falschen Hals bekommt... Es funktioniert aber offensichtlich.
      “Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.”
      Benjamin Franklin